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Döbeln Dirk Schilling geht in die zweite Amtszeit
Region Döbeln Dirk Schilling geht in die zweite Amtszeit
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20:59 10.02.2019
Dirk Schilling kann in eine zweite Amtsperiode als Bürgermeister von Ostrau gehen. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Ostrau

Das Auszählen der Stimmen am Abend dauerte doch ein bisschen länger als gedacht. Dirk Schilling (CDU) war zwar der einzige Kandidat bei der Ostrauer Bürgermeisterwahl am Sonntag. Doch einige Wähler hatten von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, in der Wahlkabine noch einen eigenen Wunsch-Bürgermeister auf den Wahlschein zu schreiben. Gegen 19.15 Uhr konnte Wahlleiterin Antje Zornik das vorläufige Endergebnis verkünden. Und das ist deutlich: Schilling erreichte 97,8 Prozent (1191 Stimmen) der abgegebenen 1218 gültigen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,09 Prozent.

„Da ich ganz alleine zur Wahl angetreten bin, hatte ich mit einer Wahlbeteiligung um die 30 Prozent gerechnet. Mit 43 Prozent ist es doch deutlich mehr und das freut mich“, sagte Dirk Schilling gleich nach dem er das vorläufige Ergebnis selbst erfahren hatte. Dann tauchte er in die Wahlparty im „Wilden Mann“ ein, wo Freunde und Unterstützer auf ihn warteten. „Mein Anspruch ist es, die nächste Amtsperiode für das Umsetzen weiterer Ziele zu nutzen“, so Schilling. Dazu zählen Gewerbeansiedlungen und der Ausbau des Wegenetzes für Wanderer und Radfahrer, wie der Bürgermeister bereits im jüngsten DAZ-Interview erklärt hatte.

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27 Stimmen für Einzelbewerber

Insgesamt waren 2 956 Wahlberechtigte aus Ostrau und den Ortsteilen der Gemeinde an die Wahlurnen gerufen worden. Gewählt haben 1274 Bürgerinnen und Bürger. Die Zahl der ungültigen Stimmen beträgt 56. Für die zwölf Einzelbewerber, die noch auf Wahlscheine geschrieben wurden, gab es insgesamt 27 Stimmen. Dabei erhielten Enrico Blochwitz aus Rittmitz und Bernd Sonntag aus Clanzschwitz jeweils fünf und damit die meisten Stimmen für Einzelbewerber. Das alles sind vorläufige Zahlen.

Es gab insgesamt sieben Wahllokale, zwei in Ostrau und jeweils eines in Kiebitz, Schrebitz, Jahna, Merschütz und Zschochau. 212 Bürger nutzten die Möglichkeit der Briefwahl.

Wählen gehen als „Pflicht“ ansehen

Großer Andrang herrschte nicht im Ostrauer Wahllokal in der Turnhalle neben der Bauernstube, als Dirk Schilling gegen 10 Uhr selbst seine Stimme abgab. Ramona Wagler, in der Kämmerei der Gemeinde tätig, sowie die beiden Seniorinnen Elke Heumos (73) und Helga Besser (71) sicherten zu dieser Zeit als Wahlhelfer das Prozedere ab. „Insgesamt sind wir sechs Leute für dieses Wahllokal. Um 13 Uhr kommt die Ablösung und am Abend kommen alle zum Auszählen zusammen“, erklärte Ramona Wagler. Die Rentnerin Josefine Stephan wollte auf jeden Fall wählen, auch wenn es nur einen Kandidaten gab: „Ich sehe eine solche Bürgermeisterwahl als meine Pflicht an. Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, meine Stimme abzugeben.“

2012 gab es 359 Wahlberechtigte mehr

Der Termin der Bürgermeisterwahl vor sieben Jahren in Ostrau war der 12. Februar 2012. Damals gab es noch 3 315 Wahlberechtigte, also 359 mehr als diesmal und die Wahlbeteiligung lag bei 56 Prozent. Dirk Schilling setzte sich gegen zwei Mitbewerber durch und trat am 9. April 2012 offiziell sein Amt an.

Von Olaf Büchel