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Döbeln Döbeln: Liebhauser gewinnt OBM-Wahl Mittelsachsen: AfD bei Europawahl vorn
Region Döbeln Döbeln: Liebhauser gewinnt OBM-Wahl Mittelsachsen: AfD bei Europawahl vorn
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00:18 27.05.2019
Gemeinsam mit Lebensgefährtin Corinna, seinen beiden CDU-Amtsvorgängern Matthias Girbig (l.) und Hans-Joachim Egerer (2.v.r.) sowie Parteifreunden feierte der neue Döbelner Oberbürgermeister Sven Liebhauser (m.) am späten Abend seinen Wahlsieg. Quelle: Thomas Sparrer
Region Döbeln

Die CDU gewinnt den Kampf ums Oberbürgermeisteramt in Döbeln, bei der Europawahl holt in Mittelsachsen die AfD die meisten Stimmen vor der CDU. Und in den Kommunen ziehen einige Parteien neu in die Stadträte ein. Ein spannender Wahlsonntag liegt hinter der Döbelner Region.

OBM-Wahl Döbeln

Ein CDU-Mann steht auch künftig an der Spitze der Stadt Döbeln. Der Kandidat der Christdemokraten, Sven Liebhauser (37), konnte sich bei der Wahl am Sonntag gegen den einzigen weiteren Kandidaten, Dirk Munzig (55) von der AfD deutlich durchsetzen. Liebhauser erhielt 65,7 Prozent der Stimmen. Munzig kam auf 34,3 Prozent. „Ich freue mich riesig über das klare und wie ich finde sehr gute Ergebnis.Ich danke allen Wählern und freue mich auf die neue Aufgabe “, sagte Sven Liebhauser am Abend in der Gaststätte „Zur schwarzen Sau“, wo die Christdemokraten ihre Wahlparty feierten. Gleichzeitig hoffte er auf mindestens acht vielleicht sogar neun Sitze für seine CDU im Stadtrat.

Europawahl in Mittelsachsen

Bei der Europawahl in Mittelsachsen liegt die AfD mit 28,4 Prozent an der Spitze, gefolgt von der CDU mit 26,7 Prozent. Die drittmeisten Stimmen erhielt die Linke (10,6 Prozent). Die Wahlbeteiligung war deutlich höher als vor fünf Jahren.

„Wir dürfen jetzt nicht mit den Fingern auf die Wähler zeigen. Wir müssen vielmehr Ursachenforschung betreiben und die richtigen Schlüsse ziehen“, sagt Mittelsachsens Landrat Matthias Damm (CDU) zum guten Abschneiden der AfD bei der Europawahl. Die Wahlbeteiligung habe gegenüber der letzten Kommunal- und Europawahl um 15 Prozent zugenommen. 65 Prozent Wahlbeteiligung seien kein schlechtes Ergebnis.

„Licht und Schatten liegen bei dieser Wahl dicht beieinander“, sagte Döbelns künftiger Oberbürgermeister Sven Liebhauser. Seine CDU habe bei der Europawahl auch in Döbeln nur knapp vor der AfD gelegen. „Obwohl Döbeln so viel Gutes von der Europäischen Union hat, geht das Ergebnis auf die Ereignisse 2015 zurück und an die Adresse der Bundesregierung“, sagt Liebhauser.

Stadtratswahl Döbeln

Bei den Stadtratswahlen in Döbeln zeichnete sich nach Auszählung von 13 der 23 Wahlbezirke folgendes Bild ab: Die CDU kommt mit auf 29 Prozent und voraussichtlich acht Sitze, die AFD mit knapp 21,2 Prozent auf sechs, SPD (11) und Wir für Döbeln (11,4) auf je drei Sitze, FDP (7,1) und Linke (8,9) zwei, Freie Wähler (4,6)und Grüne (3,8) je ein Sitz (Stand 23 Uhr).

