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Döbeln Gemeinderatswahl Großweitzschen und  Zschaitz-Ottewig: Kandidaten benennen Ziele
Region Döbeln Gemeinderatswahl Großweitzschen und  Zschaitz-Ottewig: Kandidaten benennen Ziele
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15:33 18.05.2019
Kommunalwahl in Sachsen (Symbolbild) Quelle: dpa
Großweitzschen/Zschaitz-Ottewig

Am 26. Mai ist Kommunalwahl in Sachsen. Auch die Einwohner Großweitzschens und Zschaitz-Ottewigs sind aufgerufen, ihre neue Gemeinderäte zu wählen. Wir haben den Spitzenkandidaten der Parteien drei Fragen zu ihren Zielen der politischen Arbeit in der neuen Legislaturperiode gestellt – das sind die Antworten.

Sven Krawczyk (Großweitzschen, CDU)

Sven Krawczyk Quelle: privat

Steckbrief

Liste: Christlich Demokratische Union Deutschlands

Wohnort: Westewitz

Beruf: Geschäftsführer Landwirtschaft

Geburtsjahr: 1977

Welche Vorhaben sind angesichts der schwachen Finanzausstattung der Gemeinde aus Ihrer Sicht die wichtigsten in den nächsten fünf Jahren?

Eine Einschätzung der Finanzsituation und damit einer Fünf-Jahresplanung ist uns leider nicht möglich, da die Jahresabschlüsse 2015-2018 von der Gemeindeverwaltung noch nicht erstellt worden sind. Wir fordern nachhaltige Investitionen, welche bei unseren Bürgern wirklich ankommen, z.B.: Wärmedämmmaßnahmen bei Kitas und anderen öffentlichen Einrichtungen zur Senkung der Energiekosten und Elternbeiträge; Umrüstung der Beleuchtung auf LED, um Wirtschaftlichkeit zu verbessern, da die Gemeinde circa 50.000 Euro jährlich nur für Stromkosten der Straßenlampen ausgibt; Schaffung von Eigenheimstandorten für mehr Wachstum und Zuzug; Erfüllung der Pflichtaufgaben wie Heben der Gräben und Teiche.

Was wollen Sie mit Ihrer Fraktion tun, um die Eigenständigkeit der Kommune zu erhalten?

In den letzten Jahren ist der Gemeinde Großweitzschen ein großer finanzieller Schaden entstanden. Es gibt einen riesigen Investitionsstau. Fördermittel wurden nicht oder unzureichend abgerufen. Die Eigenständigkeit der Gemeinde kann nur durch ein stärkeres Bevölkerungs- und Gewerbewachstum, zielgerichtete Investitionen, sowie eine strukturierte Arbeitsweise der Verwaltung gesichert werden.

Nennen Sie bitte darüber hinaus drei Ihrer Wahlziele.

– Ehrenamtliches Engagement, egal ob in den Vereinen oder in der Feuerwehr, stellt eine grundlegende Säule unseres ländlichen Zusammenlebens dar, welches wir fördern und unterstützen wollen.

– Gerade unsere Senioren mit ihrem Erfahrungsschatz und ihrer Lebensleistung verdienen mehr Aufmerksamkeit, da sie diese an die kommenden Generationen weitergeben können. Wir wollen eine gemeinsame Plattform bieten.

– Das vorhandene gute Potenzial unserer Gemeinde Großweitzschen wollen wir besser nutzen und die Infrastruktur ausbauen.

Manfred Nestler (Großweitzschen, Die Linke)

Manfred Nestler Quelle: Sven Bartsch

Steckbrief

Liste: Die Linke

Wohnort: Gadewitz

Beruf: Rentner

Geburtsjahr: 1950

Welche Vorhaben sind angesichts der schwachen Finanzausstattung der Gemeinde aus Ihrer Sicht die wichtigsten in den nächsten fünf Jahren?

Die erste große Aufgabe ist es, den Eigenheimstandort am Kirschberg zu aktivieren. Dazu kommt die Unterstützung der Kindereinrichtungen sowie der Kontakt der Verwaltung und der Ratsmitglieder zu den Bürgern. Ein vierter Punkt wäre die Instandsetzung der Gemeindestraßen und in Verbindung damit die Dreckecken in den Ortsteilen zu beseitigen.

Was wollen Sie mit Ihrer Fraktion tun, um die Eigenständigkeit der Kommune zu erhalten?

In erster Linie müssen wir den Haushaltsplan mit den konkreten Investitionen durchsetzen. Wir müssen aber auch die Bedürfnisse der Bürger beachten. Der Bürgermeister sollte sein Wahlversprechen einlösen, regelmäßig in die Ortsteile zu kommen, damit diese sich nicht wie das fünfte Rad am Wagen fühlen.

Nennen Sie bitte darüber hinaus drei Ihrer Wahlziele.

Eines der Hauptprobleme ist, eine starke Gemeindeverwaltung zu schaffen, um unsere Eigenständigkeit zu erhalten. Zudem wollen wir den Kontakt zwischen den Bürgern und dem Gemeinderat ständig aufrecht erhalten. Und wir wollen die ehrenamtliche Tätigkeit stärken – in Vereinen und Kindereinrichtungen als Aushängeschilder unserer Gemeinde.

