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Döbeln Corona: Vier weitere Todesfälle in Mittelsachsen
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Corona: Vier weitere Todesfälle in Mittelsachsen

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15:47 13.12.2020
Aktuell sind im Kreis Ostholstein xx laborbestätigte Fälle von Corona gemeldet. 
Aktuell sind im Kreis Ostholstein xx laborbestätigte Fälle von Corona gemeldet.  Quelle: ZB
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Vier neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 meldet das Gesundheitsamt Mittelsachsen am Wochenende. Verstorben sind zwei Frauen, 88 und 96 Jahre alt, und zwei Männer, 81 und 82 Jahre alt.

Insgesamt 335 neue Covid-19-Fälle sind am Wochenende hinzu gekommen (Stand Sonntag, 12 Uhr). Damit ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Landkreis seit März auf 6420 gestiegen. Davon entfallen 867 auf den Altkreis Döbeln (+76), 2253 auf den Altkreis Mittweida (+111) und 3300 auf den Altkreis Freiberg (+148). Aktuell werden in mittelsächsischen Kliniken 148 Patienten stationär behandelt (-7), davon 15 (-2) beatmet.

Seit Beginn der Pandemie wurden 12 366 Quarantänebescheide erlassen. Der Inzidenzwert liegt in Mittelsachsen (Stand Sonntag, 0 Uhr) laut Robert Koch Institut bei 361,7 (+3,7).

Bewohner von Pflegeheimen besonders schützen

Inzwischen gelten in Mittelsachsen auch neue Regeln für den Besuch von Besuch von Pflegeeinrichtungen. Unter anderem müssen Besucher ein negatives Testergebnis nachweisen, das nicht älter als 48 Stunden ist, oder sich vor Ort einem Schnelltest unterziehen. „Dies ist für die Heime ein zusätzlicher Aufwand, der Kapazitäten bindet, aber bei diesen Hohen Fallzahlen müssen wir in dieser besonderen Zeit diese Risikogruppe der Bewohner besonders schützen“, erklärt Landrat Matthias Damm. Daher habe man einen Aufruf gestartet in dieser Woche, dass Helfer gesucht werden. Bis zum Abend haben sich 30 Personen gemeldet, 13 konnten an Einrichtungen im Landkreis vermittelt werden, insgesamt haben sieben Einrichtungen ihren Bedarf für eine Unterstützung gemeldet, sieben Hilfsangebote kamen aus angrenzenden Landkreisen und wurden dorthin vermittelt.

Freiwillige Helfer nach wie vor gesucht

„Ich bin den Mittelsachsen und Freiwilligen sehr dankbar für ihre Bereitschaft und Hilfe hier mitzuwirken“, so Damm. Weiterhin können sich Interessierte gern melden. Er bedankt sich bei allen derzeit tätigen Pflegekräften, Ärzten und Helfern für ihre Leistung und dem großen Engagement für die Bevölkerung.

Derzeit 35 Gemeinschaftseinrichtungen in Form von Kitas und Schulen sind betroffen. 61 Klassen in Mittelsachsen befinden sich derzeit in Quarantäne. Am Freitag hat die Staatsregierung eine neue Corona-Schutz-Verordnung beschlossen. Demnach findet ab der neuen Woche kein Präsenzunterricht mehr statt, rund 1800 Schüler befinden sich in Quarantäne. Auch Kitas sollen geschlossen bleiben. Im Zuge der neuen Verordnung wurden Regeln für eine Notbetreuung von Kindern festgelegt, deren Eltern in einem systemrelevanten Beruf arbeiten.

Aktuelle Regeln in Mittelsachsen

Im Landkreis Mittelsachsen gelten derzeit drei Allgemeinverfügungen mit den Schwerpunkten: Ausgangsbeschränkungen, Quarantäneregeln und zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung, zum Alkoholausschank und zu Besuchen im Pflegeheimen.

Folgende Ausgangsbeschränkungen sind in Kraft: Das Verlassen der häuslichen Unterkunft ohne triftigen Grund ist untersagt. Zu den triftigen Gründen gehören beispielsweise: der Weg zur Schule, zur Arbeit, Kita, Arzt, zur akademischen Ausbildung; Einkaufen (innerhalb des eigenen Landkreises bzw. Kreisfreien Stadt sowie des Nachbarlandkreises bzw. benachbarten Kreisfreien Stadt), Inanspruchnahme sonstiger Dienstleistungen Besuche, soweit durch Kontaktbeschränkungen erlaubt; die Unterstützung Hilfsbedürftiger; Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis; Sport und Bewegung im Freien im Umkreis von 15 Kilometern des Wohnbereichs sowie Besuch des eigenen oder gepachteten Kleingartens oder Grundstücken unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen

Das sind die aktuellen Quarantäneregeln: Wenn eine Person weiß, dass sie positiv getestet wurde – egal ob diese Information vom Arzt, Gesundheitsamt oder Labor mündlich übermittelt wurde – ist diese verpflichtet, sich sofort abzusondern, also in Quarantäne zu begeben. Personen, die vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen ersten Grades eingestuft wurden, haben nach der Allgemeinverfügung auch in Quarantäne zu gehen, unabhängig davon, ob der schriftliche Bescheid des Gesundheitsamtes schon vorliegt.

Regeln zu Mund-Nasen-Bedeckung, Pflegeheimen, Alkoholausschank: Bei Besuchern von Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens ist unmittelbar vor dem Betreten der Einrichtung ein Antigen-Schnelltest durchzuführen oder sie können einen negativen PCR-Test, welcher nicht älter als 48 h ist, vorweisen. Auch Bewohner der Pflegeeinrichtung müssen sich, wenn sie das Haus verlassen haben und Kontakt mit Dritten hatten, testen lassen, Mitarbeiter mindestens einmal pro Woche. Ausgeweitet wird auch die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung: Diese besteht nun im gesamtem öffentlichen Raum, wo sich Menschen begegnen. Der Ausschank und Konsum von Alkohol wird im gesamten öffentlichen Bereich verboten.

Landrat appelliert an Bevölkerung

Angesichts der jüngsten Entscheidungen wiederholt Landrat Matthias Damm seinen Appell an die Bevölkerung, die neuen Regeln ernst zu nehmen und zu beachten. „Jeder, wirklich jeder ist hier gefragt, seinen Beitrag zu leisten: Mund-Nasen-Bedeckung tragen, die Hygiene einzuhalten, auf Abstand zu gehen und die Kontakte auf das Notwendigste zu reduzieren. Es gibt Menschen, die es nicht ernstnehmen, aber die Situation ist ernst und daher mein Appell, die Regeln zu verinnerlichen und zu leben.“

Von daz