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Döbeln Feurige Debatte im Zschaitzer Gemeinderat
Region Döbeln Feurige Debatte im Zschaitzer Gemeinderat
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18:09 12.03.2019
Das Verbrennen von Gartenabfällen sorgt in Zschaitz-Ottewig immer wieder für Beschwerden wegen Rauchschwaden, die bei ordnungsgemäßem Verbrennen gar nicht entstehen dürften. Quelle: LVZ
Zschaitz

Zwei Mal pro Jahr kommt es im Zschaitzer Gemeinderat zur feurigen Debatte um das Erlauben von Gartenabfallverbrennungen in den Ortsteilen – im Frühjahr und im Herbst.

Hier scheiden sich die Geister: Die einen wollen ihre Gartenabfälle traditionell mit einem Feuerchen loswerden, die anderen sind von den oft entstehenden Rauchschwaden durch zu feuchtes Holz selbst betroffen oder werden als Ratsmitglieder von Anwohnern darauf angesprochen.

Feuer an allen Ostertagen abgewendet

Grundsätzlich behandelt die Kommune das Thema nicht restriktiver als anderswo im Altkreis, wo ebenfalls nur wenige Tage zur Verbrennung freigegeben werden. Der Vorschlag von Bürgermeister Immo Barkawitz (Freie Wähler) diesmal: Ostersonnabend, -sonntag und -montag soll das Abbrennen erlaubt sein – zumal Brauchtumsfeuer an diesen Feiertagen ohnehin angemeldet werden. Ausweichtermin wäre der 26. April gewesen.

Kerstin Konrad zeigte sich mit dieser Verteilung unzufrieden. „Das ganze Ostern wollen wir freigeben und vernebeln, aber als Ausweichtermin nur ein Freitag? Das passt nicht zusammen“, meinte sie, die grundsätzlich eher gegen die Feuer eingestellt ist. Lieber solle es jeweils nur einen Tag dafür geben.

Zwei Sonnabende freigegeben

Ronald Göllnitz meinte, man solle die Feuer am besten gar nicht mehr zulassen, um die Beschwerden aus der Bevölkerung über den Rauch zu vermeiden, so wie es beispielsweise in Hartha gehandhabt wird. Jörg Fritzsche verwies wiederholt auf die bestehenden Regeln beim Landkreis.

Ullrich Brückner und Berndt Lange dagegen wollten nicht auf die Verbrennungstermine verzichten. Der Kompromiss des Bürgermeisters: Nur am Ostersonnabend, 20. April, ist als Brenntag erlaubt. Ausweichtermin ist eine Woche später am 27. April, falls zu Ostern schlechtes Wetter herrscht. Brauchtumsfeuer werden antragsweise gesondert behandelt.

Alle Feuer anmelden

Im Vorjahr hatte es mit der von der Gemeinde erstmals geforderten Anmeldung für jegliche Art von Feuer – sei es Brauchtum oder Gartenabfallverbrennung – erste Erfolge gegen die zuvor häufig illegal abgebrannten Feuer gegeben. So will die Kommune auch dieses Mal vorgehen.

Jedes Feuer muss zuvor angemeldet und genehmigt werden. Es wird eine Gebühr von zehn Euro pro Feuer erhoben. Dabei ist das Verbrennen maximal zwei Stunden am Stück erlaubt.

Feuerschalen bleiben Zankapfel

Nach wie vor nicht angemeldet werden müssen Feuerschalen, was allerdings von einigen Anwohnern ausgenutzt wird, um ihre Gartenabfälle – gern auch noch grün oder feucht – darin zu verbrennen, worauf Kerstin Konrad hinwies.

Von Sebastian Fink

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