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Döbeln Corona: Patientin in Bethanien positiv getestet, 45 neue Fälle in Mittelsachsen
Region Döbeln

Corona: Patientin in Bethanien positiv getestet, 45 neue Fälle in Mittelsachsen

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17:45 22.10.2020
Aktuell sind im Landkreis Mittelsachsen 695 laborbestätigte Fälle von Corona gemeldet. Das sind 45 mehr als am Vortag. In der Bethanien-Klinik in Hochweitzschen ist eine Patientin bei der Aufnahme positiv getestet worden.  Quelle: picture alliance/dpa
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Mittelsachsen/Döbeln

Die Zahl der nachweislich mit dem Covid-19-Virus infizierten Menschen ist im Landkreis Mittelsachsen auf 695 gestiegen. Das sind nach Angaben des Gesundheitsamtes Mittelsachsen 45 Fälle mehr als am Vortrag (Stand Donnerstag, 13 Uhr). Auch im Altkreis Döbeln gibt es neue Infizierte, die Zahl liegt jetzt bei 124 (+7 zum Vortag). In den Nachbarregionen wachsen die bestätigten Nachweise rasanter: im Altkreis Mittweida gibt es jetzt 238 Fälle (+13) und im Raum Freiberg 333 Fälle (+25). Kein Patient werde in Mittelsachsen derzeit wegen Corona laut Intensivregister intensivmedizinisch behandelt. Die Ergebnisse der Coronatests von Bewohnern eines Wohnheimes in Waldheim sind alle negativ, wie das Gesundheitsamt informiert.

Patientin isoliert und verlegt

Im Fachkrankenhaus Bethanien in Hochweitzschen ist eine Patientin bei ihrer Aufnahme positiv auf Covid 19 getestet worden, wie Michael Veihelmann, Theologischer Geschäftsführer der Klinik, auf Anfrage bestätigte. Symptome habe diese Patientin nicht gehabt. Nach der Testung sei die Patientin umgehend isoliert und zur weiteren Behandlung in eine somatische Klinik verlegt worden. Das Gesundheitsamt ist informiert. Alle Mitpatienten und Mitarbeiter, die als Kontaktpersonen gelten, wurden laut Veihelmann ebenfalls getestet. Die Ergebnisse stünden noch aus. „Wir haben bereits vor einigen Wochen festgelegt, flächendeckend mit Covid-19-Tests alle Patienten zu untersuchen, die in der Gerontopsychiatrie aufgenommen werden. Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, dass wir rechtzeitig zum Schutz der Patienten und Mitarbeitenden diesen Fall entdeckt haben“, erklärte Michael Veihelmann.

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Prinzipiell würden die Mitarbeitenden im Fachkrankenhaus Hochweitzschen Mund-Nasen-Schutz tragen und die AHA-Regel beachten, so auch in diesem Fall. Die Hygienefachkräfte würden die klinischen Prozesse professionell begleiten und damit das klinisch tätige Personal unterstützen. Der Theologische Geschäftsführer: „Wir sind zuversichtlich, durch die frühe Entdeckung dieses Falles einen „Ausbruch“ verhindert zu haben.“

In der Bethanien-Klinik tage regelmäßig ein Coronakrisenstab, der sich aus Ärztlicher Direktion, Verwaltungsdirektor, Pflegedirektion, Chefärzte, Hygienefachkräfte und nach Bedarf weiteren Fachkräften zusammensetzt. Damit könnten entsprechende Hygienemaßnahmen und neue gesetzliche Bestimmungen schnell und direkt umgesetzt werden. Wegen der aktuell steigenden Coronainfektionszahlen sei wieder ein Besuchsverbot ausgesprochen worden. Dieses war zuvor schon sehr restriktiv: pro Patient ein Besucher für maximal eine Stunde. Auch die Patienten müssten im klinischen Alltag die Hygiene-Vorschriften des Robert Koch-Institutes beachten.

Inzidenzwert steigt weiter

Die Zahl der Todesfälle in Mittelsachsen liegt weiter bei zehn. Der Inzidenzwert betrug am Donnerstag 0 Uhr laut Robert Koch-Institut in Mittelsachsen 43,1, ist aber mittlerweile weiter gestiegen. Rein rechnerisch sind circa 459 Menschen im Landkreis nach Corona wieder genesen.

Von Olaf Büchel