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Döbeln CDU verliert absolute Mehrheit in Leisnig
Region Döbeln CDU verliert absolute Mehrheit in Leisnig
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18:14 27.05.2019
Das Leisniger Rathaus. Quelle: (Archiv) Steffi Robak
Leisnig

Einen der größten Umbrüche erlebt Leisnigs Stadtparlament mit der Kommunalwahl. Die Bündnis-Grünen ziehen erstmals ein mit einem Sitz. Die Freie Wählergemeinschaft gewinnt einen Sitz, die SPD zwei. Die Zugewinne führen bei der Linkspartei für Schwund von einem Sitz. Am meisten büßte die CDU ein, nämlich drei Sitze. Das bedeutet den Verlust der absoluten Mehrheit für die Christdemokraten. Sie bleiben dennoch mit sechs Sitzen die stärkste Fraktion. Und das sagen die Spitzenkandidaten.

CDU: Rüdiger Schulze

„Wir sind schon enttäuscht, wie es gelaufen ist.“ Drei Sitze verloren – darüber müsse in Ruhe nachgedacht werden im Orts-Vorstand mit den Kandidaten und auch innerhalb der Ortsgruppe. „Auf die Arbeit in der nächsten Legislaturperiode im Stadtrat freue ich mich. Die Räte in der CDU Fraktion seien für Bockelwitz ebenso da wie für Leisnig.

Freie Wähler: Hans-Hermann Schleußner

„Ich freue mich über die gute Wahlbeteiligung. In dem Punkt hatte ich zeitweise Sorge.“ Das Ziel, für die Fraktion einen Sitz im Rat dazu zu gewinnen, ist erreicht. „Die daraus resultierenden Erwartungen müssen wir jetzt auch erfüllen. Davor habe ich Respekt.“ Seine Bitte geht an die Bürger, sie mögen sich an ihre Abgeordneten wenden mit ihren Anliegen: „Ohne das Zutun der Bürger kommen wir alle nicht weit.“ In der jetzigen Konstellation, ohne absolute Mehrheit einer Partei, seinen alle um so mehr aufeinander angewiesen.“

SPD: Micheal Heckel

„Ich freue mich, dass wir in Leisnig die SPD entgegen den Trend gestärkt haben“, sagt Michael Heckel. Er strebt eine engere Bindung der SPD an die Wählervereinigung an, ähnlich einer Koalition. „Die Wählervereinigung ist auch mein Kind und ich kann mich gedanklich nicht zerreißen.“ Fraktionszwang herrsche im Stadtrat allerdings ohnehin nicht. Heckel geht davon aus, dass im Sinne der Stadt und gemeinsam mit der Stadtverwaltung vieles im Konsens entschieden wird. „Komplizierte Dinge werden wir gemeinsam lösen, auch mit diesem neuen Kräfteverhältnis.“

Linkspartei: Dieter Kunadt

„So bedauerlich es ist, dass die Fraktion einen Sitz weniger hat, so geht doch mein Wunsch in Erfüllung: Wir bekommen einen Stadtrat, in dem keine Fraktion die Mehrheit hat.“ Dies bedeute auch, bei manchen Themen muss heftiger um Mehrheiten gerungen werden. Ab jetzt werden wir mehr Arbeit haben.“ Aus diesem Blickwinkel schmerze der Verlust eines Sitzes.

Grüne: Maria-Christin Anderfuhren

„Was unsere Partei angeht, freue ich mich über den Einzug in den Stadtrat. Und für das Gremium an sich freut mich die Ausgewogenheit: Keine Partei hat mehr die alleinige Mehrheit. Ich freue mich auf die konstruktive Zusammenarbeit mit allen Ratsmitgliedern.“ Anderfuhren ist Neuling im Stadtparlament, engagierte sich jedoch bis zur Geburt ihres Kindes in der Arbeitsgemeinschaft Stadtaktiv für Leisnig.

Die AG, die sich für die Belebung der Innenstadt sowie Erhalt und Nutzung historischer Bausubstanz einsetzt, solle es weiter geben, schon weil das auch weitere Akteure der Gruppe möchten. Zu einem möglichen „Bündnis“ innerhalb des Rates sagt sie, Rot-Rot-Grün sei jetzt zwar theoretisch in Leisnig möglich. Doch so festgezurrt möchte sie das nicht haben. „Es gab schon vor der Wahl verschiedentlich Kontaktaufnahmen, jedoch keine Entscheidung.“

Stadtrat Leisnig

CDU: Rüdiger Schulze, Wolfgang Rölle, Mathias Voigtländer, Hansjörg Oehmig, Gunnar Jäger, Ronny Naumann

Wählergemeinschaft: Hans-Hermann Schleußner, Jessica Keller, Thomas Richter, Eckhard Löffler, Lothar Stuhr.

Die Linke: Dieter Kunadt, Elgine Tur de la Cruz, Stefan Orosz

SPD: Michael Heckel, Mario Böhme, Eberhard Jahn

Grüne: Maria-Christin Anderfuhren

Von Steffi Robak

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