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Döbeln Ein Osterbrunnen kommt selten allein
Region Döbeln Ein Osterbrunnen kommt selten allein
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08:09 13.03.2019
Zum ersten Mal war der Brunnen in der Mühlstraße über Ostern festlich geschmückt. Jetzt ist der Schmuck bis zum nächsten Jahr eingemottet worden. Quelle: Manuela Engelmann
Rosswein

Monika Weigel hat eine Vision. Die Roßweiner Bauhof-Chefin hat bereits im vergangenen Jahr den Brunnen in der Mühlstraße zu Ostern in einen Blickfang verwandelt und eine neue Tradition für Roßwein ins Leben gerufen. In diesem Jahr soll ein weiterer Brunnen spätestens zu Ostern am 19. April ebenso schön geschmückt werden.

Verschönerungsaktion käme zu spät

Eigentlich hatte Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) den Brunnen am Fuße des Etzdorfer Berges – an der ehemaligen Gärtnerei Kluffke – samt umgebendem Gelände erst im Rahmen der nächsten Verschönerungsaktion aufhübschen wollen. Doch erstens wäre er dann zu Ostern nicht fertig gewesen und zweitens brauchte es laut Monika Weigel einen etwas umfangreicheren und professionelleren Einsatz, um das Gelände wieder vernünftig instandzusetzen.

Die Bauhof-Mitarbeiter haben jetzt bereits die Stützmauer auf dem Gelände neu gesetzt und aktuell wird der Brunnen von gelernten Maurern so verfugt, dass die Bruchsteine wieder richtig fest sind. Innen rein in den Brunnen soll wieder ein Behälter mit Wasser kommen, so dass der vor Jahren außer Betrieb genommene Sprudelstein aktiviert werden und für Freude sorgen kann. Die Bepflanzung des Brunnens war beim Verschönerungseinsatz im vergangenen Jahr entfernt worden und es soll auch keine neue mehr geben, weil sie das Mauerwerk angegriffen hatte. Wie der Brunnen letztlich gestaltet wird, davon sollen sich die Roßweiner überraschen lassen. An Ostern bekommt er auf jeden Fall ein Gestell, um das wie in der Mühlstraße Ranken gewunden werden. Abschließend werden diese mit bunten Eiern geschmückt.

Eier bemalen und Ranken binden

Im vergangenen Jahr hatten Roßweiner Kindereinrichtungen die Ostereier für den Osterbrunnen in der Mühlstraße bemalt. Diesmal soll das österliche Schmuckwerk in Bürger- und Jugendhaus entstehen. 400 Plastikeier hat Monika Weigel zu diesem Zweck bereits ausgegeben. 200, 300 bunte Eier will sie noch dazu kaufen.

Auch was das Rankebinden angeht, hat die Bauhof-Chefin sich schon Gedanken gemacht. Perspektivisch fände sie es gut, wenn es dazu vielleicht einen Kurs im Bürgerhaus geben würde, wo auch junge Leute diese Tradition lernen könnten. Das würde aus ihrer Sicht nicht nur für die Gestaltung der Osterbrunnen Sinn machen, sondern auch mit Blick auf das bevorstehende Schul- und Heimatfest. Denn zu diesem gibt es bereits die Tradition des Rankewindens aus Reisig und es wäre doch gut, wenn junge Roßweiner diese lernen und weitertragen würden. Sollte es in diesem Jahr noch niemanden geben, der das Binden der Ranke für die Brunnen übernehmen kann, würde es der Bauhof noch einmal in Zusammenarbeit mit der Stadtgärtnerei tun.

Von Manuela Engelmann-Bunk

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