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Döbeln Die Sornziger Pfarrerin Jutta Gildehaus wechselt nach Chemnitz
Region Döbeln Die Sornziger Pfarrerin Jutta Gildehaus wechselt nach Chemnitz
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14:32 30.07.2019
Pfarrerin Jutta Gildehaus (2.v.r.) erhielt viele gute Wünsche von den Menschen aus der Kirchgemeinde. Quelle: Bärbel Schumann
Sornzig

Es sind viele gute Wünsche, die Pfarrerin Jutta Gildehaus an diesem Nachmittag in Sornzig erhält. Dankbar sind ihr viele Menschen in der Region für ihre seelsorgerische Begleitung in guten wie in schlechten Zeiten. Nach fast vier Jahren verlässt sie nicht nur das Kirchspiel, sondern auch den Kirchenbezirk und wird am 1. September in Chemnitz-Altendorf eine Stelle als Pfarrerin antreten.

Dort kann sie zu 100 Prozent an der Spitze der rund 1800 Gemeindeglieder zählenden Kirchgemeinde St. Matthäus stehen. In Sornzig und den umliegenden Orten hatte sie nur eine 50-prozentige Stelle. Die andere Zeit war sie als Pfarrerin für die Insassen und Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt in Waldheim da. Eine Aufgabe, die der 56-Jährigen auch auf Grund ihrer Ausbildung und Arbeit im sozialen Bereich vor dem Theologiestudium ein Herzensbedürfnis war. Und vor Waldheim war sie auch schon während ihres Pfarrerlebens in der Oberlausitz zum Teil für Insassen in der Bautzener Justizvollzugsanstalt da.

Als Jutta Gildehaus am 1. Oktober 2015 in Sornzig und Waldheim ihre Dienste antrat, da war die gebürtige Niedersächsin mit rund 250 Umzugskartons in das Sornziger Pfarrhaus eingezogen. Darunter auch ihre umfangreiche Weihnachtskrippensammlung. Als Kind bekam sie eine kleine erzgebirgische Pyramide mit einer Krippe geschenkt. Der Anfang für ihre Sammlung.

„Es hat damals bei meiner Ankunft in Sornzig schon eine Weile gedauert, bis alle Kisten ausgepackt waren und alles einen Platz erhalten hatte. Nun werden es wohl einige Kartons mehr sein, die ich nach Chemnitz mitnehmen werde. Denn in den knapp vier Jahren hier ist einiges passiert“, so die sympathische Frau.

Jutta Gildehaus hat sich hier im sächsischen Obstland bald heimisch gefühlt, fand schnell Kontakt zu den Menschen, nicht nur in ihren Gemeinden. Heimisch sein hieß für sie auch Hochzeit, eine Familie gründen, mit ihrem Mann im Pfarrhaus leben. Das haben beide genossen. Die Jahre hier waren auch schmerzlich. Sie verlor nicht nur ihren Vater, sondern auch andere, ihr wegen deren Engagements in der Kirchgemeinde ans Herz gewachsene Menschen. Menschen, die auch mit dem wohl markantesten Satz aus ihrem Mund immer mit Humor umgingen. „Da ist mir wohl was durchgerutscht“ – Jutta Gildehaus Antwort, wenn sie mal einen Termin oder etwas anderes versäumte. Gern wird sie sich aber an die vielen Gemeindeglieder erinnern, die sich in den Alltag einbrachten. Die Palette reicht vom ehrenamtlichen Lektor, den Kirchenvorständen bis hin zu den Mitgliedern des Vereins „Konzerte unterm Apfelbaum“.

Dass ihre Zeit in Sornzig begrenzt sein wird, das hat Jutta Gildehaus von Anfang an gewusst. Denn nach dem Weggang von Ulrike Weyer nach Plauen, wo sie Superintendentin ist, sollte die Pfarrstelle nicht wieder besetzt werden. Die Mitglieder der Kirchgemeinden Ablaß, Schrebitz, Kiebitz, Sornzig, Gallschütz kämpften aber darum. Das Ergebnis: eine halbe Stelle. Doch wenn im Januar der Umbau der Kirchenstruktur im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz neue, größere Strukturen schafft, wird es die Pfarrstelle im Kirchspiel Sornzig nicht mehr geben. Ein Umstand, der spätestens dann für Jutta Gildehaus der Start für Neues in ihrem Pfarrleben hätte sein müssen. Dem kam sie mit ihrem Wechsel nach Chemnitz-Altendorf zuvor. Für die Gemeindeglieder in und um Sornzig bedeutet das, dass der Wermsdorfer Pfarrer Rico Riese bis Jahresende die Verantwortung als Pfarrer übernimmt.

„Wir sind sehr traurig, dass wir dann für Sornzig keinen Pfarrer mehr haben werden. So endet ein Kapitel unserer Kirchengeschichte“, so Maritta Peege vom Sornziger Kirchenvorstand. So wie sie denken viele andere beim Verabschiedungsgottesdienst. Gerade auch, weil Sornzig Klostertraditionen besitzt und Jutta Gildehaus zum Beispiel das letzte Klosterjubiläum mitgestalten durfte und unter freiem Himmel den Festgottesdienst ergreifend gestaltete.

Viele kamen zum Abschiednehmen, brachten Geschenke und vor allem gute Wünsche mit. Superintendent Arnold Liebers wünschte gemeinsam mit Pfarrerin Jutta Gildehaus für ihre neue Aufgabe alles Gute und Gottes Segen.

Von Bärbel Schumann

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