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Döbeln Ein Spielplatz für die Ortsteile Pommlitz, Gärtitz und Am Roten Kreuz
Region Döbeln Ein Spielplatz für die Ortsteile Pommlitz, Gärtitz und Am Roten Kreuz
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12:06 08.06.2019
Lea (mittlerweile fast zwei Jahre alt) und Bobtailrüde Milo vor einem Jahr mit den Kinderzeichnungen aus der Nachbarschaft zum Thema Spielplatz. Quelle: Dirk Wurzel
Döbeln

Ein Jahr ist es her, als Luise Hildebrand und Ina Hentzschel aus dem Wohngebiet Am Roten Kreuz ihre Spielplatzinitiative starteten. In den Wohngebieten und Eigenheimsiedlungen von Pommlitz, Gärtitz und Am Roten Kreuz verteilten die jungen Mütter Handzettel. Die Kinder der drei Stadtteile malten darauf Bilder, wie ihr Spielplatz aussehen könnte. „Ich habe die Bilder bei mir im Büro und ich finde, es ist eine schöne Aktion“, sagt Michael Thürer vom zuständigen Sachgebiet im Rathaus. Er weiß aber auch, dass es gar nicht so einfach ist, in den drei Stadtteilen eine geeignete, am besten stadteigene Fläche für einen Spiel- oder Bolzplatz zu finden.

Jetzt haben sich die Initiatoren der Spielplatzsuche, gemeinsam mit Stadträten den Stadträten Ingo Kutsch und Rico Kretschel, dem künftigen Oberbürgermeister Sven Liebhauser sowie Jürgen Aurich vom Liegenschaftsamt und Michael Thürer vom Sachgebiet Sport im Rathaus vor Ort getroffen. Auf dem alten Exer in Pommlitz begann die kleine Ortsteilrunde. Hier wo ganz früher mal die Armee exerzierte, war in den 90-er und 2000-er Jahren in einer von Bäumen gerahmten Lichtung ein Spielplatz. Im Hang gab es eine Rutsche, dazu ein Klettergerüst und als Highlight eine Drahtseilbahn, wie es sie gerade in Keuern gibt. Der Platz wurde später aufgegeben, zumal ihn die Stadt nur gepachtet hatte.

Heute, wo er direkt am wunderbar ausgebauten Radweg zwischen Pommlitz und Döbeln-Ost und auch in der Nähe der Kleingartenanlagen liegt, in denen sich sicher auch Kinder aufhalten, wäre der Standort gar nicht schlecht. Der Haken: Das Gelände gehört nicht der Stadt.

Unweit des Spielplatzes am Rübenbahnhof sahen sich die Beteiligten eine weitere Fläche am Radweg auf der ehemaligen Rübenbahn zwischen Pommlitz und Gärtitz an. Dort hat die Stadt eine Fläche in Besitz. Ein Spielplatz dort hätte den Vor- oder den Nachteil, dass er weit weg vom Schuss ist und ein Spielplatzbesuch eher Ziel einer gemeinsamen Familienradtour wäre.

Auch am Roten Kreuz an der Straße in Richtung Gärtitz gebe es am Ende der Siedlung eine stadteigene Fläche, die aber längerfristig auch mal Eigenheimbauland werden könnte.

Unterhalb der Erich-Kästner-Straße am Ende der dortigen Eigenheimsiedlung war in dem Bebauungsplan auch mal eine ebene Fläche für einen Spielplatz angedacht, die mittlerweile etwas zu gewachsen ist.

„Bei solchen Flächen sind aber immer auch unterschiedliche Interessen von Anwohnern ein Thema“, sagt dazu Michael Thürer. Er sieht den Anfang für das Thema Spielplatz/Bolzplatz gemacht und will den Ausschuss für Kultur, Sport und Städtepartnerschaften des neu gewählten Stadtrates gern in das Thema einbinden, um einen für alle günstigen Standort zu finden. „Wir haben nach der Initiative der beiden Muttis und den gemalten Reaktionen aus den drei Stadtteilen das Thema erkannt und analysiert. Es sind tatsächlich viele Familien mit Kindern in diese Gebiete gezogen. Der Bedarf ist also da. Jetzt geht es um das Wo und das Wie“, so Thürer. Geklärt werden muss aber auch, was für ein Spielplatz in diese eher Eigenheimsiedlungen am besten passt. Denn anders als in den großen Wohn- oder Neubaugebieten, haben viele Familien hier ja auch in ihren Hausgrundstücken schon Kleinkindspielgeräte und Schaukeln für ihre Steppkes. Michael Thürer und vom Sportamt und Jürgen Aurich vom Liegenschaftsamt sowie die beteiligten Stadträte sind dem Thema unter dem Arbeitstitel „Bewegung im freien Raum“ jedenfalls sehr aufgeschlossen. In ein Wohngebiet gehöre nun mal öffentlicher Bewegungsraum für Kinder. „Ideal wäre zudem, wenn man für alle drei Stadtteile eine gemeinsame gute Lösung finden könnte“, definiert Michael Thürer das Ziel.

Von Thomas Sparrer

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