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Döbeln Ein Bett im Kamelienhaus: Saison mit zahlreichen Besuchern eröffnet
Region Döbeln Ein Bett im Kamelienhaus: Saison mit zahlreichen Besuchern eröffnet
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00:18 25.01.2017
Zahlreiche Gäste schauten sich am vergangenen Wochenende – und zur offiziellen Eröffnung – im Kamelienhaus um. Dort entdeckten sie neben den Blüten auch ein altes Bettgestell. Quelle: Jörg Schreiber
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Roßwein

Etwas ganz besonderes ließen sich Martine Thiele und ihre Mitstreiter vom Roßweiner Heimatverein einfallen. Die diesjährige Kameliensaison, die am vergangenen Sonnabend im Wolfstal eröffnet wurde, steht ganz im Zeichen der Träumerei. Und passend zum Thema steht da mitten im Beet ein altes Bettgestell. Daneben ein Nachttischchen, auf dem ein stilechter Kamelien-Wecker und ein Glas mit Gebiss stand. Mit alten Barbiepuppen haben die Heimatfreunde fliegende Engel nachgestellt. Die schweben jetzt im Kamelienhaus herum.

Zur Eröffnung am Sonnabendmittag war das Kamelienhaus rappelvoll. Etwa 20 Männer und Frauen wohnten dem kleinen Empfang bei – mit Sekt und Häppchen. Nur wenige Stunden später sind die Heimatfreunde auf Glühwein umgestiegen, verrät Martina Thiele schmunzelnd. Auch sie führt ihre Gäste durch das Haus, zeigt die schönsten Blüten und auch die vier duftenden Exemplare. „Wir hatten uns anfangs Sorgen gemacht, weil der viele Schnee auf dem Dach des Kamelienhauses liegen blieb. Dadurch fiel nicht genügend Licht auf die Pflanzen“, erzählt Thiele. Die Sorgen waren unbegründet. Der Schnee schmolz mit der Zeit, das Licht bahnte sich seinen Weg. Und im Kamelienhaus blüht es munter vor sich hin. Ab sofort – und bis Ende März – ist das Kamelienehaus an jedem Wochenende geöffnet. Sechs Heimatfreunde decken die Öffnungszeiten ab. „Wenn eine Gruppe mal in der Woche vorbeikommen will, geht das mit einer Voranmeldung“, sagt Martina Thiele. So gut sie können, decken sie die Kameliensaison ab. Noch geht es, weiß Thiele. 16 Mitglieder zählt der Heimatverein derzeit. Weil auch dort der Altersdurchschnitt immer weiter steigt, könnte es künftig schwieriger werden.

Von Stephanie Helm