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Döbeln Blaue Partei im bunten Döbeln: Polizei war mit 65 Beamten im Einsatz
Region Döbeln Blaue Partei im bunten Döbeln: Polizei war mit 65 Beamten im Einsatz
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16:22 09.08.2019
Diese Jugendlichen brachten ihre Auffassung mit Spruchtafeln zum Ausdruck. Quelle: Olaf Büchel
Döbeln

Insgesamt 65 Einsatzkräfte der Polizeidirektion (PD) Chemnitz und der sächsischen Bereitschaftspolizei hatten die beiden Kundgebungen am Donnerstagabend auf dem Döbelner Obermarkt abgesichert. Während die Einsatzleitung unmittelbar nach Abschluss der Veranstaltungen noch keine Angaben zur aufgebotenen Polizeistärke machen wollte, informierte die PD am Freitag darüber. Die hohe Polizeipräsenz an dem Abend auf dem Obermarkt war augenscheinlich. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge und Polizisten standen auf dem Markt verteilt. Etwa in Höhe der Commerzbank hatten die Beamten eine Personenkette gebildet, um die Teilnehmer beider Kundgebungen getrennt voneinander zu halten, was auch gelang.

Polizei: störungsfreier Verlauf

Die AfD Mittelsachsen hatte vor dem Rathaus eine Wahlkampfveranstaltung mit dem thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke abgehalten, das Bündnis „Döbeln ist bunt“ zu einer Gegendemonstration auf dem östlichen Obermarkt aufgerufen. Die Polizei bestätigte am Freitag, dass diese Kundgebungen störungsfrei verlaufen sind. Auch bei den Teilnehmerzahlen decken sich die Angaben der Polizeidirektion mit den bereits veröffentlichten Zahlen. An der Versammlung der AfD nahmen demnach etwa 200 Personen teil, an der Gegendemo des Bündnisses rund 350 Personen.

Stolz auf den Zuspruch

Judith Schilling, Vorsitzende des Döbelner Treibhausvereins, hatte die Gegendemonstration angemeldet und zeigte sich am Folgetag zufrieden mit dem Verlauf und der Beteiligung. „Ich spreche für viele Menschen, wenn ich unsere Aktion als sehr gelungen bezeichne. Wir vom Organisationsteam sind stolz darauf, wie viele unserem Aufruf gefolgt sind.“

Polizeikette zwischen den Kundgebungen. Quelle: Olaf Büchel

Damit, dass die Gegendemo letztlich die meiste Zeit zweigeteilt war, hatten die Polizisten und auch die Organisatoren nicht gerechnet. Es gab den stilleren Bereich vor dem Café Batavia mit Reden, Bläser- und Trommelmusik, dem Auftritt von Prinzensänger Sebastian Krumbiegel sowie einer Friedensandacht. Schilling: „Das hatten sich die meisten so gewünscht.“ Und es gab einen lauten, provokanten Teil, der in knapp 20 Meter Entfernung von der Polizeikette und vis a vis der AfD-Kundgebung stand. Die Demonstranten riefen unter anderem „Höcke, hau ab“ und hielten Schilder hoch mit Aufschriften wie „Ein Riesenstiefel für einen Riesenarsch“.

Zum Gelingen der Gegendemo haben, so Schilling, letztlich beide Teile beigetragen: „Als nach dem Friedensgebet mit Pfarrer Behrisch und dem Anzünden der Kerzen beide Gruppen zusammenstanden, das war wohl der beste Moment.“

AfD mit ihrer Kundgebung zufrieden

Als gelungen betrachtete auch der AfD-Direktkandidat und einer der Wahlkampfredner, Lars Kuppi, die Kundgebung auf seiner Seite. Wobei aus AfD-Kreisen zu vernehmen war, dass wegen des Höcke-Auftritts mit deutlich mehr Teilnehmern gerechnet worden war. Lars Kuppi bestätigte, dass er persönlich Björn Höcke eingeladen hat, eine Rede bei der Veranstaltung zu halten. Dass Höcke zu den Köpfen des rechtsextremen Flügels der AfD zählt, hatte ihn nicht davon abgehalten. Kuppi: „In jeder Partei gibt es verschiedene Flügel. Ich sehe mich bei uns da eher dazwischen als ein Mittler.“

Von Olaf Büchel

Als Schiedsrichterbeobachter ist der langjährige Referee und Trainer noch immer ehrenamtlich tätig. Am Freitag feiert er seinen 70. Geburtstag. Seit nunmehr 42 Jahren kann außerdem der Roßweiner Sportverein auf ihn zählen.

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