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Döbeln Döbelner soll Ex-Freundin geschlagen haben
Region Döbeln Döbelner soll Ex-Freundin geschlagen haben
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17:33 19.07.2018
Ein Döbelner soll seine Ex-Freundin verprügelt haben.
Ein Döbelner soll seine Ex-Freundin verprügelt haben. Quelle: epd
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Döbeln

Das ist ihm zuviel Holz. 1200 Euro Geldstrafe (120 Tagessätze zu zehn Euro) für drei Körperverletzungen soll der Mittdreißiger laut Strafbefehl zahlen. Damit hatte das Amtsgericht Döbeln auf Antrag der Staatsanwaltschaft drei Übergriffe abgeurteilt, die der junge Mann begangen haben soll: Ende November 2017 soll er sie mit der flachen Hand geschlagen und gegen den Tisch gestoßen haben. Anfang Dezember habe er ihr den frisch tätowierten Unterarm verdreht und sie einen Tag später sie an den Füßen von der Couch gezogen, die Frau auch getreten.

Model-Heli fliegt in die Badewanne

„Ich wollte das richtig stellen. Hier ist fast alles gelogen“, sagte der Döbelner zu seinem Einspruch, mit dem er den Strafbefehl anfechtet. Wortreich schilderte er, wie ihn seine Ex geschädigt habe und schädigen wolle. Crystal schien in der Beziehung auch eine Rolle zu spielen. Zum dritten Vorwurf sagte er, dass es Streit gab und sie seinen einen funkerngesteuerten Modellhubschrauber in die Badewanne geschmissen habe. Von der Couch will er sie gezerrt haben, als sie sich an seinen Bein festgeklammert habe.

Zeugin wohnt jetzt in der Schweiz

Richterin Fahlberg erläuterte dem Angeklagten, dass es sinnvoll sein kann, den Strafbefehl anzuerkennen. Da er jetzt arbeiten geht und Geld verdient, wird bei einem Schuldspruch der Tagessatz höher angesetzt. Selbst wenn ihn das Gericht in den beiden ersten Punkten freispricht, kann so mehr zusammenkommen. Aber davon ließ sich der Mann nicht leiten. Er will es wissen. So muss seine Ex jetzt aus der Schweiz zur Zeugenaussage nach Döbeln kommen.

Von Dirk Wurzel