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Döbeln Die schnellsten Kinder in Döbeln gesucht
Region Döbeln Die schnellsten Kinder in Döbeln gesucht
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20:03 28.10.2018
Und ab geht die Post: Beim Kindersprint-Wettbewerbes der VR-Bank Mittelsachsen wurden die Schnellste gesucht. Quelle: Foto: Bartsch
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Döbeln

„Die Idee ist, dass wir für die Kinder moderne Technik mit dem Sport verbinden“, erklärt Frank Richter, der das Event mit auf die Beine stellte. „Sportstation“ nennt sich die Technik, die mehr als nur die Zeit nimmt und angeblich auch beim Training von Fußballprofis zum Einsatz kommt. Ein Tipp auf den Bildschirm reicht aus. Dann läuft die Zeit und das Gerät zeigt den kleinen Nachwuchssportlern zufällig an, in welcher Richtung der Slalomparkour zu bewältigen ist. Am Ende spuckt das System alle Messerwerte von der Reaktionszeit beim Start über die Sprintdauer bis hin zur Slalomzeit auf die Tausendstelsekunde genau auf einem kleinen Zettel aus. „Eingebaute Verbesserungsgarantie“ nennt Frank Richter das. „Wer nicht ganz so sportlich ist, rennt im Sportunterricht einen 30-Meter-Sprint und schafft den nächsten vielleicht gar nicht mehr.“ Durch die verschiedenen Messwerte der Sportstation könnte den Kindern jedoch genau aufgezeigt werden, wie sie sich Stück für Stück verbessern. „Und das motiviert direkt viel mehr, ist nachhaltig und wertvoll“, betont Richter.

Besonderes Augenmerk wird auf Kinder gerichtet, die zuvor kaum oder gar nicht sportlich aktiv waren. Denen soll der Kindersprint die Herausforderungen eines sportlichen Wettbewerbs aufzeigen und dazu Erfolgserlebnisse schaffen. Auf diesem Wege – so die Hoffnung – bekommen die Kinder vielleicht auch Lust auf Vereinssport. Deshalb unterstützen etwa die Floorballer vom UHC Döbeln die Aktion – sowohl mit kleinen Preisen für die Schnellsten als auch mit einem Miniatur-Hockeyfeld, auf dem probeweise der Schläger geschwungen werden konnte. Als weitere Partner treten im Freistaat der Sächsische Fußballverband sowie die Sportler vom SC DHfK Leipzig auf.

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Im Vorfeld des Stadtfinales waren Richter und Kollegen bereits an sieben Grundschulen in der Döbelner Region unterwegs, um den Kindern den Parkour zu zeigen. „Hier haben etwa 900 Schüler mitgemacht“, weiß Richter. Bundesweit beteiligen sich jährlich etwa 50 000 Grundschüler am Kindersprint-Projekt, das seit 2010 nach guten Erfahrungen in vereinzelten deutschen Großstädten auch in der Breite – sprich: dem ländlichen Raum – durchgeführt wird. Für Döbeln hat die Stadt mit Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) den Wert des Kindersprints erkannt und folglich die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen.

Von André Pitz