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Döbeln Großweitzschener Schwergewicht will „Biggest Loser“ werden
Region Döbeln Großweitzschener Schwergewicht will „Biggest Loser“ werden
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18:03 29.01.2019
Mario Pohl aus Großweitzschen will der diesjährige „Biggest Loser“ werden – der Kandidat unter 50 Wettstreitern, der prozentual zum Anfangskörpergewicht am meisten verliert. Quelle: © SAT.1 / Benedikt Müller
Großweitzschen

Wenn am Sonntagnachmittag die zehnte Staffel der Sat.1-Abnehmshow „The Biggest Loser“ (engl.: „Der größte Verlierer“) startet, wird auch Mario Pohl aus Großweitzschen zu den 50 Kandidaten gehören, die um den Einzug ins Finale um 50.000 Euro kämpfen. 193 Kilogramm bringt der 1,91-Meter-Hühne auf die Waage – noch.

Denn Mario Pohl will runter vom Gewicht. „U-Hu“, also unter Hundert Kilo, sei sein Ziel, sagt er lachend. Doch das Ganze hat einen ernsten Hintergrund: „Im Frühjahr 2018 ist ein guter Freund von mir gestorben. Er war ebenfalls stark übergewichtig und nur neun Jahre älter als ich“, erzählt der 39-Jährige. „Und ich möchte für meine Frau und meine Kinder noch länger da sein als zehn Jahre.“

Kleidergröße 6XL und kein Platz beim Aussteigen aus dem Auto

Und auch ganz alltägliche Gründe gibt es für den angestrebten Gewichtsverlust. „Wenn ich irgendwo einparke, muss ich fast auf dem Behindertenparkplatz stehen, um aus dem Auto zu kommen. Wenn ich eingeparkt bin, habe ich Schwierigkeiten wieder einzusteigen.“

„Und beim Sachen kaufen ist die Auswahl in Größe 6XL nicht so groß. Oder wenn ich mit meinen Kindern in einen Freizeitpark gehen will, gibt es Beschränkungen des Körpergewichts bei ganz vielen Attraktionen, die ich dann nicht mit ihnen fahren kann“, zählt er die Gründe zum Abspecken auf.

Lieber mit anderen Betroffenen trainieren

Dass er das öffentlich vor einem Millionenpublikum im Privatfernsehen macht, stört ihn dabei wenig. „Ich ziehe daraus mehr Vor- als Nachteile. Man wird sicher mehr angesprochen im Dorf, nachdem die Sendung am Sonntag lief, aber das ist für mich das kleinere Übel“, sagt er.

Wichtiger findet der selbstständige Handelsvertreter einer Versicherung, dass er sein Ziel mit anderen Betroffenen gemeinsam verfolgen kann. „Unter gleich Leidenden kann ich mich viel besser motivieren, als wenn einer vor einem wegläuft. Da gibt es schneller kleine Erfolgserlebnisse“, erklärt Mario Pohl.

Zweite Bewerbung nach acht Jahren erfolgreich

Es ist bereits sein zweiter Anlauf bei der Sendung. 2010 hatte er sich zum ersten Mal beworben, kam jedoch nicht über die Vorrunde hinaus. Dieses Mal hat er es aus rund 3.500 Bewerbern unter die letzten 50 geschafft. Dafür musste Mario Pohl auch einige ärztliche Untersuchungen überstehen. „Die Ärzte waren positiv überrascht, dass ich die Tests wie das Belastungs-EKG so problemlos überstanden habe“, sagt er.

Das Bild aus dem Bootcamp im Münchener Olympiastadion zeigt: Es ging hart zur Sache für die 50 Kandidaten. Quelle: © SAT.1 / Benedikt Müller

Eine Woche lang dauerten die Dreharbeiten für das Bootcamp im Münchener Olympiastadion im vergangenen August, aus dem die bekannten Fitnesstrainer Mareike Spaleck und Ramin Abtin die 18 Kandidaten für den weiteren Verlauf der Staffel ausgewählt haben. Dieser Prozess wird in der ersten Folge am Sonntag gezeigt.

