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Döbeln Ein freundlicher Hinweis in Zschaitz: Raser mit einem Lächeln bremsen
Region Döbeln Ein freundlicher Hinweis in Zschaitz: Raser mit einem Lächeln bremsen
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16:01 10.04.2019
Zschaitz will drei Bushaltestellen mit Messtafeln wie hier an der Grundschule Neusornzig sicherer machen. Quelle: (Archiv) Sven Bartsch
Zschaitz-Ottewig

Bürgermeister Immo Barkawitz will Nägel mit Köpfen machen: Für die schon im Oktober des vergangenen Jahres erstmals im Gemeinderat diskutierten Geschwindigkeitsanzeigetafeln, die mit böse schauendem oder lächelndem Smiley Autofahrer zum Langsamfahren animieren sollen, gibt es jetzt drei mögliche Standorte.

„Wir haben an der Bushaltestelle an der S 32 in Glaucha polizeiliche Messungen durchführen lassen. Die haben ergeben, dass dort mit durchschnittlich 60 km/h durchgefahren wird. Dort stehen zwar Warnschilder, aber es ist dennoch eine Gefahrenquelle für die Kinder, weil sie in einem schlecht einsehbaren Bereich aussteigen“, erklärte Barkawitz den Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung.

Drei Tafeln für 5.500 Euro

Nach den jüngsten Unfällen in Möbertitz und Goselitz war das Thema mit den Warntafeln wieder aufgekommen. „Die Frage ist jetzt: Machen wir es und wie viele kaufen wir?“, gab Barkawitz in die Runde und noch einige eingesammelte Fakten dazu: 5.500 Euro würden drei Tafeln im Paket kosten. Die Herstellerfirma montiert diese auch – direkt an Laternenpfähle, von denen der Strom abgezapft wird. Vier Stunden täglich muss sich der eingebaute Akku aufladen, um den Rest des Tages leistungsfähig zu sein.

„Ich würde es machen. Wir sollten drei aufstellen und mal schauen, wie es ist. Wenn es gut funktioniert, kaufen wir noch drei dazu“, schlug Ronald Göllnitz vor. Die Überprüfung der Wirkung machen die Tafeln selbst möglich, denn sie zeigen zwar nur in eine Richtung Geschwindigkeit und Smileys an, messen aber die Durchfahrtsgeschwindigkeit in beide Richtungen. So kann genau verglichen werden, ob sich die Autofahrer in Tafelrichtung zum Bremsen bewegen lassen.

Nur dauerhafter Standort sinnvoll

Auch zum Umgang mit den Tafeln hat der Bürgermeister schon Erfahrungen aus anderen Kommunen eingeholt. „Ich habe mit vielen geredet, die das haben. So ein 14-tägiger Wechsel bringt nichts. Man soll sie lieber dauerhaft an einen Fleck stellen“, sagte er. Für den ersten Dreierpack schlug der Bürgermeister neben der Bushaltestelle in Glaucha auch die in Möbertitz und Goselitz vor.

Mit etwas Glück muss die Kommune auch nicht die vollen Kosten übernehmen. „Ich habe schon zwei Firmen angeschrieben, die uns unterstützen wollen. Es kann sein, dass am Ende eine Firma eine Tafel kauft“, stellte Barkawitz in Aussicht.

Von Sebastian Fink

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