Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Qualm über Mildenstein in Leisnig ruft sämtliche Wehren auf den Plan
Region Döbeln Qualm über Mildenstein in Leisnig ruft sämtliche Wehren auf den Plan
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:44 08.11.2019
Die Feuerwehr musste zur Burg Mildenstein ausrücken. Quelle: PR/Burg Mildenstein
Leisnig

Ein Szenerie wie ein Alptraum: Rauchwolken über der Burg Mildenstein. Anrufer alarmieren Freitagnachmittag die Rettungsleitstelle. Für die Kameraden um Stadtwehrleiter Bernd Starke ist die Burg ein kritisches Objekt. Die Zufahrt durch die Gassen der Altstadt ist eng. Das Feuerwehrfahrzeug mit der Drehleiter wird deshalb an der Taverne abgestellt, sonst wäre die Zufahrt zur Burg versperrt. Am Markt stehen die Kameraden der Brösener Wehr. Dort existiert eine große Löschwasserzisterne. Von dort kann eine Löschwasserstrecke aufgebaut werden. Die Brösener stehen dafür Gewehr bei Fuß. Vor Ort am Burglehn angekommen, erkunden die Kameraden zunächst die Lage.

Rauch über den Burgdächern

Einsatzleiter Marco Gentzsch geht zu Fuß auf den Burghof. Tatsächlich wird dort gefeuert – im Backofen im Burghof. Die Brandmeldeanlage in den Innenräumen der Burg schlägt nicht an, da das Feuer außerhalb brennt. Entfacht hat es offenbar ein Mitarbeiter des Burgmuseums

Stadtwehrleiter Bernd Starke ist nach Beendigung des Einsatzes noch spürbar aufgeregt. Dass es den Burgmitarbeitern nicht selbst in den Sinn kommt, in Bezug auf Feuer extremste Vorsicht walten zu lassen, ist für ihn nur schwer zu fassen.

Immerhin war das Burgmuseum schon einige Male Ziel der Feuerwehr, wenngleich es sich dabei um Fehlalarme handelte. Diese wurden von der Meldeanlage ausgelöst und setzen dann über die Rettungsleitstelle einen Alarmierungsautomatismus in Gang, der nicht mehr gestoppt werden kann.

Mehr Alarm geht nicht

Entsprechend angespannt ist die Lage, wenn von der Burg Alarm kommt: Es ist in Sachen Brandschutz ein äußerst kritisches Objekt. Nach Starkes Worten wurden im aktuellen Fall sämtliche Ortswehren von Leisnig aktiviert. „Alarmiert wurde Brand vier, die höchste überhaupt mögliche Alarmstufe.“

Kameraden aller Wehren rücken aus

In der Folge würden weitere Wehre nachalarmiert, wenn die Wehr vom Erstangriff dies auslöst. Dies wäre in dem Falle zunächst Hartha und Waldheim gewesen. Jedoch: Wohin hätten diese denn ihre Fahrzeuge stellen sollen, wenn schon für die Leisniger Feuerwehrfahrzeuge so wenig Platz ist?

Dazu musste es nicht kommen. Kurz nach 16 Uhr konnte der Einsatz abgebrochen werden. Nachdem die Lage geklärt und die Ursache des Feuers erkannt war, zogen die Feuerwehrleute von dem Einsatzort ab. Nun ist offen, wer den Feuerwehreinsatz bezahlt. Offensichtlich hat ein Angestellter der Burg das Feuer entfacht: Er versuchte, Papiermüll zu entsorgen. Und verursachte damit den Feuerwehreinsatz.

„Dafür existieren doch andere Möglichkeiten“, sagt Starke fassungslos, „das muss man doch nicht in dem Backofen entsorgen, der ist doch keine Müllverbrennungsanlage.“ Jedenfalls ist die Kommune Leisnig dazu berechtigt, die Kosten dafür dem Freistaat in Rechnung zu stellen.

Vorfall mit Konsequenzen

„Der Vorfall muss Konsequenzen haben. Auf jeden Fall wird die Feuerwehr über das städtische Ordnungsamt anregen, dass es ein Gespräch mit der Verwaltung der Burg gibt“, hat sich Stadtwehrleiter Starke vorgenommen. Die Burg Mildenstein gehört dem Freistaat Sachsen. Die Mitarbeiter unterstehen der Staatlichen Schlösser, Burgen- und Gärten GmbH Sachsen, einem Unternehmen des Freistaates.

Für die Leisniger Feuerwehrleute war es der zweite Brand innerhalb kurzer Zeit: Zuletzt waren sie zu einem Brand in einem Wohnhaus ausgerückt, in welchem eine Mutter mit Kind wohnt.

Von Steffi Robak

Der Döbelner Stadtrat beschließt einstimmig eine Projektliste und damit auch 60.000 Euro fürs neue Klo. Doch der Verwaltung reicht die Summe nicht für das stille Örtchen. Es wird nach einem passenden Förderprogramm gesucht.

08.11.2019

Einbrecher sind in Döbeln umgegangen. Sowohl in ein Auto als auch ein Büro an der Fichtestraße sind von den Langfingern als Ziel ausgewählt worden.

08.11.2019

Im April gewann Mario Pohl (40) aus Jeßnitz die TV-Abnehm-Show „The Biggest Loser“. 101,4 Kilogramm und damit 51 Prozent seines Körpergewichtes verlor der Jeßnitzer und stellte damit einen neuen Rekord auf. Wie ist es ihm im letzten halben Jahr ergangen?

09.11.2019