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Döbeln Das ist der Wahl-O-Mat für Direktkandidierende der Region Döbeln
Region Döbeln Das ist der Wahl-O-Mat für Direktkandidierende der Region Döbeln
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17:37 06.08.2019
Abgeordnetenwatch vergleicht Standpunkte der Direktkandidierenden. (Symbolbild) Quelle: dpa
Döbeln/Dresden/Hamburg

Als zusätzliche Entscheidungshilfe für zahlreiche Wahlen in Deutschland ist der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung schon lange nicht mehr wegzudenken. Seit Montag lassen sich mit dem Werkzeug nun auch die Positionen aller 19 für die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen zugelassenen Parteien mit der eigenen vergleichen. Einen ähnlichen Weg geht das Portal Abgeordnetenwatch.de, das mit dem „Kandidatencheck“ nun ebenfalls eine Art Wahl-O-Mat auf die Beine gestellt hat. Dem Angebot liegen jedoch in erster Linie keine Parteiprogramme zugrunde, sondern die konkreten Standpunkte der Direktkandidierenden aus den jeweiligen Wahlkreisen.

Die Region Döbeln wird durch Wahlkreis 21 zusammengefasst. Als Direktkandidierende ins Rennen gehen: Maria-Christin Anderfuhren (Bündnis 90/Die Grünen), Constanze Cyrnik (FDP), Henning Homann (SPD), Lars Kuppi (AfD), Rudolf Lehle (CDU), Marika Tändler-Walenta (Die Linke) und Sven Weißflog (Freie Wähler). Bis auf Letzteren (Stand: 6. August 17.10 Uhr; Teilnahme noch bis kurz vor der Wahl möglich) haben sich alle Kandidierenden beteiligt und ihre Standpunkte zu 18 Themen wie Grundrente, Ausbau des Mobilfunknetzes oder Parität im Parlament abgegeben.

Der Kandidatencheck von abgeordnetenwatch.de im Wahlkreis 21 zur Landtagswahl in Sachsen. Quelle: abgeordnetenwatch.de / Screenshot

Das Prinzip ist simpel: Über die Postleitzahl – etwa für Döbeln die 04720 – sucht der Kandidatencheck die Kandidierenden des jeweiligen Wahlkreises heraus. Anschließend kann der Nutzer entscheiden, ob er den ausgewählten Sachverhalten zustimmend, ablehnend oder neutral gegenübersteht. Immer parallel wird auch die Haltung der Direktkandidierenden sowie eine kurze Begründung geliefert. Am Ende erfolgt die Auswertung, wie groß die Übereinstimmung mit dem jeweiligen Mandatsbewerbenden tatsächlich ist.

>> Hier geht’s zum Kanidatencheck für die Landtagswahl 2019 in Sachsen

So sieht die Auswertung für alle aus, die jeden Standpunkt mit „neutral“ bewerten. Quelle: abgeordnetenwatch.de / Screenshot

„Viele Menschen wissen gar nicht, wofür die Kandidierenden in ihrem Wahlkreis persönlich stehen“, erklärt Christina Lüdtke, Projektleiterin von Abgeordnetenwatch. Mehr Licht ins Dunkel soll deshalb der Kandidatencheck bringen. Mit Beteiligung von bisher drei Viertel aller Direktkandidierenden ist das Angebot am Dienstag gestartet.

Sachsenweit herrscht unter den Teilnehmenden vor allem Einigkeit in Sachen Lobbyismus. 76 Prozent aller Teilnehmenden sprechen sich für ein verbindliches Lobbyregister, in dem unter anderem Kontakte von Interessenvertretenden mit Politikern offengelegt werden, aus.

Klare Gegensätze zwischen den Parteien lassen sich nach Angaben von Abgeordnetenwatch am Thema Wolf festmachen. Die zur Diskussion gestellte These: „Die Wiederansiedelung des Wolfs ist ein Erfolg für den Naturschutz in Sachsen, er sollte deshalb auch weiterhin nicht abgeschossen werden dürfen.“ AfD- und CDU- und BüSo-Kandidierende stimmten mit deutlicher Mehrheit gegen die These, Grüne und Linke mehrheitlich dafür. „Die SPD-Kandidierenden sind sich allerdings uneins: 45 Prozent stimmen der Wiederansiedelung zu, 15 Prozent sind dagegen, 40 Prozent positionieren sich neutral“, heißt es in einer Auswertung von Abgeordnetenwatch.

Von André Pitz

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