Die NPD fliegt nach diesem Zwischenstand raus. Alle anderen Stadtratsparteien bleiben vertreten.

Stadtratswahl Roßwein

Trotz noch ausstehender Ergebnisse aus dem Briefwahlvorstand zeichnet sich ab, dass die AfD mehrere Sitze im Roßweiner Stadtrat erhält. Die CDU bleibt stärkste Kraft.

Stadtratswahl Waldheim

Nach Auszählung von zehn der elf Waldheimer Wahlbezirke liegt die CDU mit 28,67 Prozent vorn. Die FDP wird mit 24,67 Prozent zweitstärkste Kraft vor den Linken mit 18,42 Prozent. Die AfD kommt in Waldheim an vierter Stelle (18,33 Prozent).

Mit 8,67 Prozent wird die SPD im Waldheimer Stadtrat einziehen.

Stadtratswahl Hartha

Im Harthaer Stadtrat sind in der nächsten Legislaturperiode die CDU, die Freie Wählergemeinschaft und Die Linke vertreten. Die CDU ist mit 44,2 Prozent, knapp vor den Freien Wählern (43,3Prozent) die stärkste Kraft.

Die Linke erreichte im Harthaer Stadtrat 12,5 Prozent.

Leisnig Stadtratswahl

In Leisnig wird die Kommunalwahl die Machtverhältnisse im Stadtparlament erheblich ändern: Die CDU verliert drei ihrer ehemals neun Sitze und damit die absolute Mehrheit. Stärkste Kraft bleibt die Partei mit ihren sechs Sitzen dennoch. Es folgt die nicht mitgliedschaftlich organisierte Wählervereinigung Stadt und Land Leisnig mit fünf Sitzen.

Neu im Stadtrat sind die Bündnis-Grünen, und zwar mit einem Sitz. Mit sechs Kandidaten war die Partei angetreten. Die Linkspartei zieht mit drei Vertretern in den Rat ein, ebenso die SPD.

Gemeinderatswahl Ostrau

Kurz vor 22 Uhr meldet Anja Zornik das vorläufige Ergebnisse der Gemeinderatswahl von Ostrau. Dort werden Vertreter der Freien Wähler, der CDU und der Linkspartei im Rat sitzen. Mit 2599 Stimmen holen die Freien Wähler 54,3 Prozent der Stimmen. Damit hätten sie elf der 18 Sitze im Gemeinderat besetzen können, sie besetzen allerdings nur neun. Mehr Kandidaten waren nicht angetreten. Die zwei von den Freien Wählern nicht besetzten Sitze bleiben frei, der Ostrauer Gemeinderat hat demnach in der nächsten Legislaturperiode nur 16 statt 18 Mitglieder. Vier Sitze holt die CDU mit 20,7 Prozent der Stimmen. Die Linkspartei, mit 19,4 Prozent Stimmenanteil, bekommt drei Sitze.

Gemeinderatswahl Großweitzschen

Im Gemeinderat Großweitzschen sind die Freien Wähler mit 62,07 Prozent stärkste Kraft. Die CDU kommt auf 31,46 Prozent.

Die Linke sind mit 6,47 Prozent in Ostrau vertreten.

Gemeinderatswahl Zschaitz-Ottewig

Bei einer Wahlbeteiligung von 64,8 Prozent in der Gemeinde Zschaitz-Ottewig wählten 1640 Wahlberechtigte und damit 99,7 Prozent die Kandidaten der Freien Wähler. Alle elf Bewerber ziehen in das Gemeindeparlament ein. Besonderheit: Zwei Stimmen wurden für die Einzelkandidatin Dagmar Klötzsch eingereicht. Der Wahlvorstand wird nun zunächst die Wählbarkeit der Kandidatin prüfen.

Bei allen veröffentlichten Wahlergebnissen handelt es sich um vorläufige Ergebnisse. Die Ergebnisse der Kreistagswahl lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

Von DAZ

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