Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Döbeln: Junge Architektinnen im Abistress
Region Döbeln Döbeln: Junge Architektinnen im Abistress
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:03 09.02.2019
Mehr Platz durch neuen Grundriss in Döbeln-Ost II: Abiturientinnen des Lessing-Gymnasiums planen Wohnungen für die WGF an der Unnaer Straße. WGF-Mitarbeiterin Katja Näther (3.v.l.) betreute sie dabei fachlich.
Mehr Platz durch neuen Grundriss in Döbeln-Ost II: Abiturientinnen des Lessing-Gymnasiums planen Wohnungen für die WGF an der Unnaer Straße. WGF-Mitarbeiterin Katja Näther (3.v.l.) betreute sie dabei fachlich. Quelle: Sven Bartsch
Anzeige
Döbeln

Quadratisch, praktisch, gut – aber teilweise ein bisschen eng. So kennt man sie, die Zwei -und Dreiraumwohnungen im Wohngebiet Döbeln Ost-II. Vor allem in Bad, Küche und Flur ist nicht besonders viel Platz. „Der Korridor soll den Eindruck von Größe vermitteln“, sagen die jungen Frauen, die seit vergangenem Jahr die Wohnungen der WGF umgeplant haben. Damals waren sie in der 11. Klasse, jetzt, kurz vor dem Abitur, sehen sie die Früchte ihrer Arbeit im 5. Stock im Aufgang Unnaer Straße 65.

Durch den Beton geflext

Der Flur ist groß, zum Kinderzimmer der ehemaligen Dreiraumwohnung ist als neuer Raum ein Teil der anderen Wohnung hinzu gekommen. Während also die eine Wohnung schrumpfte, vergrößerte sich die Grundfläche der anderen. dieser Wohnung haben die Handwerker die siebener Gasbeton-Wand zwischen Küche und Bad durchbrochen. Das geht, die trägt nicht. Dadurch ist ein großes Bad entstanden, der WC-Bereich ist vom Bad-Bereich abgetrennt. Weil von der ehemaligen Küche ein Stück abgeknappst wurde, ist der Flur größer geworden. Und wo einst die Schlafstube war, ist jetzt die Küche, eine neue Trockenbauwand trennt diese von der ebenfalls etwas geschrumpften Wohnstube. Auch die Türöffnungen haben die Handwerker verbreitert und sich dabei durch bis zu 18,5 Zentimeter starken Beton geflext. Im neu entstandenen Zimmer ist die Türöffnung ganz aus der Betonwand geschnitten.

Fertig bis Anfang März

Nun müssen noch der Maler, Elektriker und der Türenmonteur ran. Die neuen Kupfer-Strippen der Elektroinstallation liegen schon, aber die Steckdosen fehlen noch. Ebenso die Türen Anfang März soll alles fertig sein. Auf der anderen Seite der Etage ist eine Zweiraumwohnung entstanden.

WG-tauglich

Vor Ort erläuterte Katja Näther, Mitarbeiterin für Soziales und Projekte bei der WGF, den Abiturientinnen auch, welche Wünsche die WGF beim Umbau nicht berücksichtigen konnte. Das betraf unter anderem die Farbwahl in der Küche. „Statt rot wird die Wand nun Sonnengelb. Dazu hat uns der Maler geraten.“ Geeignet ist die große Wohnung für eine Wohngemeinschaft – eine unter jungen Leuten beliebte Wohnform. Und darum ging es der WGF auch bei diesem Projekt: Wohnungen für junge Leute anzubieten und diese ganz gehörig mitreden zu lassen.

Freie Hand

Im Unterricht Gemeinschaftskunde, Recht und Wirtschaft bei Tommy Greim hatten die Gymnasiasten Wohn- und Mietrecht durchgenommen. So kam es zur Kooperation mit der WGF, die die Schüler gleich an die Grundrisse und freie Hand beim Umgestalten ließ. Zwei Gruppen gewannen dann die Ausschreibung – für jede Wohnung eine, alles Mädels. Lisa Reinhardt, Mitarbeiterin der technischen Hausverwaltung der WGF, hat die Arbeiten dann zwischen Gymnasiastinnen und Handwerkern koordiniert.

Von Dirk Wurzel