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Döbeln Brücke an der Straße des Friedens in einem Rutsch betoniert
Region Döbeln Brücke an der Straße des Friedens in einem Rutsch betoniert
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17:11 15.05.2019
Bis zum Mittag war am Mittwoch die Hälfte der neuen Brückenunterkonstruktion ausbetoniert. 300 Kubikmeter Beton aus 50 Betonlastern waren bis zum Abend eingebaut. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

50 Betonlaster rückten am Mittwoch den ganzen Tag lang vom Parkplatz am Döbelner Busbahnhof in die Flutmulde vor, um eine riesige Betonpumpe an der Brücke in der Straße des Friedens zu füttern. Denn gestern war beim Bau der neuen Brücke über den Flutgraben der lange geplante Tag X.

„Seit den frühen Morgenstunden betonieren die Bauleute der Firma Arlt aus Frohburg die neue Brücke. Das ist logistisch genau getaktet und muss zeitlich passen. 300 Kubikmeter Beton müssen im Laufe des Tages am Stück eingebaut werden.Kurz nach fünf begannen die ersten Arbeiten“, sagt Axel Bobbe von der Landestalsperrenverwaltung.

Die Bauarbeiten liegen trotz der zweimaligen Flutung der Baustelle zu Jahresbeginn wieder voll im Plan. Dennoch bremst Projekteiter Thomas Zechendorf von der Landestalsperrenverwaltung die Euphorie. Bis November werde es laut Plan dennoch dauern, bis über die Brücke endlich wieder der Fahrzeugverkehr rollen kann. Der Einbau am Mittwoch betraf die erste Betonschicht. Es fehlt dann noch der komplette Fahrbahnaufbau, die Anbindungen an beiden Ufern und auch unter der Brücke ist noch einiges zu tun. Denn auch Strom-, Telefonkabel sowie Wasser- und Abwasserrohre müssen noch in beziehungsweise unter die neue Brücke. Dafür wurden im Beton Leerrohre verlegt. Die Abwasserleitungen queren den Flugraben unter der Brücke. Lediglich für die Gasrohre, welche die Döbelner Muldeninsel versorgen, wurden am Pferdebahnmuseum und aktuell am Steigerhausplatz Düker unter dem Flussbett gebohrt.

Bis Ostern war die Brückenschalung eingebaut. Seit Mittwoch ist der Brückenunterbau betoniert. Im Abschnitt zwischen der neuen Brücke Straße des Friedens und der Niederbrücke wurden zudem bis Ende April die letzten Bohrpfähle der Flutmauern an beiden Uferseiten eingebaut. Die Betonpfahlmauern werden wie üblich verblendet und die Mauerkronen betoniert.

Brückenbauarbeiten an der Straße des Friedens. Quelle: Sven Bartsch

Die Baugeräte der Firma Swietelsky sind zwischenzeitlich in den letzten Bauabschnitt der Flutmulde zwischen Brücke Bahnhofstraße und Steigerhausplatz weitergezogen. Zwischenzeitlich entstand hier ein breiter Graben. Hier beginnt ab Montag ein großes Bohrgerät mit dem Bau der Bohrpfähle. Das Ufer des Flutgrabens wird hier zwischen Freibad und Steigerhausplatz verbreitert und verändert. Später wird es hier statt Mauern ein terrassenförmiges Ufer geben, an dem Mann bis zum Wasser gehen kann.

Aktuell sind die Arbeiten am Steigerhausplatz für die Kraftfahrer spürbar, weil die Zufahrt neben dem Volkshaus gesperrt ist. Die parkenden Autos auf dem größten kostenlosen Parkplatz im Innenstadtbereich haben dennoch genügend Platz.

Bis zur zweiten Jahreshälfte 2020 soll die verbreiterte Flutmulde komplett fertig sein. Am Pferdebahnmuseum entsteht parallel zum Flutgraben eine Uferpromenade. 2021 geht es mit dem Bau von Hochwasserschutzmauern zwischen der Oberbrücke und dem Klinikum weiter.

Von Thomas Sparrer

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