Jörg Ulmitz (Großweitzschen, FW)

Jörg Ulmitz Quelle: privat

Steckbrief

Liste: Freie Wähler

Wohnort: Großweitzschen

Beruf: Kaufmännischer Geschäftsführer

Geburtsjahr: 1969

Welche Vorhaben sind angesichts der schwachen Finanzausstattung der Gemeinde aus Ihrer Sicht die wichtigsten in den nächsten fünf Jahren?

Wir müssen an richtigen Stellschrauben für höhere Gewerbe- und Einkommens-Steuereinnahmen durch mehr Gewerbeansiedlungen und Erhöhung der Einwohnerzahl ansetzen. Eine Erhöhung der Einnahmen aus kommunalen Steuern und Gebühren soll nur so erfolgen, wie ein Mehrwert für die Bürger daraus ersichtlich ist. Mit Fördermitteln und sparsamem Einsatz von Eigenmitteln wollen wir so viele Projekte wie möglich mit nachhaltigem Nutzen für die Mehrheit der Einwohner und Gewerbetreibenden umsetzen. Zahlungen von der Gemeinde an den Landkreis müssen verringert und Schlüsselzuweisungen an die Gemeinde gerechter verteilt werden, damit keine weiteren Grundsteuererhöhungen notwendig werden.

Was wollen Sie mit Ihrer Fraktion tun, um die Eigenständigkeit der Kommune zu erhalten?

Wir wollen intensiv nach Möglichkeiten für zusätzliche Eigenheimstandorte suchen, um auch in Verbindung mit einer Forcierung des Breitbandausbaus die Attraktivität für neue Einwohner der Gemeinde zu erhöhen. Durch eine konstruktive Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen die Arbeit der Verwaltung unterstützen und diese noch besser als Serviceeinrichtung der Einwohner ausrichten. Wir wollen Synergieeffekte durch eine Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden aufdecken und damit zur Senkung unserer Ausgaben beitragen. Mit der Verabschiedung eines soliden Haushaltsplanes, Unterstützung qualifizierter Stellenbesetzung eine effektive, transparente und stabile Arbeit der Gemeindeverwaltung unterstützen.

Nennen Sie bitte darüber hinaus drei Ihrer Wahlziele.

– Weiterentwicklung der Gemeinde als attraktives Zuhause für Jung und Alt, für Vereine und Gewerbetreibende

– Sichere Schulwege, Haltestellen und Beförderungsmöglichkeiten für alle Kinder

– Konsequenter Einsatz für die schnellstmögliche Umsetzung des Breitbandausbaus in allen Ortsteilen, für alle Bürger.

Jörg Fritzsche (Zschaitz-Ottewig, FW)

Jörg Fritzsche Quelle: privat

Steckbrief

Fraktion: Freie Wähler

Wohnort: Möbertitz

Beruf: Kaufmännischer Angestellter

Geburtsjahr: 1978

Welche Vorhaben sind angesichts der schwachen Finanzausstattung der Gemeinde aus Ihrer Sicht die wichtigsten in den nächsten fünf Jahren?

Die Durchführung und Vollendung der geplanten Erweiterung der Kindertagesstätte sowie die Erhaltung und der Ausbau unserer kommunalen Infrastruktur.

Was wollen Sie mit Ihrer Fraktion tun, um die Eigenständigkeit der Kommune zu erhalten?

Das Land Sachsen sowie der Landkreis Mittelsachsen haben signalisiert, dass der Stellenwert gerade kleiner Kommunen für das Demokratieverständnis der Bürgerinnen und Bürger erkannt sei und dass dort für finanzielle Entlastung gesorgt werden muss. Hier gilt es für uns kurzfristig belastbare Fakten und die konkreten Maßnahmen von Land und Landkreis zu erfragen. Dieser Prozess ist bereits angeschoben. Sobald uns dazu verbindliche Informationen vorliegen, muss der neue Gemeinderat dazu eine Strategie entwickeln. Wenn sich dabei eine Handlungsunfähigkeit oder eine unverhältnismäßige finanzielle Mehrbelastung der Einwohner und der ansässigen Unternehmen herausstellt, müssen weitere Schritte in Erwägung gezogen werden. Dazu müssen wir transparent alle Optionen prüfen und vergleichen, um die für die Kommune beste Lösung zu finden.

Nennen Sie bitte darüber hinaus drei Ihrer Wahlziele.

– Erhaltung und Ausbau unseres Status als kinder- und familienfreundliche Kommune, unter anderem durch Beibehaltung und Ausbau unseres hohen Standards der Kindertagesstätte und der Bereitstellung von Bauland für junge Familien

– Förderung und Unterstützung des Vereins- und Kulturlebens in der Kommune

– Erhaltung einer modernen, schlagkräftigen und einsatzbereiten Gemeindefeuerwehr durch Schaffung langfristiger Strategien für die Ortsfeuerwehren von Zschaitz und Ottewig

Hinweis der Redaktion

Die Döbelner Allgemeine Zeitung hat alle Spitzenkandidaten angeschrieben und allen die gleichen Fragen gestellt. Um Kürzungen aus Platzgründen zu vermeiden, hat die DAZ darum gebeten, mit maximal fünf Sätzen zu antworten. Die Spitzenkandidaten haben unterschiedlich davon Gebrauch gemacht, was sich in der Länge ihrer Antworten widerspiegelt. Manche Parteien oder Wählergemeinschaften haben einen Vertreter ausgewählt, der auf die Fragen antworten sollte.

Von DAZ

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