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Döbeln Döbelner Theaterfreunde stärken Intendant den Rücken
Region Döbeln Döbelner Theaterfreunde stärken Intendant den Rücken
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07:03 29.05.2019
Intendant Ralf-Peter Schulze Quelle: Rene Jungnickel
Döbeln/Freiberg

Der Förderverein „Freunde des Döbelner Theaters“ hat sich mit einem offenen Brief hinter die künstlerische Leitung des Mittelsächsischen Theaters Döbeln-Freiberg gestellt.

Vor der Wahl am vergangenen Wochenende war in Freiberg eine Debatte um die Freiheit der Kunst zwischen Theaterintendant Ralf-Peter Schulze und Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger entbrannt. Vorausgegangen war der Wirbel um eine Veranstaltung des Theaters in der Reihe „Dialog – Wir haben die Wahl - Was ist zu tun?“ Ende März. Geladen war die Publizistin Liane Bednarz mit ihrem Buch „Angstprediger“, das sich mit rechten Christen beschäftigt, die Einfluss auf Gesellschaft und Kirche nehmen wollen. Vorgeblich wegen zu erwartender Störer verlegte die Gesellschafterversammlung die Veranstaltung kurzfristig vom Theater in den Festsaal des Rathauses – gegen den Willen des Intendanten, aber mit Zustimmung des Geschäftsführers. Anfang Mai nahm der parteilose Oberbürgermeister Sven Krüger im Freiberger Stadtrat auf eine AfD-Anfrage Stellung. Dabei unterstellte er Intendant Ralf-Peter Schulze Wahlwerbung betrieben zu haben. In einer öffentlichen Stellungnahme verwahrte sich die gesamte künstlerische Leitung des Hauses daraufhin gegen politische Eingriffe ins Programm und wies die Vorwürfe, mit einer Diskussionsrunde, Wahlwerbung betrieben zu haben, zurück.

Theaterfreunde stellen sich hinter künstlerische Leitung

Die Döbelner Theaterfreunde stellen sich nun hinter den Intendanten. „Für uns als Förderverein ,Freunde des Döbelner Theaters e.V. steht fest, dass die künstlerische Leitung eines Theaters eine freie Entscheidung hat, in welcher Form sie Kunst im Theater gestaltet. Wir kennen die künstlerische Leitung unseres Mittelsächsischen Theaters als sehr verantwortungsbewusst im offenen und kritischen Umgang mit politischen Themen. Und dies nicht nur bei Aufführungen im Rahmen des Spielplans, sondern auch als Plattform für politische Bildung“, heißt es in dem offenen Brief. Kunst funktioniere stets in einem politisch-gesellschaftlichen Kontext, den es bei der künstlerischen Arbeit zu berücksichtigen gilt. Es sei auch eine Aufgabe von Kunst in jeglicher Form politisch und polarisierend zu sein und ist damit auch als Kunststätte eine Plattform für humanistische Meinungsbildung.

„Das Eingreifen und die Vorwürfe des Freiberger Oberbürgermeisters sind für uns haltlos und nicht akzeptabel. Wir als Förderverein stehen hinter der künstlerischen Leitung unseres Mittelsächsischen Theaters!“, heißt es in dem Brief.

Von Thomas Sparrer

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