Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Gewalttätiger Inder aus Döbeln will zurück ins Heimatland
Region Döbeln Gewalttätiger Inder aus Döbeln will zurück ins Heimatland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:41 12.07.2019
Gurminder J. hat in Deutschland vor allem Vorstrafen gesammelt. Derzeit sitzt er in Haft und würde gerne freiwillig ausreisen und nach Indien zurückkehren. Quelle: dpa
Döbeln/Chemnitz

Ein Zeuge lässt das Gericht warten. Darum gibt es noch einen dritten Verhandlungstag im Prozess um eine Bluttat in Döbeln. Im Amtsgericht Chemnitz sitzt der Inder Gurminder J. auf der Anklagebank. Er soll einem 52-jährigen Deutschen mit einer abgebrochenen Bierflasche die halbe Nase weggeschnitten haben. Vom schwänzenden Zeugen erhofft sich die Verteidigung eine entlastende Aussage. Darum will sie den Mittzwanziger unbedingt hören.

Leben mit Sozialleistungen

„Seit 17 Jahren pendeln Sie zwischen Haft und Asylheim. Das ist ziemlich sinnlos“, sagte Richterin Jacqueline Neubert, Vorsitzende des Schöffengerichtes, das die Anklage wegen schwerer Körperverletzung gegen den vielfach vorbestraften Gurminder J. verhandelt. Der war, wie er selbst sagt, ursprünglich zum Arbeiten nach Deutschland gekommen. Das war 2002. Seitdem lebt er aber von den Sozialleistungen, die Asylbewerber bekommen.

Als Räuber eingesperrt

Und begeht Straftaten. Er war keine zwei Jahre hier, da verurteilte ihn das Amtsgericht Leipzig wegen gefährlicher Körperverletzung zu einem Jahr Haft mit Bewährung. 2008 gab es am Amtsgericht Chemnitz wegen räuberischer Erpressung die erste Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Dazwischen kassierte Gurminder J. Geldstrafen für Vergehen nach dem Aufenthaltsgesetz und für Diebstahl.

Haft in Zeithain

Seit 2013 ist er Stammkunde der Richter am Amtsgericht Döbeln, die ihn seitdem jährlich, teilweise sogar zweimal, wegen Hausfriedensbruchs, Beleidigung, Bedrohung, Körperverletzung und Trunkenheit im Verkehr verurteilten. So gab es 2018 zunächst acht Monate mit Bewährung, weil er einem Kosovaren im Asylheim Döbeln gebissen und mit einer Gießkanne geschlagen hatte. Diese Bewährung wurde aber widerrufen. Deswegen und wegen weiterer Körperverletzungen sitzt Gurminder J. derzeit in der JVA Zeithain. Er wolle ja gerne zurück nach Indien, sagt der 40-Jährige. Aber er stoße bei der deutschen Bürokratie auf Ablehnung. Zuletzt habe er mit einer Sozialarbeiterin im Knast darüber gesprochen und die habe ihm gesagt, dass das mit der Ausreise nichts wird. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand nicht aus Deutschland ausreisen darf, der das unbedingt will. Sie kosten ja auch Geld“, sagte dazu die Vorsitzende.

Nüchtern ein netter Kerl

Bindu, so der Spitzname des Inders, hat offenbar ein Alkoholproblem. Ein Zeuge sagte an einem früheren Verhandlungstag aus, dass Bindu ein sehr umgänglicher Mensch ist – solange er nüchtern ist. Viele Leute in Döbeln erlebten ihn aber betrunken. Dann pöbelte der 40-Jährige gerne mal und griff seine Mitmenschen an. Und Alkohol hatte Bindu auch im Blut, als er den 52-Jährigen am 21. September 2018 vor einem Haus an der Döbelner Bahnhofstraße die abgebrochene Glasflasche übers Gesicht gezogen hatte, was er laut seiner Einlassung aus Notwehr getan haben will.

Zeuge kriegt neues Ordnungsgeld

In der kommenden Woche will das Gericht die Verhandlung fortsetzen, in der Hoffnung, dann endlich den Zeugen hören zu können, der bisher nur auf sich warten ließ. Die Schwänzerei kommt ihn übrigens teuer. Die Vorsitzende brummte ihm ein weiteres Ordnungsgeld auf – 200 Euro, ersatzweise vier Tage Haft

Von Dirk Wurzel

Sven Christs Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt: Der Westewitzer hatte seit Ende 2018 immer wieder bei der Großweitzschener Gemeindeverwaltung angemahnt, dass Straßenlaternen, die nachts ausgeschaltet werden, mit Warnbanderolen versehen werden müssen. Das ist nun geschehen. Doch es gibt weitere Kritikpunkte.

11.07.2019

Viele Menschen aus der Döbelner Region trennt nur noch ein Arbeitstag vom verdienten Wochenende. Von der Operette „Frau Luna“ auf der Seebühne Kriebstein übers Straßenfest am Waldheimer Kreuzfelsen bis zur Live-Sendung von MDR Sachsen-Moderator Silvio Zschage im Roßweiner Wolfstal liegt einiges an. Die Döbelner Allgemeine Zeitung liefert den Überblick.

11.07.2019

Für das neue Feuerwehrgerätehaus soll noch im September erster Spatenstich sein. Zuvor werden Kameraden der direkt betroffenen Ortswehren zum Gespräch eingeladen. Es geht um die Innenausstattung.

11.07.2019