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Döbeln Das 300.000-Euro-Desaster: Roßweiner Sporthalle muss länger trocknen
Region Döbeln Das 300.000-Euro-Desaster: Roßweiner Sporthalle muss länger trocknen
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17:03 31.07.2019
Unmissverständlich: Die Stadtsporthalle Roßwein ist zurzeit eine Baustelle und gesperrt. Quelle: Olaf Büchel
Rosswein

Zurzeit arbeiten keine Menschen, sondern nur Maschinen in der Roßweiner Stadtsporthalle. Die Trockengeräte verrichten ihre Arbeit. Die Feuchtigkeit soll aus der Halle raus. Weil bei der Leitungsinstallation für die neue Sportstätte offenbar eine Muffe nicht richtig verpresst worden war, lief lange Zeit Wasser aus und richtete erheblichen Schaden am Gebäude und am Boden an. Geräte und andere Einbauten waren aber nicht betroffen.

Versicherung zahlt

Alles in allem wird das Beheben der Schäden rund 300.000 Euro kosten, sagt Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) auf Anfrage. Der Einbau eines neuen Sportbodens inklusive der zwischen Bodenplatte und Aufbau befindlichen Dämmung ist dabei der größte Batzen. „Die Versicherung der Kommune finanziert diese Kosten zunächst und holt sich dann das Geld von der Versicherung der Baufirma wieder“, erklärt der Bürgermeister, wie ganze Desaster bezahlt wird.

Trockenphase eine Woche länger

Die Trockenphase wird laut Bauamtsleiter Dirk Mehler etwa eine Woche länger dauern, als ursprünglich geplant. „Wir haben festgestellt, dass doch noch mehr Räume betroffen sind, als zunächst entdeckt wurde“, so Mehler. Das gelte für Umkleideräume. In den Sanitärräumen müssten nicht die kompletten Fliesen-Fußböden aufgenommen werden. Für die Trocknungsschläuche wurden Löcher gebohrt, die betreffenden Fliesen werden abschließend einzeln ausgetauscht. Erneuert werden müssten zum Teil auch untere Bereiche von Trockenbau-Vorwänden. Einige Sockelbereiche sind laut Mehler schon saniert worden und trocknen jetzt mit aus.

Anfang Oktober soll Halle nutzbar sein

Der gesamte Zeitplan soll trotz der zusätzlichen Woche gehalten werden. In der ersten oder zweiten Oktoberwoche soll die Stadtsporthalle wieder nutzbar sein. Die Schule und die Sportvereine müssen sich bis dahin arrangieren – die einen machen nach den Ferien Sport im Freien oder im Sporthaus an der Stadtbadstraße. Die anderen, wie Hand- und Volleyballer, absolvieren zunächst Auswärtsspiele.

Von Olaf Büchel

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