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Döbeln Eine Doman-Therapie für Josefine aus Döbeln
Region Döbeln Eine Doman-Therapie für Josefine aus Döbeln
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09:36 04.12.2018
Niemals aufgeben: Um ihrer schwerbehinderten Tochter Josefine (r.), hier mit Schwester Isabell, die Chance auf bestmögliche Entwicklung und ein selbstbestimmteres Leben zu geben, haben Janine und Ingolf Stuber die vielversprechende, aber teure Doman-Therapie begonnen. Die wird von den Krankenkassen nicht unterstützt. Quelle: Bartsch
Döbeln

Josefine Stuber ist als Frühchen zur Welt gekommen. Sieben Tage nach ihrer Geburt erkrankt sie an einer schweren Meningitis.

Seit diesem Tag vor fast genau acht Jahren ist für die kleine Familie nichts mehr wie es war. Die Hirnhautentzündung hinterlässt weitreichende Spuren bei Josefine – in Form einer komplexen Mehrfachbehinderung. Josefine ist auf dem Entwicklungsstand eines Babys, kann nicht allein sitzen oder stehen, versteht zwar, ist aber nicht in der Lage, ihre Bedürfnisse zu äußern.

Epileptische Anfälle gehören zum Alltag der Tochter von Janine und Ingolf Stuber, die das Familienhaus in Döbeln komplett behindertengerecht gebaut haben – immer in der Hoffnung, dass ihre Erstgeborene irgendwann ganz viel allein machen kann.

Der große Wunsch der Familie: „Josefine soll ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können.“

So können Sie spenden

Sie möchten ein oder mehrere Projekte der LVZ-Aktion „Ein Licht im Advent“ unterstützen? Hier erfahren Sie, wie Sie spenden können.

Seit Mama Janine Stuber vor zwei Jahren von der zwar sehr zeitaufwändigen und intensiven Doman-Therapie erfährt, hat die Hoffnung der Familie wieder neue Nahrung bekommen, dass sich Josefines Zustand langfristig verbessern wird.

Therapie wurde 1960 entwickelt

Die in der 1960ern von den beiden Amerikanern Glenn Doman, einem Physiotherapeuten, und Carl H. Delacato, einem Pädagogen und Psychologen entwickelte Therapieform dient der Entwicklung und Organisierung des zentralen Nervensystems für hirnverletzte Kinder im Rahmen der Frühförderung.

Die erfolgversprechende Therapiemethode, die zuerst bei Kindern mit Authismus angewendet wurde, gibt externe Bewegungs- und Entwicklungsanreize, die Hören, Sehen, Tasten, Mobilität und Sprache der hirngeschädigten Kinder fördern.

Familie Stuber beschäftigt sich intensiv mit dieser Therapieform, probiert ein paar der Methoden aus und es stellen sich tatsächlich Veränderungen bei Josefine ein.

„Jeder noch so kleine Schritt ist für uns ein Erfolg“, sagt Ingolf Stuber, der genau wie seine Frau die Hoffnung hegt, Josefine durch diese Doman-Therapie entscheidend fördern zu können.

Krankenkassen bezahlen nicht

Die größte Hürde für die Umsetzung ist die Finanzierung der Therapie. Denn sie wird von den Krankenkassen nicht bezahlt.

Die amerikanische Doman-Delacato-Therapie ist in Deutschland nicht anerkannt, Studien gibt es nur in den USA.

In Deutschland gibt es keine, hier ist die Therapie dementsprechend auch nicht im Heilmittelkatalog zu finden.

Zwei-Tages-Kurs in Dänemark

Nach ersten Hochrechnungen kommen auf Josefines Familie über 200 000 Euro zu, wenn sie ihrer Tochter eine langfristige Therapie ermöglichen wollen.

Nicht nur die Integration in den Alltag und die Umsetzung der Therapie, für die die Stubers täglich die Unterstützung von mindestens drei Pflegekräften brauchen, verursachen diese hohen Kosten.

Erster Schritt war ein Eltern-Schulungs-Seminar in Dublin, bei dem die Familie zunächst einen allgemeinen Therapieplan für zu Hause erhielt und das 1500 Dollar kostete.

Im August folgte ein 6000 Dollar teurer Zwei-Tages-Kurs in Dänemark, bei dem Therapeuten und Ärzte Josefine untersuchten, und einen Therapieplan für zu Hause entwickelten.

Im Januar steht der nächste Zwei-Tages-Kurs in Dänemark an, bei dem Therapeuten aus den USA und Ärzte Josefine untersuchen und den Plan für zu Hause anpassen.

Das DAZ-Spendenprojekt „Licht im Adventwill dabei helfen, diesen Kurs zu finanzieren.

Keine kurzfristige Angelegenheit

Fest steht, dass die Doman-Therapie keine kurzfristige Angelegenheit ist. Die Erfolge brauchen Zeit.

„Wir haben in Dänemark einen 16-jährigen Jungen kennengelernt, der von seinem zweiten Lebensjahr an mit Doman therapiert wurde“, erzählt Janine Stuber.

Seine Erfolge machen ihr jeden Tag aufs Neue Mut und geben ihr die Hoffnung, dass auch Josefine weiterhin Fortschritte machen kann. „Sie ist gefangen in ihrem Körper“, sagt Janine Stuber, die weiß, dass viel mehr in ihrer achtjährigen Tochter steckt, als momentan sichtbar ist.

Dieses Mehr aus ihr herauszuholen und Josefine damit auf lange Sicht ein selbstbestimmteres Leben zu ermöglichen, daran setzen die Stubers alles.

Helfen Sie mit und unterstützen Sie Josefine mit einem Beitrag bei der DAZ-Spendenaktion „Ein Licht im Advent“.

So kommt Ihre Spende an

Tragen Sie bitte selbst auf dem Überweisungsschein ein: Empfänger: Diakonie Döbeln; Verwendungszweck/Spendenprojekt: „Hilfe für Josefine“; Sie tragen bitte Ihren Betrag ein und überweisen dies an Sparkasse Döbeln IBAN: DE 42 8605 5462 0391 016 024 BIC: SOLADES1DLN

Spendenbescheinigung: Bis 200,00 Euro gilt die vollständig ausgefüllte Quittung im Original zusammen mit dem Bareinzahlungsbeleg oder dem Kontoauszug Ihrer Bank als Spendenbescheinigung für das Finanzamt. Für Spenden ab 200,01 Euro übersenden wir Ihnen eine Spendenbestätigung. Achtung: Dazu bitte Ihren vollständigen Namen und Anschrift auf dem Überweisungsschein eintragen!

Spendernamen: Die Namen der Spender werden in der Zeitung veröffentlicht. Möchten Sie das nicht, dann tragen Sie auf dem Überweisungsschein „ANONYM“ ein. Im Nachhinein können Sie 24 Stunden nach der Überweisung der Namensveröffentlichung unter der E-Mail: doebeln.redaktion@lvz.de widersprechen. Bei Überweisungen mit kompletter Adresse gehen wir davon aus, dass Sie eine Spendenbescheinigung vom Partnerverein möchten.

Wie kommt meine Spende an? Die LVZ-Aktion „Ein Licht im Advent“ geht vom 17. 11. bis 16. 12. 2018. Ihre Spende wird direkt auf das Konto unseres Partnervereins für das Hilfsprojekt eingezahlt.

Überschuss an Spenden: Sollten mehr Spenden zusammenkommen, als für das konkrete Hilfsprojekt benötigt, so geht das übrige Geld ebenfalls an unseren Projekt-Partnerverein.

Von Manuela Engelmann-Bunk

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