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Döbeln Erntezeit ist Feldbrandzeit, zuletzt bei Hartha und bei Ostrau
Region Döbeln Erntezeit ist Feldbrandzeit, zuletzt bei Hartha und bei Ostrau
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21:11 28.07.2019
Ein Feld brennt bei Hartha. Quelle: Oliver Krenkel
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Gersdorf/Ostrau/Hartha

Erntezeit ist Feldbrandzeit – und für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr eine Herausforderung. Denn: Bei der aktuellen sommerlichen Temperaturen breiten sich die Flammen in trockenem Getreide extrem schnell aus.

Am Sonnabend war von Hartha Kreuz aus ein Feuer zu beobachten, welches sich am Abend in der Nähe von Gersdorf an der S 36 ausbreitete. Nach Angaben der Polizei musste dort sogar für eine Stunden die Straße gesperrt werden, da durch die starke Rauchentwicklung die Sicht extrem eingeschränkt war.

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Am Sonnabend brannte ein Feld entlang der S 36 zwischen Hartha und Gersdorf.

Mähdrescherfahrer trennte das Feld vom Feuer

Auf einem Feld gegenüber der Milchviehanlage in Gersdorf war während der Ernte in Getreidefeld in Brand geraten. Der Mähdrescherfahrer hatte geistesgegenwärtig selber das Feuer einzudämmen versucht, indem er Schneisen um den Brandherd drosch. So konnte er das übrige Feld von dem Feuer abtrennen, bis dieses gelöscht war. Beim Löschen waren Feuerwehrleute aus Leisnig, Geringswalde, Gersdorf sowie Hartha im Einsatz. gegen 20.30 Uhr konnte die Straße für den Autoverkehr wieder freigegeben werden.

Brand durch technischen Defekt bei Pierburg

Am Sonnabend mussten sich die Harthaer Brandschützer noch in zwei Gruppen trennen, denn es gab noch einen weiteren Alarm: Wie aus dem Lagezentrum der Polizeidirektion Chemnitz mitgeteilt wird, war in der Sonnenstraße in einem Gebäude bei Pierburg wegen eines technischen Defektes ein Schwelbrand entstanden.

Qualm aus einem Produktionsraum

In einem Produktionsraum von Pierburg hatte es dadurch extreme Rauchentwicklung gegeben. Harthas Bürgermeister Ronald Kunze dazu: „Die hinzugerufenen Harthaer Feuerwehrleute konnten mit einem Gebläse, welches mit finanzieller Unterstützung des Unternehmens vor einigen Jahren gekauft und bei der Harthaer Feuerwehr in Dienst gestellt werden konnte, den Raum schnell rauchfrei bekommen.“ Ein Techniker des Unternehmens konnte zusammen mit den Feuerwehrleuten die Maschine ausfindig machen, an der es qualmte.

Bei Ostrau Löscheinsatz mit fünf Fahrzeugen

Bereits am Freitag hatte ein Feldbrand bei Ostrau die dortigen Feuerwehrkameraden in Atem gehalten. Unterstützt wurden sie von den Schrebitzer Feuerwehrleuten und den Brandschützern aus Großweitzschen. Nach Informationen von Wehrleiter Tom Kunath waren 13 Kameraden mit fünf Fahrzeugen im Einsatz. Wie Kunath weiter schildert, war beim Eintreffen der Feuerwehr auch schon ein Tank vor Ort, aus dem gelöscht werden konnte.

Von Steffi Robak