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Döbeln Großweitzschen investiert in Straßen, Schule und Bauhof
Region Döbeln Großweitzschen investiert in Straßen, Schule und Bauhof
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10:57 26.04.2019
Bürgermeister Jörg Burkert und seine Verwaltung unterliegen weiterhin dem Sparzwang, sehen aber einen Silberstreif am Horizont. Quelle: Sven Bartsch
Großweitzschen

Es geht finanziell langsam bergauf in der Gemeinde Großweitzschen. Das ist das Fazit von Kämmerin Elke Görs beim Blick auf den Haushaltsplan für das laufende Jahr, der ab Montag 14 Arbeitstage lang ausliegt, bevor er im Gemeinderat am 21. Mai beschlossen werden soll.

4,6 Millionen Euro Einnahmen stehen im Ergebnishaushalt 4,9 Millionen Ausgaben gegenüber. Letztere beinhalten allerdings rund 600.000 nicht zahlungswirksame Abschreibungen, so dass die Kommune hier ein deutliches Plus erwirtschaftet hat.

Gärtitzer Straße zum Teil saniert

Das Geld, was da ist, wird breit gefächert investiert. Das größte Einzelprojekt ist die Sanierung der Gärtitzer Straße im Gewerbegebiet Mockritz, die auf der Teilstrecke zwischen den Firmen Joyson und Trefz Fensterbau grundhaft ausgebaut wird. 166.000 Euro kostet das – davon 40.000 Euro Eigenanteil für die Kommune, die Förderung aus der Kommunalen Straßenbaurichtlinie erhält.

„Wir hoffen, dass wir den Rest der Straße in den nächsten Jahren sanieren können. Wir haben viel Schwerlastverkehr im Gewerbegebiet und das sollte passieren, bevor die Fahrbahn ganz zerfahren ist“, sagt Bürgermeister Jörg Burkert (Freie Wähler).

Neue Technik für die Schule

Auch in die Grundschule wird erheblich investiert. Dabei profitiert die Gemeinde vom kürzlich beschlossenen Digitalpakt Schule, bei dem der Bund Geld zur Verfügung stellt. „Uns wurden 45.000 Euro Fördermittel in Aussicht gestellt. Das sind 90 Prozent der Kosten, für uns bleibt nur der Eigenanteil von 4.500 Euro“, freut sich Elke Görs.

Das Geld fließt in interaktive Tafeln und neue Laptops. Damit sollen das Ganztagsangebot mehr Schülern zugänglich gemacht und moderne Lehrmethoden eingesetzt werden. Über ein leistungsfähiges W-Lan-Netz verfüge die Schule bereits, so Burkert. Mit der Installation der neuen Geräte werde aber frühestens im neuen Schuljahr gerechnet. Noch fehlt der Förderbescheid.

Bauhof bekommt Fahrzeuge und Geräte

Darüber hinaus investiert die Kommune in einen neuen Sprungkasten und einen Springbock für den Sportunterricht, nachdem das alte Gerät der Sicherheitsüberprüfung nicht mehr stand gehalten hatte. Die beiden Kitas und der Hort werden für neue Spielgeräte mit jeweils 2.000 bis 3.000 Euro bedacht.

Viel Geld fließt auch in die Ausstattung des Gemeindebauhofs. Hier herrsche nach wie vor großer Nachholbedarf, sagt Burkert. Ein neuer Transporter sei als Ersatzfahrzeug für den kaputten Vorgänger bereits da. 27.000 Euro hat er gekostet. Für 15.000 Euro kommt ein neuer Mähtraktor dazu. Weitere 10.000 Euro fließen in Kleingeräte wie Hochentaster, Akkuschrauber und Nasssauger. Geld zur Ertüchtigung des Gebäudes bleibt allerdings nicht übrig. Diese Aufgabe stehe in den nächsten Jahren an, sagt der Bürgermeister.

Feuerwehrförderung noch unsicher

Ob die Gemeindefeuerwehr die gewünschte Ausrüstung bekommen kann, hängt von der Förderung des Landkreises ab. 16.000 Euro sind eingeplant, doch die erst im Vorjahr auf 75 Prozent erhöhte Förderung ist wieder auf 40 Prozent gesunken. „Und selbst das ist noch unsicher. Und wir können nur investieren, wenn eine Förderung kommt“, stellt Elke Görs klar.

Was den Haushalt nach wie vor belastet, sind weiter steigende Personalkosten. Durch den neuen Tarifabschluss sind die Löhne seit 1. April um drei Prozent gestiegen. Zudem ist die Kreisumlage um 11.000 Euro auf 716.000 Euro gewachsen. Die Verbindlichkeiten beliefen sich zum 1. Januar 2018 auf 1,366 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist leicht gesunken auf 490 Euro.

Von Sebastian Fink

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