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Döbeln Damit die Maus in Waldheim wippt – Stadt lässt zwei Spielplätze umgestalten
Region Döbeln Damit die Maus in Waldheim wippt – Stadt lässt zwei Spielplätze umgestalten
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16:03 12.09.2019
An der Hauptstraße soll die Maus Mina wippen. Quelle: Stilum
Waldheim

Der eine vermisst den Sandkasten für seine Enkelin, der andere die Tischtennisplatte. Waldheimer Stadträte haben sich mit den Plänen zur Umgestaltung zweier Spielplätze auseinandergesetzt. Es geht um die Anlagen Am Zänker und an der Hauptstraße, wo die Federmaus Mina wippen soll.

An der Hauptstraße soll die Maus Mina wippen. Quelle: Stilum

„Kommt da Kies oder Sand rein?“, wollte Mike Mende (AfD) wissen, einer der neuen Stadträte. Grund: Seine Enkelin spielt gerne im Sand. Für Förmchen und Burgen ist aber der grobe Fallschutzkies nicht geeignet. „Grundsätzlich ist das Fallschutzkies vorgesehen. Aber wir werden die Anregung mal mitnehmen. Vielleicht können wir eine Ecke mit Sand einrichten“, sagte Bauamtsleiter Michael Wittig.

Bauhofchef federführend bei Umgestaltung

Ausgearbeitet hat die Pläne zur Umgestaltung der Spielplätze Hauptstraße und Am Zänker Waldheims neuer Bauhofleiter Dennis Zimmermann. Und er stellte sie auch im Technischen Ausschuss vor, sprach zu den neuen Spielgeräten, die die Stadt aufstellen will. Grundlage ist das vom Stadtrat beschlossene Spielplatzkonzept, nach dem die beiden Anlage jetzt dran sind. „Am Zänker bleibt die Doppelschaukel stehen. Aber die Tischtennisplatte kommt weg, weil sie nur noch wenige nutzen“, sagte Dennis Zimmermann.

Auch der Platz Am Zänker wird umgestaltet. Quelle: Stilum

Das gefällt Tobias Busch, ebenfalls ein neuer Stadtrat der CDU, aber nicht. „Wenn das Netz fehlt, spielt auch keiner Tischtennis“, sagte er. Und Fraktionskollege Dr. Andreas Liebau ergänzte: „Wenn die Steinplatten verwittert sind, springen die Bälle sonst wohin. Da spielt dann auch keiner mehr.“ Er regte an, die Platte Am Zänker durch eine haltbare und verschleißarme aus Edelstahl zu ersetzen. Auch die Netze gäbe es aus Metall. Auch das notierten sich Michael Wittig und Dennis Zimmermann. Wenn das Budget reicht, könne man darüber nachdenken. Die Pläne zur Umgestaltung beschloss der Ausschuss dann einstimmig. Das ist wichtig, damit die Stadt das Vorhaben noch in diesem Jahr umsetzen kann.

Kommentar: Tischtennisplatte als Sahnehäubchen

von Dirk Wurzel

Da gibt es nichts dran auszusetzen. Für die Waldheimer Spielplätze Am Zänker und an der Hauptstraße, deren Geräte in die Jahre gekommen sind, hat Bauhofleiter Dennis Zimmermann einen ordentlichen Plan gemacht. Gerade die jungen Familien, die sich noch mehr in der Zschopaustadt ansiedeln sollen, werden es ihm danken. Spielplätze heben die Lebensqualität im Wohngebiet, sind nicht nur für die Kinder ein Treffpunkt zum rutschen und wippen, sondern auch für ihre Eltern zum Gedankenaustausch und zu einem gemütlichen Schwatz. Solange sich dort nicht die Problem-Jugendlichen und andere fragwürdige Zeitgenossen treffen und Scherereien machen, ist alles paletti. Die neuen Waldheimer Stadträte fordern aber auch Spielsandkasten und Tischtennisplatte. Und das tun sie nicht zu unrecht. Es sind die I-Tüpfelchen, die Sahnehäubchen, für das an sich schon gelungene Konzept. Allerdings kostet das alles Geld und so bleibt es erstmal bei dem nachvollziehbaren Relativsatz: „Wenn das Geld reicht, können wir das machen.“ Und wenn das Geld nicht reicht? Für alles mögliche gibt es Spendenaktionen. Warum nicht auch für Edelstahl-Tischtennisplatte und Sandspielkasten?

doebeln.redaktion@lvz.de

Von Dirk Wurzel

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