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Döbeln Es weihnachtet in Roßwein – Riesenstollen angeschnitten
Region Döbeln Es weihnachtet in Roßwein – Riesenstollen angeschnitten
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12:11 30.11.2015
Schon am ersten Advent im Einsatz: Knecht Ruprecht in Roßwein.
Schon am ersten Advent im Einsatz: Knecht Ruprecht in Roßwein. Quelle: Uwe Reinwardt
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Roßwein

Obwohl Lindner vorher bemerkte: „Das ist mal etwas anderes als Kaugummi.“ Derart humorvoll und locker gestaltete sich die Stimmung auf dem Rathausvorplatz. Die Roßweiner ließen sich vom einsetzenden Schneeregen nicht die Laune verderben und setzten den Wetterunbilden je nach Geschmack Glühwein, Rostbratwurst, Zuckerwatte oder andere weihnachtliche Leckereien entgegen. Am Abend verzeichnete der 24. Roßweiner Weihnachtsmarkt noch einmal einen großen Zulauf und entwickelte sich zur Familien- und Freundesfeier mit Anekdötchen und Unmengen Spaß.

Übrigens: Für den Stollen, vor 14 Jahren mit einer Länge von zehn Metern gestartet, hatte Bäckermeister Jens Schmidt in diesem Jahr zwölf Kilogramm Teig, sechs Kilo Rosinen, zwei Kilo Zucker, drei Kilo Butter sowie eine ganze Menge Mandeln, Zitronat, Aromen wie Vanille, Zitrone und Bittermandel verbraucht. „Trotzdem ist er in diesem Jahr nur zwei Meter lang – entsprechend der schwindenden Einwohnerzahl“, flunkerte Schmidt. Dafür war das Weihnachtsgebäck aber mit einer roten Schleife ausgestattet. Diese und das Weiß des Puderzuckers sollten die Stadtfarben symbolisieren. Rathauschef Lindner wünschte sich für kommendes Jahr spontan einen Christstollen mit dem Stadtwappen.

In den vergangenen Jahren hatte der Verkauf dessen rund 2000 Euro eingebracht. Ebenfalls für die gute Sache unterwegs waren Mitstreiter der Grafe-Stiftung. Lose wurden verkauft und am Glücksrad in verschiedenen Ziehungen zur Auslosung gebracht. 80 Preise hatten Heidi Roßberger, Eva Barth und Claudia Bochnigk zu hübschen Geschenken verpackt. Die drei Damen aus der Stadtverwaltung, hatten sich in diesem Jahr erstmals in einem Büdchen eingerichtet, nach dem es in den vergangenen Jahren „nur“ ein Zelt gewesen war: „Wir sind guter Dinge und freuen uns, dass die Aktion jedes Jahr gut angenommen wird. Unser Dank gilt dem Bauhof und Kollegin Liane Patzelt.“

Unterdessen verteilten die zehnjährige Estelle und weitere Mädchen aus der Roßweiner Grundschule selbst gebackene Plätzchen: „Damit bessern wir die Klassenkassen Schule auf.“ Im Rathaus selbst verkaufte der Förderverein der Grundschule Kuchen und Kaffee. Die stellvertretende Vereinschefin Barbara Richter: „Wir finanzieren damit Lernmaterialien und Spielgeräte. Alle Jahre wieder verzeichnen wir beiden Tagen einen enormen Andrang.“ Im Foyer stand zeitgleich ein Weihnachtbaum mit Wunschzetteln: Philipp aus Döbeln dachte an ein Einhorn als Geschenk. Marlene schrieb: „Ich wünsche keine Kriege mehr auf der Welt.“