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Döbeln Giftköder-Verdacht in Waldheim – Hund gestorben
Region Döbeln Giftköder-Verdacht in Waldheim – Hund gestorben
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16:12 29.01.2018
Gut aufpassen und Hunde an die Leine nehmen: das gilt in Waldheim wegen Giftköder-Verdachts im Bereich Alte und Neue Hufe. (Symbolfoto) Quelle: Alexander Bley
Waldheim

Giftköder sind womöglich in den Bereichen der Waldheimer Gartenanlagen Alte Hufe und Neue Hufe ausgelegt worden. Ein Hund, der sich dort aufgehalten hat, ist am Sonnabend offenbar an einer Vergiftung gestorben. Es wird vermutet, dass vorher weitere Hunde betroffen waren. Es handelt sich um das Gebiet an der Kornhausstraße und an der Gebersbacher Straße, rund um den Gebersbach am östlichen Stadtrand.

Mandy Thümer, Leiterin des Waldheimer Ordnungsamtes, informierte Montagvormittag die Öffentlichkeit über den Verdacht. „Bitte achten Sie auf Ihre Vierbeiner und Kinder. Wenn Ihnen dazu etwas aufgefallen ist, teilen Sie das bitte mit. Hinweise nimmt das Polizeirevier Döbeln und das Ordnungsamt entgegen“, so Thümer auf Aushängen, die sie an den Gartenanlagen angebracht hat. Über weitere Erkenntnisse will sie informieren. Die Ordnungsamtsleiterin hat auch Anzeige bei der Polizei erstattet. Thümer: „Wir haben noch keine genauen Erkenntnisse. Es handelt sich derzeit um einen Verdacht. Gefunden wurden bislang keine Giftköder. Wir wollen mit der Warnung zu mehr Achtsamkeit aufrufen, damit nicht noch etwas passiert.“

Ein Hund ist am Sonnabendnachmittag in der Waldheimer Tierarztpraxis von Anja Lentzsch wahrscheinlich an einer Vergiftung gestorben. Die Hundehalter waren zuvor mit dem noch jungen Terriermischling im Bereich Neue Hufe von einem Parkplatz zu ihrem Kleingarten unterwegs. Dort könnte der Hund den Giftköder gefressen haben. Als der Terriermischling entsprechende Symptome zeigte, suchten die Besitzer die Tierarztpraxis auf. „Der Hund hatte Krämpfe und eine Körpertemperatur über 40 Grad, er war nicht ansprechbar, auf Medikamente hat er nicht reagiert“, berichtet Tierärztin Anja Lentzsch. Ihre Kollegin Sarah Schädlich hatte Bereitschaftsdienst. Sie versuchte das Tier zu retten. Doch es war zu spät.

Starben zwei weitere Hunde?

Unbestätigten Angaben zufolge sind kürzlich im gleichen Gebiet zwei weitere Hunde einer Spaziergängerin verstorben – offenbar ebenfalls an Vergiftungen. „Mich hat eine Bekannte angerufen und von den zwei toten Hunden erzählt. Sie wollte mich warnen, weil ich selbst Hunde habe. Genaueres weiß ich aber noch nicht“, sagt der Waldheimer Jäger Ralph Strehl.

Tierärztin Anja Lentzsch rät wegen der Vorkommnisse Hundehaltern zu größerer Vorsicht, vor allem im genannten Gebiet. „Hunde sollten angeleint sein, dann sind sie besser kontrollierbar, zum Beispiel wenn sie an irgendetwas herumlecken“, erklärt Lentzsch. Die Hundebesitzer sollten selbst die Augen offen halten. „Symptome für Vergiftungen sind Unruhe, Zittern, Krampfanfälle, erhöhte Körpertemperatur“, beschreibt die Tierärztin.

Bei Giftködern handelt es sich um giftige Stoffe, die in Leckerlis, in Hackfleisch oder Wurststücken versteckt sein können. Als Gift könnte Rattengift oder Schneckenkorn in Frage kommen. „Wenn man die Vergiftung eines Tieres zeitig erkennt, sind die Chancen auf Rettung größer“, sagt Tierärztin Lentzsch. Ihr ist sehr wichtig, dass keine weiteren Tiere durch eventuelles Gift zu Schaden kommen oder sterben.

Polizei ermittelt

Die Polizei bestätigte, dass sie in dem Fall ermittelt – wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. „Es ist nicht auszuschließen, dass der Hund infolge einer Vergiftung ums Leben kam. Aufgrund der Expertise der behandelnden Tierärztin liegt ein Verdachtsmoment vor“, sagte Polizeisprecher Andrzej Rydzik auf Anfrage. Untersuchungsergebnisse lägen jedoch nicht vor, da die Hundebesitzer weitere Untersuchungen nicht wollten und das verstorbene Tier aus der Tierarztpraxis mitgenommen haben. Andrzej Rydzik: „Es wird nun geprüft, ob diese Untersuchungen von Amts wegen eingeleitet werden.“ Die Polizei prüfe auch, ob es in jüngster Vergangenheit vergleichbare Fälle gab. Polizeistreifen würden den Bereich in Augenschein nehmen, in dem der Hund das Gift aufgenommen haben könnte.

Von Olaf Büchel

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