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Döbeln Die vielen Baustellen nerven – am Ende ein Gewinn für ganz Döbeln
Region Döbeln Die vielen Baustellen nerven – am Ende ein Gewinn für ganz Döbeln
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17:22 25.04.2019
Die Sörmitzer Straße ist jetzt voll gesperrt. Quelle: Sven Bartsch Fotograf
Döbeln

Kraftfahrer, die zurzeit in Döbeln unterwegs sind, brauchen sehr starke Nerven. Baustellen, Ampeln, Sperrungen – immer neue Einschränkungen kommen hinzu. Vor allem wer von Osten in die Stadt hineinfährt, muss sich auf etliche Behinderungen einstellen.

Ampeln, Ampeln, Ampeln

Mal angenommen das Amtsgericht ist das Ziel: Zunächst ist da die gesperrte Anschlussstelle für die A14 in Döbeln-Ost aus Richtung Leipzig und in Richtung Dresden. Weil noch bis Ende Juni der grundhafte Ausbau der Anbindung erfolgt, ist dort auch die B 175 nur per Ampelregelung zu passieren. Einige hundert Meter weiter in Richtung Stadt dann die Ampel an der Gaken-Baustelle. Es folgt der Schleichverkehr durchs Gewerbegebiet und auf der Dresdner Straße wartet neben den beiden regulären Ampelanlagen schon die nächste Baustelle mit Ampel. Der Wasserverband lässt an der Trinkwasserleitung bauen. Noch bis 24. Mai sollen die Arbeiten dauern. Stück für Stück rückt die Baustelle den Dresdner Berg weiter nach oben. Dieses Nadelöhr und den Kreisel an der Oberbrücke passiert, geht es mit 30 Stundenkilometern die Ritterstraße entlang, wo am Ende noch mal eine Ampel wartet, die wegen des Brückenbaus Straße des Friedens aufgestellt ist. Dann ist das Ziel erreicht.

Nun auch die „Sörmitzer“ dicht

„Ich musste mit Erschrecken feststellen, dass zusätzlich zur halbseitigen Sperrung der Dresdener Straße mit Ampelverkehr nun auch noch die Sörmitzer Straße in Höhe des Krankenhauses gesperrt ist“, schreibt Leser Lars Pötzsch von der neusten Einschränkung im Stadtgebiet. Das bedeutet, so Pötzsch, dass jetzt nicht nur alle die aus Döbeln-Ost in die Stadt wollen, an der Ampel Dresdner Straße stehen, sondern auch noch alle aus der Sörmitzer Au, die sonst über die Sörmitzer Straße gefahren wären. Für Lars Pötzsch ist die aktuelle Verkehrssituation in Döbeln „eine echte Zumutung“, für die er kein Verständnis hat. Pötzsch stellt zudem die Frage, ob die vielen Baustellen wirklich alle zur gleichen Zeit sein müssen.

Letztlich ein Gewinn für die Stadt

Alle Verkehrsteilnehmer werden für die Einschränkungen zwischen der Innenstadt und Döbeln-Ost um Verständnis gebeten, so Stadtsprecher Thomas Mettcher zunächst auf eine Anfrage zur Problematik. Sowohl die beiden neuen Brücken Straße des Friedens und Schillerstraße, als auch der Ausbau der B 175 in Döbeln-Ost und die Erneuerung von Versorgungsleitungen seien wichtige Projekte und würden letztlich ein Gewinn für die gesamte Stadt sein. Mettcher weist auch darauf hin, dass für die einzelnen Maßnahmen unterschiedliche Baulastträger – wie das Landesstraßenbauamt, die Landestalsperrenverwaltung, die Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft und die Stadt Döbeln – verantwortlich sind.

Es gibt Abstimmungen

„Schon weit im Vorfeld und regelmäßig während der Bauarbeiten gibt es umfangreiche Abstimmungen zwischen allen Beteiligten, um die Beeinträchtigungen für betroffene Unternehmen, Anwohner, Verkehrsteilnehmer möglichst gering zu halten. Die einzelnen Baumaßnahmen haben straff getaktete Zeitpläne, wobei sich einzelne Abschnitte nicht beliebig austauschen lassen“, erklärt der Sprecher der Stadt Döbeln.

Die Arbeiten an den Trinkwasserleitungen in der Dresdner Straße konnten nach Aussage des Wasserversorgers nicht aufgeschoben werden, weil die Gefahr einer Havarie bestand. Sie seien aber bewusst in die Zeit der Osterferien gelegt worden, um die Belastung für den Berufsverkehr zu verringern.

Kommentar: Geduld zahlt sich am Ende aus

von Olaf Büchel

Ja, zurzeit kostet es eine Menge Nerven, in Döbeln von A nach B zu gelangen. Es gibt immer mehr neue Baustellen, entsprechend viele Ampeln oder Sperrungen, Verkehrsbehinderungen und Umleitungen. Die Frage von Bürgern, ob denn wirklich so viel zur gleichen Zeit gebaut werden muss oder ob es nicht auch etwas gestaffelter geht, ist berechtigt. Doch planlos, wie viele vielleicht meinen, laufen die Arbeiten in Döbeln nicht ab.

So handelt es sich beispielsweise beim Brückenbau Straße des Friedens oder bei der Entschärfung der Gake um Maßnahmen, die längere Zeit in Anspruch nehmen. In dem Zeitraum dann auf andere Arbeiten im Stadtgebiet zu verzichten, funktioniert nicht. Erst recht nicht, wenn es sich um dringende Reparaturen handelt. Hinzu kommt, dass jetzt Geld da ist und Baurecht für wichtige Projekte vorlag. Die gilt es dann auch zu realisieren.

Ja, die Fahrt durch Döbeln nervt gerade. Ein Ende der großen Baustellen ist aber absehbar – die damit verbundenen Verbesserungen sind es ebenso.

o.buechel@lvz.de

Von Olaf Büchel

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