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Döbeln Döbelns Feuerwehr stellt sich neu auf
Region Döbeln Döbelns Feuerwehr stellt sich neu auf
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00:50 28.04.2018
Dieser Kellerbrand am 1. März war einer der dramatischsten Einsätze der Döbelner Wehr 2017. Die Kameraden fanden eine Hausbewohnerin leblos im Treppenhaus. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Ohne Handy geht es auch bei der Döbelner Feuerwehr nicht mehr. Parallel zum Alarm per Funkempfänger sollen die 173 Aktiven Feuerwehrleute der Döbelner Gemeindewehr mit ihren acht Ortswehren ab März die Einsatzmeldungen auch per App auf ihr Handy erhalten. Die entsprechende Technik hat Wehrleiter Thomas Harnisch am Montag bestellt. Im Februar soll sie geliefert werden. Die Kosten dafür trägt der Feuerwehrverein. Die Feuerwehrleute bekommen ihre Einsatzinformationen dann zusätzlich aufs Handy und können sich per App kurz zurückmelden, ob sie unterwegs zum Gerätehaus sind oder ob sie für den laufenden Einsatz verhindert sind. Die Rückmeldungen der Kameraden landen Dank spezieller Technik und Software auf einem Monitor im Gerätehaus. „Hier können Einsatzleiter, Gruppenführer und Maschinisten dann auf einem Monitor sehen, welche Kameraden unterwegs zum Gerätehaus sind. Somit weiß man schon frühzeitig, wie und welche Fahrzeuge besetzt sein werden“, schildert Wehrleiter Thomas Harnisch. Die vom Feuerwehrverein finanzierte Technik und Monitore für die Gerätehäuser Döbeln, Ebersbach und Limmritz sind aber nur ein kleiner Teil der Investitionen in die Döbelner Gemeindewehr. Die Stadt Döbeln als Träger der Gemeindewehr stellt für die Kameraden und die Technik auch entsprechende Mittel im Haushalt ein. Zum Jahresende kamen gerade die letzten neuen Uniformen für die Feuerwehrleute in den Mochauer Ortsteilen. Hier werden auch 2018 einige Investitionen in die Feuerwehren getätigt. So soll am Vereinshaus in Beicha eine Fahrzeughalle samt Sanitärräumen und Umkleiden errichtet werden. Denn die Bedingungen im Beichaer Gerätehaus sind alles andere als tragbar. In Beicha soll zudem langfristig das aktuelle Döbelner Tanklöschfahrzeug stationiert werden, um die oft angespannte Löschwassersituation im ländlichen Raum zu verbessern. Die Döbelner Wehr soll laut Haushaltplanung ein neues Tanklöschfahrzeug bekommen. Am Ebersbacher Gerätehaus sollen ebenfalls Sanitärräume und Umkleiden ergänzt werden.

Mit der laufenden Überarbeitung des Brandschutzbedarfsplanes für die um einige Ortsteile gewachsene Stadt Döbeln soll es im Mochauer Raum weitere Veränderungen geben. Angedacht ist ein zentrales Gerätehaus für Mochau, Lüttewitz und Choren am Bauhofstandort in Lüttewitz.

Um die Zahl der ehrenamtlichen Feuerwehrleute muss sich Döbelns Gemeindewehrleiter Thomas Harnisch gerade keine Sorgen machen. In Döbeln, Limmritz sowie in Mochau und Beicha gab es Zuwachs. Insgesamt stehen in der Gemeindewehr 169 Männer und vier Frauen unterm Feuerwehrhelm bereit. Davon 64 in Döbeln, 23 in Limmritz, 20 in Beicha, 18 in Ebersbach, 16 in Choren, 13 in Mochau sowie je neun Kameraden in Lüttewitz und Töpeln. In der Döbelner Jugendfeuerwehr sind aktuell 50 Kinder und Jugendliche in drei Gruppen in Limmritz, Döbeln und Lüttewitz/Theeschütz am Start.

Insgesamt 153-mal musste die Döbelner Wehr im vergangenen Jahr ausrücken. 38-mal waren es Brände in Wohnungen, Autos oder auch Müllcontainern. 82-mal ging es um technische Hilfeleistungen, darunter zehn Türnotöffnungen, um an hilfsbedürftige Personen heranzukommen. 65-mal gab es Fehlalarmierungen (etwa durch Brandmeldeanlagen). Insgesamt waren die Kameraden aller acht Ortswehren der Döbelner Gemeindefeuerwehr 2017 zusammen genau 2882 Stunden im Einsatz. Bei ihren Ausbildungsdiensten kamen 7771 Stunden zusammen. Fast 1700 Stunden bildeten sich Kameraden als Truppführer, Sprechfunker, als Atemschutzgeräteträger oder an der Landesfeuerwehrschule für Spezialisierungen und Führungsaufgaben weiter.

Von Thomas Sparrer

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