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Döbeln Biggest Loser im Großweitzschener Gemeinderat
Region Döbeln Biggest Loser im Großweitzschener Gemeinderat
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14:59 27.05.2019
Bis in die frühen Morgenstunden dauerte die Auszählung der Stimmen in den drei Landgemeinden des Altkreises Döbeln. Quelle: dpa
Ostrau/Grossweitzschen/Zschaitz

Einige Neuerungen hat die Kommunalwahl 2019 für die drei Gemeinderäte in Großweitzschen, Ostrau und Zschaitz-Ottewig gebracht. Mehrere langgediente Mandatsträger sind ausgeschieden, dafür einige Neulinge dazugekommen. Der prominenteste unter ihnen dürfte Mario Pohl sein. Der 39-jährige Jeßnitzer gewann erst vor wenigen Wochen die Jubiläumsstaffel der Sat.1-Sendung „The Biggest Loser“, verlor dabei mehr als die Hälfte seines Körpergewichts.

Jetzt will er in der CDU-Fraktion im Großweitzschener Rat für Furore sorgen – genau wie Neu-Kollege und Großweitzschener Ortswehrleiter Marc Bohnstedt. Die Fraktion ist entgegen des Sachsen- und Bundestrends um einen Platz auf fünf Vertreter angewachsen – auf Kosten der Freien Wähler, die nur noch zehn Sitze halten.

„Ich sehe es als Erfolg, dass wir einen Sitz dazugewonnen haben. Das hatten wir uns erhofft. Leider hat es Sven Schilder nicht wieder in den Rat geschafft“, kommentierte der wieder gewählte Sven Krawczyk das Ergebnis. Durch Schilders Ausscheiden braucht die CDU einen neuen Fraktionsvorsitzenden. Dieser soll bis zur konstituierenden Sitzung des neuen Rats im Sommer intern gewählt werden.

„Wir haben einen Platz verloren, aber das wurmt uns nicht. Wir streben ein gutes Miteinander an und ich denke, die neuen Leute im Rat sind welche, mit denen man gut zusammenarbeiten kann“, meinte der stellvertretende Bürgermeister und Freie Wähler-Rat Heiko Schmiedchen dazu.

Gemeinderat Großweitzschen

Freie Wähler: Thomas Frust, Thomas Philipp, Sven Thalmann, Axel Klingner, Johannes Pester, Konrad Knetsch, Heiko Schmiedchen, Jörg Ulmitz, Henry Hagen, Torsten Friedrich

CDU: Sven Krawczyk, Susann Munz, Sebastian Wloch, Mario Pohl, Marc Bohnstedt

Die Linke: Sascha Suhr

Eine außergewöhnliche Neuerung gibt es in Zschaitz-Ottewig: Weil auf der Wahlliste nur die elf Kandidaten der Freien Wähler standen, die allesamt in den Rat einziehen, dieser aber bis zu zwölf Plätze vorsieht, kann Dagmar Klötzsch, die als Einzelvorschlag auf zwei Wahlzetteln auftauchte, nun mit nur zwei Stimmen Ratsmitglied werden. Drei weitere Einzelvorschläge mit je einer Stimme sind Mirko Lottmann, Klaus Beier und Hannelore Müller, die in dieser Reihenfolge nachrücken würden, sollte Klötzsch das Mandat ablehnen.

Gemeinderat Zschaitz-Ottewig

Freie Wähler: Axel Schüller, Lutz Hofmann, Ottmar Kunze, Kerstin Konrad, Mario Oehmigen, Ronald Göllnitz, Jörg Fritzsche, Ines Conru, Sven Benedix, Felix Klötzing, Thomas Pilz

Parteilos: Dagmar Klötzsch (Einzelvorschlag)

In Ostrau musste die CDU herbe Verluste hinnehmen: Drei der bislang sieben Sitze gingen verloren. Die Freien Wähler hätten mit ihren 54,3 Prozent aller Stimmen sogar elf Sitze besetzen können, hatten aber nur neun Kandidaten ins Rennen geschickt, so dass der neue Rat aus nur noch 16 Mitgliedern besteht. Die Linke verteidigte ihre drei Plätze, musste allerdings auch Verluste hinnehmen. 2014 hatte man noch aus Kandidatenmangel auf den möglichen vierten Sitz verzichtet. Nun musste Rainer Hänsgen die Segel streichen.

Dafür haben es viele Neulinge in den Rat geschafft, so Manuela Ligner und Ronny Apel für die Freien Wähler, Thomas Kautz für die CDU und Franziska Dinor für Die Linke. Alle Kandidaten müssen nun noch entscheiden, ob sie die Wahl auch annehmen. Erst dann sind die Besetzungen offiziell.

Gemeinderat Ostrau

Freie Wähler: Heike Grundmann, Hans-Jürgen Ritschel, Uwe Rolle, Ronny Apel, Katrin Leipacher, Manuela Ligner, Andreas Paas, Ralf Vogt, Holger Matthes

CDU: Michael Keller, Thomas Hessel, Wolf Schöne, Thomas Kautz

Die Linke: Bernd Sonntag, Franziska Dinor, Katrin Joachim

Von Sebastian Fink

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