Der Traum: Urlaub im Wohnmobil

Ob Mario Pohl sich unter den Top 18 befinden wird, darf er vor der Ausstrahlung nicht verraten. Nur so viel: „Ich fand es eine krasse Erfahrung mit 49 anderen im Olympiastadion zu trainieren. Das war schon ein starkes Stück, von Ramin Abtin und Mareike Spaleck durch das Training geführt zu werden.“

Stattdessen spricht er über seine Pläne, sollte er es nicht nur in die zweite Folge, sondern sogar bis ins Finale schaffen. „Ein Wohnmobil für einen Urlaub mit der Familie wäre ein großer Traum. Das war bisher kein Thema. Allein die Türen wären für mich zu eng zum Einsteigen“, erklärt er.

Laufen und Schwimmen als Spaßfaktoren

Aus diesem Grund sieht er sich schon vor dem Start im Fernsehen als Gewinner der Show. Denn es ist nicht zu viel gesagt, dass Mario Pohl in den Monaten seit dem Bootcamp auch privat fleißig an sich gearbeitet hat. „Ich habe den Sport mit in meinen Alltag eingebaut. Es ist nicht immer möglich, die hohe Intensität neben Familie und Job zu halten. Aber meine Familie hat mich ermutigt, das durchzuziehen“, sagt er.

Mario Pohl in ganzer Größe – zumindest vor seinem Abnehmstart mit noch 193 Kilo auf den Rippen. Quelle: © SAT.1 / Benedikt Müller

Inzwischen hat er sogar Spaß an einigen Sportarten gefunden. „Ich war früher sehr lauffaul. Jetzt bin ich viel zu Fuß unterwegs und gehe schon früh die erste Runde Laufen. Und ich gehe viel Schwimmen – das sind alles gute Sportarten, wenn man zu viel auf den Rippen hat“, meint er.

Verzicht auf Käse, süße Getränke und das geliebte Schnitzel

Auch die Ernährung hat er umgestellt. „Das ist ein wesentlicher Faktor. So ein Stück Käse hat nun einmal wahnsinnig viele Kalorien. Das lässt man dann lieber weg. Ich esse auch leidenschaftlich gern Schnitzel, da verzichte ich jetzt auch drauf, genau wie auf süße Getränke. Da greift man eher zum Wasser“, sagt er.

Dass er sein Ziel, sein Gewicht nahezu zu halbieren, erreicht, da ist sich Mario Pohl ziemlich sicher. „Mein Vorbild ist der Vorjahresgewinner der Sendung. Er hatte meine Größe und mein Gewicht, das gleiche Alter und hat es geschafft. Und wenn er das kann, kann ich das auch erreichen“, sagt er selbstbewusst. Und auch wenn er um ein paar Kilos vorbeischrammt – ein Gewinner ist er schon.

The Biggest Loser

Die Show „The Biggest Loser“ startet am Sonntag, 3. Februar, um 16.25 Uhr bei Sat.1 in ihre zehnte Staffel. Rund 3.500 Bewerber gab es, 50 davon haben sich für das einwöchige Bootcamp im Münchener Olympiastadion qualifiziert. Nach vielen Vorrunden und Untersuchungen bei Ärzten gehörte auch der Großweitzschener Mario Pohl dazu. In München kämpfte er um einen der 18 Startplätze für den weiteren Verlauf der Sendung, die 13 Folgen umfasst. Die Auswahl der 18 Kandidaten wird in der ersten Folge gezeigt.

Je neun wurden von den Fitnesstrainern Ramin Abtin und Mareike Spaleck ausgewählt und arbeiten in den folgenden Wochen in Teams zusammen, um den möglichst größten Abnehmerfolg. Dafür wird neun Wochen lang im spanischen Andalusien gedreht. Von Sendung zu Sendung werden die Kandidaten mit dem geringsten Gewichtsverlust gemessen am Körpergewicht aus der Show verabschiedet. In der finalen Folge wird der „Biggest Loser“ gekürt.

Gewinner ist, wer prozentual zu seinem Ausgangsgewicht am meisten Gewicht verloren hat. Mario Pohl rechnet sich dank seines hohen Ausgangsgewichtes von 193 Kilogramm gute Chancen aus, lange dabei zu bleiben. Der Gewinner erhält 50.000 Euro.

Von Sebastian Fink

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