Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Flinke Füße für Lebenszeit – Spendenlauf in Leisnig
Region Döbeln Flinke Füße für Lebenszeit – Spendenlauf in Leisnig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:44 09.09.2019
Alt und Jung sind dabei beim Spendenlauf für das Hospiz Lebenszeit in Leisnig. Quelle: Gerhard Schlechte
Leisnig

Jeder Teilnehmer vom diesjährigen Leisniger Hospiz-Spendenlauf legte im Durchschnitt rund zehn Runden auf der Bahn vom Sportplatz an der Linde zurück. Am Sonnabend absolvierten zirka 340 Läufer etwa 3340 Runden. Die zwei Organisatorinnen des Laufes, Karin Finger und Jule Flohr, haben die genaue Abrechnung noch vor sich.

Der Verein Lebenszeit ging in diesem Jahr erstmals einen weiteren neuen Weg, um Spendengeld einzuwerben, lud Ende August zum musikalischen Nachmittag mit dem Titel „Im Banne der Liebe“ in die Kirche St. Matthäi ein – ein Konzept, welches das Publikum ansprach.

Für den Fall der Wiederholung sei über den Termin neu nachzudenken, so Ehrenamtskoordinatorin Heike Andrä. Zwischen der Arbeit im Hospiz und der ehrenamtlichen Unterstützung seitens des Vereins bildet sie die Schnittstelle.

Zuletzt hatte das Sommerfest auf dem Hospizareal am Leisniger Hasenberg dafür gesorgt, dass der Hospizgedanke ein Stück weiter in das öffentliche Bewusstsein rückt.

Das Sommerfest sei ein Anlass, zu welchem auch Gäste aus der weiteren Umgebung die Einrichtung aufsuchen. „Der Park ist sehr schön geworden“, sagt Vereinsvorsitzende Diana Fischer, „deshalb freut es uns um so mehr, dass wir an seinem solchen Tag die Einrichtung ein Stück nach außen öffnen können.“

Fischer und Andrä wünschen sich, dass sich das Interesse, das potenziell in Spendenbereitschaft münden kann, in die weitere Umgebung ausbreitet.

Vor Ort ist der Spendenlauf eine etablierte Veranstaltung. Neben Bürgermeister Tobias Goth lief die Bundestagsabgeordnete CDU-Veronika Bellmann als Hospiz-Schirmherrin mit. V

on der Apian-Oberschule waren nicht allein Schüler da. Auch Lehrer und der Schulverein bildeten Teams. Die Hospizgäste, welche die letzten Monate und Wochen, manchmal auch nur Tage in der Einrichtung verbringen, kommen längst aus weiter entfernten Regionen nach Leisnig, so aus Wurzen oder Colditz, auch Roßwein oder Döbeln. Wenn diese Art von Versorgung vom Arzt verschrieben wird, würden sich auch manchmal Leisniger dafür entscheiden, für ihren Angehörigen beim Hospiz Lebenszeit nach einem Platz zu fragen.

„Diesen Nachfragen kommen wir natürlich gern nach“, so Diana Fischer. In den anderthalb Jahren des Bestehens vom Hospiz Lebenszeit seien bisher 180 Gäste betreut und bei den letzten Schritten ihres Lebensweges begleitet worden. Der Gesetzgeber sieht vor, dass neben der Finanzierung durch die Krankenkassen ein Teil der Kosten vom Hospizbetreiber selbst aufgebracht werden muss. Daraus resultiert die Herausforderung an den Verein, rund 80 000 Euro jährlich selbst aus Spenden aufzubringen.

Mit Veranstaltungen direkt in der Einrichtung soll ebenfalls eine Verbindung der Bevölkerung zum Hospiz geschaffen werden, was Hemmschwellen langsam abzubauen helfen soll. Für den Donnerstag, 26. September, ist der nächste offene Abend geplant. Die Leisniger Autorin Sylvia Eggert und ihre Wurzener Kollegin Ute Hager lesen ab 19 Uhr im Hospiz Geschichten von Licht und Hoffnung. Die Lesung ist offen für alle Interessenten.

Unter anderem arbeiten der Vereinsmitglieder mit einem Stand beim Leisniger Altstadtfest auf öffentliche Präsenz und Akzeptanz hin. Unter anderem mit einer Aktionsstraße war der Verein zum diesjährigen Fest präsent. Ehrenamtskoordinatorin Heike Andrä: „Unser aller Dankeschön geht an jene Menschen, die uns bei unseren Bemühungen uneigennützig unterstützen, vom Konzertmitwirkenden bis hin zum Läufer beim Spendenlauf.“

Von Steffi Robak

Aussteigerfamilie S. war im August für zwei Tage in Klosterbuch. Nun wird sie von der Polizei gesucht. Mit ihren Kutschen und Tieren reisen die Lebenskünstler durch ganz Deutschland.

10.09.2019

Der Einkaufsmarkt Förster in Döbeln-Nord wird zum Auslaufmodell – Mittagsmenü statt Lebensmittel, aber Post und Lottoservice bleiben. Kunden müssen sich mit neuen Öffnungszeiten arrangieren.

09.09.2019

Am Sonntagmittag ist zwischen Hoyersdorf und Aschershain ein 68-jähriger Mann vom Fahrrad gekippt und im weiteren Verlauf gestorben. Zuvor leisteten noch zwei Männer erste Hilfe. Die Polizei sucht nun nach Zeugen und einem der beiden Ersthelfer.

09.09.2019