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Döbeln Grün statt braun – Sitzverteilung im Döbelner Stadtrat steht
Region Döbeln Grün statt braun – Sitzverteilung im Döbelner Stadtrat steht
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17:49 27.05.2019
Das Döbelner Rathaus. Quelle: (Archiv) Sven Bartsch
Döbeln

Die CDU ist im neuen Döbelner Stadtrat wieder die stärkste Kraft. Nach zehn Sitzen vor fünf Jahren sind in der Nacht zum Montag nach Auszahlung des letzten Briefwahlstimmbezirkes noch neun statt acht Sitze geworden. Die AfD, die bis zur Auszahlung der letzten Wahlbezirke noch auf sechs Sitze im Stadtrat hoffen konnte, muss sich mit fünf Sitzen begnügen.

Für die CDU werden im Stadtrat Hans-Joachim Egerer, Ingo Kutsch, Ulrich Kuhn, Jacqueline Freiberg, Dr. Rudolf Lehle, Rico Kretschel, Susan Zache und Andreas Otto sitzen. Für den zum Oberbürgermeister gewählten Sven Liebhauser, der deshalb kein Stadtrat sein kann, wird nach Anzahl der Stimmen Dieter Hundrieser nachrücken.

„Wir haben ein gutes Team aus jüngeren und älteren Stadträten, sowie auch zwei Frauen in unserer Fraktion. Neun Stadträte für die CDU zu bekommen, war das beste , was wir erreichen konnten“, sagt ein zufriedener CDU-Ortsvorsitzender und Stadtrat Ingo Kutsch (29).

Dirk Munzig, AfD-Bürgermeisterkandidat und künftiger Stadtrat, sieht das Ergebnis positiv. „Die AfD habe in Sachsen fulminant abgeschnitten. Er selbst hat aus dem Stand bei der Bürgermeisterwahl 34,3 Prozent und bei der Kreistagswahl die zweitmeisten Stimmen nach Dr. Rolf Weigand für die AfD gewonnen. Bei der Döbelner Stadtratswahl war Dirk Munzig ebenfalls Zugpferd der AfD und holte mit 3.521 Stimmen von allen Kandidaten die zweitmeisten Stimmen. Nur CDU-Kandidat Sven Liebhauser lag mit 3.631 Stimmen bei der Stadtratswahl noch vor ihm. Aus der hohen Anzahl der Stimmen für ihn leitet Dirk Munzig auch einen Anspruch auf einen der beiden ehrenamtlichen Stellvertreterposten des Oberbürgermeisters ab. Neben Dirk Munzig ziehen noch Hans Bernd Petrasch, Heiko Damme, Holger Pietzsch und Annemarie Reiche für die AfD im Döbelner Stadtrat ein.

SPD und Linke mit Verlusten

Bei der SPD ist man dagegen weniger zufrieden. Die Zahl der Stadtratssitze sank von fünf auf drei. Ortsvereinschef Sylvio Kolb, der jüngste Stadtrat Hans-Martin Behrisch und SPD-Generalsekretär Henning Homann verpassten im Rat den Wiedereinzug. Neben Axel Buschmann und Hermann Mehner kommt bei der SPD der parteiloser Jugendsozialarbeiter Stephan Conrad neu in den Döbelner Stadtrat.

Auch die Linkspartei ließ Federn aus vier Sitzen werden im neuen Rat zwei Sitze, besetzt von Lothar Schmidt und Jana Rathke. Kay Hanisch und Alexandra Wolf verpassten den Wiedereinzug.

Wir für Döbeln und FDP stabil

Das Ergebnis von drei Stadtratssitzen gehalten hat die Fraktion von Wir für Döbeln um Dietmar Damm. Neben ihm ziehen Heike Benedix und Andreas Koch mit in den Stadtrat. Heike Benedix kommt für Jörg Riedrich, der den Einzug knapp verfehlte. „Wir haben unser Ziel, wieder mit drei Leuten im Stadtrat zu sitzen erreicht. Daran haben alle in unserer überparteilichen Wählergemeinschaft einen Anteil“, lobt Dietmar Damm.

Auch die FDP hat ihr Stadtratsergebnis von vor fünf Jahren gehalten. Auch vor fünf Jahren waren Rocco Werner und Peter Draßdo im Rat eingezogen. Später war durch die Eingemeindung von Mochau noch Beate Wolters für die Liberalen dazu gekommen. Sie verpasste den Wiedereinzug knapp. „Wir sind mit dem Wahlergebnis zufrieden. Ich finde gut, dass es jetzt auch keine einfache Mehrheit für die CDU gibt, das fördert die Demokratie bei künftigen Abstimmungen. Bei der AfD werden wir sehen, wie sich die neuen Stadträte einfinden und danach sicher auch in der Sachpolitik mit allen Kräften im Rat Konsensentscheidungen herbeiführen, die Döbeln weiter vorwärts bringen“, so Rocco Werner. Er kündigte zudem an, wieder mit den Freien Wählern eine Fraktionsgemeinschaft bilden zu wollen. Für die Freien Wähler schaffte wie schon vor fünft Jahren Sven Weißflog wieder eine Wiederwahl in den Stadtrat.

„Ich freue mich über den erstmaligen Einzug der Grünen im Döbelner Stadtrat“, sagt Berno Ploß. Der Technische Leiter errang einen Sitz. Dafür flog die NPD mit dem fünf Jahre im Rat eher unauffälligen Stefan Trautmann aus dem Rat. Der Grüne Berno Ploß will sich mit Kultur und hohem Demokratieverständnis im Rat einbringen. „Ich freue mich jetzt auf die Arbeit.“

Von Thomas Sparrer

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