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Döbeln Döbeln braucht Bahnverbindung nach Dresden
Region Döbeln Döbeln braucht Bahnverbindung nach Dresden
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07:15 16.10.2018
Ein Bild aus besseren Tagen: Die Strecke von Döbeln über Meißen nach Dresden soll wiederbelebt werden. Quelle: Archiv
Döbeln

Döbeln braucht den direkten Bahnanschluss nach Dresden ohne wenn und aber“, so Liebhauser, der damit auch auf den Brief der SPD-Ortsvereine von Döbeln, Roßwein und Sachsenkreuz zu dem Thema reagiert. Bei dem Thema ist uns jede Unterstützung wichtig. „Der SPD-Landtagsabgeordnete Henning Homann und ich arbeiten hier eng zusammen“, betont er. Die CDU in Mittelsachsen sei sich seit Jahren darin einig, dass der fälschlicherweise stillgelegte Bahnanschluss dringend wieder her muss. „Vor vier Jahren auf dem Kreisparteitag haben wir die entsprechenden Beschlüsse gefällt“, so der 37-jährige Döbelner CDU-Politiker.

Ex-Landrat als erster Kämpfer an der Schienenfront

Döbelns früherer Landrat Manfred Graetz (CDU) ist dabei seit vielen Jahren der erste Kämpfer der Christdemokraten im Kreis an der Bahnfront. Graetz wird richtig sauer, wenn er daran denkt: „Erst wurde die Strecke Döbeln-Meißen so lange zusammengestrichen und gekürzt, bis die Fahrgastzahlen entsprechend schlecht waren. Dann bestellte der Verkehrsverbund Oberelbe in Dresden auf dem Streckenteil zwischen Nossen und Meißen den Zugbetrieb mangels Auslastung ab. Dem für die Schienen bei uns zuständige Verkehrsverbund Mittelsachsen blieb gar nichts anderes übrig, als auch zuzustimmen und den Rest der Strecke bis Döbeln still zu legen“, ärgert sich Graetz noch heute. Der ehemalige Döbelner Landrat und Vizelandrat von Mittelsachsen nimmt das nicht hin: Bei jeder Regionalkonferenz platziert er das Thema Bahnanbindung Döbeln-Dresden erneut und lässt nicht locker. Ganze Aktenordner füllen seine Briefe, die er selbst oder gemeinsam mit CDU-Parteifreunden wie Dr. Rudolf Lehle, Sven Liebhauser oder Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer aufsetzte. Im März dieses Jahres gingen wieder Schreiben von ihm, aber parallel auch von der Stadt Döbeln zu diesem Thema an den Ministerpräsidenten.

Der ehemalige Landrat Manfred Graetz ist auch mit 71 Jahren noch in vielen politischen Ämtern ehrenamtlich aktiv. Er ist Vorsitzender der Fördergesellschaft Döbeln und Umland, Beisitzer im CDU-Kreisvorstand Mittelsachsen und Ehrenvorsitzender des Tourismusverbandes Sächsisches Burgen- und Heideland. In dieser Funktionen mahnt er den Bahnanschluss in die Landeshauptstadt als dringend für die touristische Weiterentwicklung der Region an.

„Gründung der Verkehrsverbünde war ein Fehler“

Graetz macht dabei keinen Hehl daraus, dass er die Gründung der fünf sächsischen Verkehrsverbünde für einen schweren Fehler hält. „Bis 1995 gab es die Landesverkehrsgesellschaft. Danach wollte man den Kreisen mehr Mitsprache bei der Verkehrspolitik geben. Das war gut gemeint, ging aber nach hinten los. Denn es wurden zu sehr kommunale, örtliche Interessen geritten. An den Grenzen der Verkehrsverbünde gab es Überlappungsprobleme. Die bekamen wir zu spüren als wir im Zuge der Kreisgebietsreform aus dem Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig in den Verkehrsverbund Mittelsachsen wechselten. So kam es auch zur unsäglichen Abbestellung der Strecke Döbeln-Meißen-Dresden“, sagte Graetz.

Die Region Döbeln sei ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort zwischen den drei sächsischen Großstädten. „Wir sind hier eine gute Alternative zu Mietpreissteigerungen und all den Problemen in den rasant wachsenden Großstädten Dresden und Leipzig. Bei uns gibt es sanierte Schulen und ausreichend Kinderbetreuungsplätze, Sportangebote und Kultur, Krankenhäuser auf neuestem Stand. Wir sehen uns als einen attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort“, so Graetz weiter. Dass es aber derzeit kein akzeptables Zugangebot von Döbeln nach Dresden gebe, sei ein Skandal. Er sehe in der gesamten Bahnstrecke von Leipzig über Grimma, Döbeln, Roßwein und Meißen nach Dresden eine große Bedeutung. Denn auch für Städte wie Grimma sei eine direkte Verbindung in die Landeshauptstadt eine wichtige Entwicklungsachse. Manfred Graetz hat gerade wieder einen Brief an Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) und an den Vorsitzenden des Verkehrsverbundes Oberelbe, seinen einstigen Landrats-Kollegen aus Bautzen, geschrieben und er hofft, dass endlich ein Umdenken möglich wird.

Liebhauser setzt auf Strategien von Limbach

Der Döbelner CDU-Landtagsabgeordnete Sven Liebhauser setzt zudem auf die Strategie der Staatsregierung, welche im August in Limbach-Oberfrohna vorgestellt wurden. Sie sind ein klares Bekenntnis zur Aufwertung des ländlichen. „Dazu gehört für mich ein entsprechender schienengebundener Personenverkehr in die Landeshauptstadt. Bei der Auslastung der Autobahnen A14 und A4 ist eine Busverbindung keine wirkliche Alternative, auch wenn es sicher schön ist, wenn ein paar Busse mehr über die Meißner Dörfer fahren. Uns in der Döbelner Region nützt das nichts.“

Von Thomas Sparrer

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