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Döbeln Döbelner Retter zeigen Flagge bei der Parade zum St. Patricks-Day in New York
Region Döbeln Döbelner Retter zeigen Flagge bei der Parade zum St. Patricks-Day in New York
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18:40 17.03.2019
Die vier Döbelner zeigten für ihre Heimatstadt Flagge bei der großen Parade zum St. Patricks-Day auf der 5th Avenue in New York. Quelle: Johannes Ullrich/Heiko Hentschel
Döbeln/New York

Mit einer Vielzahl ganz besonderer Erlebnisse im Gepäck steigen am Montagabend Silke Lormis (38), Heiko Hentzschel (35) und Johannes Ullrich (28) von der Freiwilligen Feuerwehr Döbeln sowie Yasmin Führer (22) vom Döbelner THW wieder in den Flieger. Vier Tage verbrachten die ehrenamtlichen Retter auf Einladung amerikanischer Feuerwehrleute in der Stadt die niemals schläft.

Höhepunkt des viertägigen Trips über den großen Teich war am Sonnabend die Teilnahme im großen internationalen Feuerwehrblock der St.Patrick’s Day-Parade in New York. Diese gilt als größte Parade der Welt zu Ehren des irischen Schutzheiligen St. Patrick.

„Das tollste Erlebnis war die Parade. Da sind wir uns einig. Dieses jubeln der Leute, diese Begeisterung war atemberaubend. Die Leute feiern die Feuerwehrmänner und -frauen als Helden“, sagen Heiko Hentzschel und Johannes Ullrich. „Die Menschen haben uns zugejubelt, teilweise deutsche Wörter gerufen. Die Amerikaner lieben ihre Feuerwehrmänner. Es fielen Sätze wie: „We love you. Thank you for Rescue“, ergänzt Johannes Ullrich. Auf der Fifth Avenue waren die vier Döbelner am Samstag stolz mit der Döbelner Stadtfahne unterwegs. Am Freitag nach ihrer Ankunft sahen sich die Döbelner in New York um. Zum Besuchsprogramm der Döbelner Retter gehörte aber auch eine Schweigeminute und das Niederlegen von Blumen am Ground Zero. Da wo einst die Zwillingstürme des World Trade Centers standen, gedachten die Döbelner den Opfern des 11. September 2001 und besonders den 343 ums Leben gekommenen Feuerwehrleuten. „Das war sehr ergreifend“, fand Yasmin Führer, die in ihrer hellblauen Gala-Uniform des THW den Ortsverband Döbeln in New York vertrat.

Quartett aus der Stiefelstadt läuft mit 46-köpfiger Gruppe aus Sachsen im internationalen Feuerwehrblock mit

„Am Sonnabend haben wir in der New Yorker Feuerwache Spanish Harlem an der 3rd Avenue gefrühstückt. Dort sind die Fahrzeuge Engine 53 und Ladder 43 stationiert“, erzählt Silke Lormis. Dabei hatten die Döbelner auch guten Kontakt mit amerikanischen Feuerwehrmännern und -frauen.

In den fünf New Yorker Stadtbezirken gibt es 218 Feuerwachen und 37 Rettungswachen. Dort versehen insgesamt 17 000 Beamte und Angestellte der New Yorker Berufsfeuerwehr ihren Dienst, davon 11 000 in der Feuerwehr und 4500 im Rettungsdienst. Auf so einer Wache befinden sich jeweils zwei bis Fahrzeuge und ca. 10 bis 15 Feuerwehrleute. Insgesamt verfügt die New Yorker Feuerwehr über etwa 430 aktive Fahrzeuge und ist die zweitgrößte städtische Feuerwehr der Welt.

Bevor es Montagabend nach Hause geht, steht noch die Aussicht vom One World Trade Center auf dem Programm der Vier.

Kommentar: Schöne Gesten unter Rettern

Sonst sind es Sturmschäden, Unfälle, Brände und Hilfseinsätze– welche die ehrenamtlichen Retter der Döbelner Feuerwehr in Atem hielten. Jetzt haben vier von Ihnen ganz großes bei der zweitgrößten städtischen Feuerwehr der Welt erlebt. Vier Tage New York, eine New Yorker Feuerwache von innen sehen und die Stadt, die niemals schläft erleben. Im unternationalen Block der Feuerwehren bei der Parade zum St. Patricks Day zeigten die Döbelner stolz die Farben ihrer Stadt.

Was an dem Ausflug der vier Döbelner Retter und der insgesamt 46 Feuerwehrfrauen und -männer aus Sachsen aber so bemerkenswert ist – er ist wiederum Dank für Hilfe. Denn die Sachsen sammelten bei den verheerenden Waldbränden im vergangenen Jahr in Kaliforniern 12 000 Euro, um Betroffene zu unterstützen. Dafür sagten nun die amerikanischen Kollegen mit der Einladung nach New York Danke.

Flug und Unterkunft mussten die Teilnehmer zwar selbst finanzieren, doch in New York genossen sie die Gastfreundschaft der Kameraden, in deren Feuerwachen.

Das Ganze ist nicht nur eine schöne Geste, sondern sorgt sicher auch im normalen Alltag der Döbelner künftig für Aufwind und Begeisterung im Ehrenamt. Und hoffentlich lieben die Döbelner ihre Feuerwehr genauso, wie die New Yorker.

th.sparrer@lvz.de

Von Thomas Sparrer

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