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Döbeln Erfolgsgeschichte geht weiter – in Sachsen gibt es wieder Regionalbudgets
Region Döbeln Erfolgsgeschichte geht weiter – in Sachsen gibt es wieder Regionalbudgets
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20:03 12.02.2020
Diese Schaukel am Kindergarten in Niederstriegis konnte über das Regionalbudget 2019 gefördert werden. Staatsminister Thomas Schmidt (hinten rechts) und Roßweins Bürgermeister Veit Lindner statteten den Kindern der Einrichtung am Mittwoch einen Besuch ab. Quelle: Olaf Büchel
Niederstriegis

Aufregung am Mittwoch in der Kindertagesstätte „Striegiszwerge“. Erst gaben die Knirpse ihr Zwergenlied zum Besten – jeder der fünf Gruppen hat ihre eigene Strophe. Dann ging’s zum Fototermin auf die neue Nestschaukel direkt vor der Einrichtung. Mit dabei der Chef des neuen Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung. Minister Thomas Schmidt (CDU) interessierte sich auch für die Schaukel.

Minister startet Aufruf

Das Aufstellen des Spielgerätes und das Herrichten eines Raumes für fünf Krippenkinder konnten im Vorjahr über das Förderprogramm des Freistaates „Regionalbudgets im ländlichen Raum“ verwirklicht werden. Schmidt startete nun in Niederstriegis den Aufruf für das Programm in diesem Jahr. Alle 30 sächsischen Leader-Regionen können ab sofort wieder Regionalbudgets beantragen und somit eigenverantwortlich und relativ unbürokratisch die ländliche Entwicklung vorantreiben.

Freiheiten eingeräumt

„Wir haben den Regionen bei der Leader-Förderung große Freiheiten eingeräumt: Sie bestimmen ihre Ziele und die daraus resultierenden Projekte selbst. Mit den Regionalbudgets gehen wir noch weiter, indem die Lokalen Aktionsgruppen die Zuwendungen eigenständig weitergeben und für deren Abrechnung verantwortlich sind“, sagte Staatsminister Schmidt. Er bezeichnet die Regionalbudgets als „Erfolgsgeschichte“.

Einfach und schnell

Sachsenweit sind 2019 somit fast 400 Kleinprojekte mit einer Summe von 2,6 Millionen Euro gefördert worden. Für den Klosterbezirk standen 150.000 Euro zur Verfügung. Das Geld floss unter anderem für die Aufwertung des Schlossparks in Choren, für Spielplätze in Mochau und Greifendorf, für verschiedene Dorfgemeinschaftshäuser oder die Naherholung. Und eben auch für die beiden Niederstriegiser Projekte. „Wir haben zusammen mit den Akteuren vor Ort gute Erfahrungen gesammelt. Viele von ihnen konnten bei ihren Projekten einfach unterstützt werden“, sagt Minister Thomas Schmidt. So sei es für eine Kindergartenschaukel nicht gerechtfertigt, einen riesigen Verwaltungsaufwand zu betreiben. Da die Lokalen Aktionsgruppen (LAG) von der Antragstellung bis zur Abrechnung alles selbst in der Hand haben, ließen sich die Vorhaben schnell realisieren.

Diesmal Vereine dran

„Im vorigen Jahr waren es im Klosterbezirk Altzella ausschließlich Kommunen, die Geld aus dem Regionalbudget erhalten haben. Deshalb sollen dieses Jahr die Vereine zum Zuge kommen“, erklärt Regionalmanagerin Steffi Möller. Sie plant in den ersten beiden Märzwochen entsprechende Informationsveranstaltungen für Vereine.

Pro Projekt bis zu 16.000 Euro

Abhängig von der Einwohnerzahl haben die LAG in Sachsen die Möglichkeit, bis zu 200.000 Euro für Kleinprojekte zu beantragen. Insgesamt stehen dieses Jahr 4,5 Millionen Euro und damit Fördermittel für alle Leader-Gebiete bereit. Die Auswahl der Projekte erfolgt nach einem regionalen Aufruf durch das Entscheidungsgremium der LAG. Die Zuwendung für ein Kleinprojekt beträgt maximal 16.000 Euro.

Von Olaf Büchel

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