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Döbeln Döbeln-Ost: Autobahnanschluss bald wieder befahrbar
Region Döbeln Döbeln-Ost: Autobahnanschluss bald wieder befahrbar
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17:23 20.06.2019
In den zurückliegenden Tagen liefen die Arbeiten am Autobahnanschluss Döbeln-Ost auf Hochtouren. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Gute Nachrichten zum Autobahnanschluss Döbeln-Ost. Die Tage sind gezählt, an denen die A14-Abfahrt aus Richtung Leipzig und die Auffahrt in Richtung Dresden voll gesperrt ist. Bald kann der Anschluss wieder genutzt werden, wenn auch vorerst nur eingeschränkt.

Weiterhin Ampelreglung

„Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Der erste Bauabschnitt, also die Nordseite der Anschlussstelle, wird zum 29. Juni fertiggestellt. Vorbehaltlich der Witterung, da am Ende noch die Markierung aufgebracht werden muss“, sagt Isabel Siebert, Pressesprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv).

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Zurzeit rollt der Verkehr auf der alten B 175 an der gesperrten Anschlussstelle vorbei und wird per Ampel geregelt. Nach Abschluss der ersten Bauphase – also Ende dieses Monats – soll der Verkehr auf die neue Fahrbahn umgelegt und die Anschlussstelle freigegeben werden. Allerdings ist laut Siebert zunächst weiterhin eine Ampelregelung erforderlich, da die gesamte Fahrbahnbreite im Bereich der Bundesstraße noch nicht zur Verfügung steht. Die soll im Zuge der zweiten Bauphase an der Südseite komplettiert werden, und zwar in dieser Form: vollständiger Rückbau der alten B 175 und anschließende kompletter Neubau. Als Zeitraum dafür sind die Monate Juli und August vorgesehen.

Asphaltarbeiten vorgezogen

Um Pfingsten herum hatte es den Anschein, die Bauarbeiten am A14-Anschluss gehen nicht so richtig voran. Zumindest waren dort über eine Woche lang weder Technik noch Straßenbauer zu sehen. Das hatte aber eine positive Ursache: „Der Einbau der Asphalttragschicht war vorgezogen worden, da es kurzfristig Kapazitäten der Asphaltkolonne gab. Der reguläre Beginn für den Einbau des Asphalts war ohnehin erst für vergangene Woche geplant. Die Pause entstand, da der Auftragnehmer mit dem Erdbau sowie mit dem Einbau der ungebundenen Tragschichten schneller als geplant vorankam“, heißt es aus dem Straßenbauamt. Die Zeit für den ersten Bauabschnitt sei schon immer mit drei Monaten veranschlagt gewesen.

Ausspülungen am Damm

Fleißig bituminieren die Straßenbauer inzwischen auch die neue Trasse der Gake, also den Abschnitt der Bundesstraße 175 zwischen dem Gewerbegebiet und dem Autobahnanschluss.

Bei den heftigen Niederschlägen der jüngsten Unwetter hatte es in mehreren Bereichen des hoch aufgeschütteten Straßen-Dammes Ausspülungen gegeben. Doch Isabel Siebert beruhigt: „Es sind keine Schäden mit Auswirkung auf die Standsicherheit des Dammes entstanden. Die Ausspülungen wurden wieder zugezogen und seit Montag werden die Böschungen mit Erosionsschutzmatten gesichert.“

Die jüngsten Unwetter hatten auch am Damm der neuen Gake-Trasse Spuren hinterlassen. Begrünung und Schotter sollen die Erosion künftig mindern. Quelle: Sven Bartsch

Da an Böschungen neu gebauter Straßen immer wieder solche Ausspülungen oder das Abrutschen ganzer Hangbereiche zu beobachten ist – wie zum Beispiel an der Ortsumgehung Masten oder an der A17 – stellt sich die Frage nach Alternativen. Diese sind offenbar dünn gesät. „Die Böschungen wurden und werden nach Plan, also Regelbauweise, ausgeführt“, so das Lasuv. Bereits Anfang Juni sei eine Anspritzbegrünung erfolgt, durch die sich der Erosionsschutz verbessern soll. Außerdem habe es nach den Unwettern einen Vororttermin gegeben. Dabei wurde laut Siebert festgelegt, bestimmte Bereiche der Böschung mit Schotter auszubilden, was die Erosion minimieren soll.

Von Olaf Büchel