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Döbeln Fachkrankenhaus Bethanien will Ehrenamtstradition einführen
Region Döbeln Fachkrankenhaus Bethanien will Ehrenamtstradition einführen
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07:03 25.04.2019
In vielen sächsischen Kliniken gibt es sie bereits – die ehrenamtlichen „grünen“ Damen. Auch in Hochweitzschen sollen sie künftig Patienten zur Seite stehen. Quelle: (Archiv) Matthias Pöls
Hochweitzschen

Kaum hat das psychiatrische Fachkrankenhaus Bethanien in Hochweitzschen mit Holger Herrmann wieder einen festen Seelsorger, soll auch eine zweite Tradition in Krankenhäusern Einzug halten: „Wir suchen ehrenamtliche grüne Damen und Herren – so genannt wegen der grünen Kittel, die sie tragen. Sie sollen Patienten zur Seite stehen, sie begleiten“, sagt Michael Veihelmann, theologischer Geschäftsführer des Krankenhauses.

In den Chemnitzer Kliniken der Ediacon-Gruppe, zu der auch Hochweitzschen gehört, sei das schon seit mehr als zehn Jahren Tradition. „Das sind meist ältere Damen, die nach ihrer beruflichen Laufbahn eine neue Tätigkeit suchen“, sagt Veihelmann.

Jetzt stimmen personelle Voraussetzungen

Dass es in Hochweitzschen erst jetzt dazu kommt, sei den personellen Bedingungen geschuldet. „Bisher waren die Rahmenbedingungen nicht so da. Ich kann ja die grünen Helfer nicht alleine einfach so laufen lassen. Da unsere Pfarrerin Maria Beyer vorher als Seelsorgerin wenig Zeit hatte, konnte niemand sie so richtig anlernen“, erklärt Veihelmann.

Das ändert sich nun mit Holger Herrmann, der jede Woche an einem festen Tag aus Borna nach Hochweitzschen kommt und sich um die Ehrenamtler kümmern kann. Er hat auch schon konkrete Ideen, was deren Aufgaben sein könnten. „Sie sollen einfach für ein Gespräch da sein, einen Spaziergang mitmachen – ein schönes Gelände dafür ist ja da. Oder mal in die Cafeteria gehen, ein Spiel spielen oder Besorgungen machen“, zählt Herrmann auf.

Professionelle Einführung

Besonders in der Gerontopsychiatrie – also der psychiatrischen Heilkunde für das gehobene Alter – würde sich die Hilfe anbieten. Und die grünen Helfer würden von ihm auch richtig an ihre Aufgabe herangeführt, sagt der 58-Jährige. „Wir werden alle Interessenten zum Gespräch einladen. Dann geht es auch darum zu erkennen, wer passt dazu. Und wir erklären ihnen, wie sie auf Patienten zugehen und was sie erwartet. Sie werden dann in enger Kombination mit der Seelsorge eingesetzt.“

Die Pflegedirektorin Petra Hundrieser soll zudem die fachliche Einweisung vornehmen. Sie ist auch die Ansprechpartnerin für alle Interessenten, die sich per Telefon unter 03431/656150 oder per E-Mail an petra.hundrieser@ediacon.de wenden können.

Große Chance für Demenzkranke

Eine Sorge kann Michael Veihelmann allen Interessenten schon im Vorfeld nehmen: „Die grünen Damen und Herren unterliegen auch der Schweigepflicht“, sagt er. Damit können sie frei mit allen Patienten sprechen und demnach auch ein Vertrauensverhältnis aufbauen. „Die Verweildauer in einem psychiatrischen Krankenhaus ist auch viel höher als im Akut-Krankenhaus, mindestens sechs Wochen. Da kann man eine Beziehung aufbauen. Besonders für Demenzkranke ist das eine große Chance“, hofft Herrmann.

Wichtig für alle Bewerber: Wer sich für die Tätigkeit entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass es sich um ein regelmäßiges Ehrenamt handelt, das einmal pro Woche einen Besuch in Hochweitzschen verlangt. Fahrtkosten werden als Aufwandsentschädigung ausgeglichen.

Von Sebastian Fink

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