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Döbeln Grünflächen-Patenschaft: 90 Schilder warten auf ihren Einsatz
Region Döbeln Grünflächen-Patenschaft: 90 Schilder warten auf ihren Einsatz
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17:33 11.06.2019
Ab sofort kann jeder sehen, dass Ilona John die kleinen Blumeninseln in der Mittelstraße pflegt. Die Stadt Roßwein hat 90 Schilder anfertigen lassen, die für Grünflächen-Patenschaften zum Einsatz kommen können. Quelle: Sven Bartsch
Rosswein

Flächendecker, ein paar Duftnelken, Margeriten, Stiefmütterchen hat Ilona John gepflanzt. Nicht in ihrem eigenen Garten, sondern in den drei Pflanzinseln am Bürgersteig in der Mittelstraße. Die befinden sich nämlich in der Pflege der 60-jährigen Roßweinerin, die gern ein sorgsames Auge auf ihr Wohnumfeld hat. Seit Dienstag ist für alle sichtbar, dass sie gemeinsam mit ihrem Mann die Patenschaft für die kleinen Grün-Oasen in der Mittelstraße übernommen hat.

Mit einer neuen Aktion will Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) auch andere Einwohner animieren, sich um kleine Grünflächen in ihrem Wohnumfeld zu kümmern und somit nicht nur für ein schöneres Erscheinungsbild der Stadt zu sorgen, sondern auch dem Bauhof Arbeit abzunehmen. Die Flächen, um die sich Bürger der Stadt ehrenamtlich kümmern, können fortan gekennzeichnet werden mit einem kleinen Schild, das die Stadt extra hat entwerfen und anfertigen lassen. Auf dem steht dann auch der Name desjenigen, der die Grünflächenpflege übernommen hat. Insgesamt 90 Stück der kleinen Schilder sind da, „da kommen wir ein Stück“, sagt Veit Lindner.

Pflege in Eigenverantwortung

Bei der Grünflächenpatenschaft, die dem Bürgermeister vorschwebt, geht es darum, dass die Roßweiner eigenverantwortlich die Pflege von kleinen Rasenstücken, Blumenbeeten oder ähnlichem übernehmen. „Gießen, Unkraut zupfen, in Ordnung halten eben.“ Wer möchte, kann sein Engagement dann auch in Form einer kleinen Tafel sichtbar machen. Dafür wäre es gut, wenn man sich bei Bauhofchefin Monika Weigel (034322/43314) oder bei Sabine Schade im Vorzimmer des Bürgermeisters meldet (034322/46665). Wer „inkognito“ bleiben möchte, dürfe das natürlich auch, sagt Lindner. Hauptsache, es finden sich viele Roßweiner, die wie Ilona John bereit sind, ein Fleckchen ihrer Heimatstadt im Auge zu behalten und zu pflegen.

Ilona John hat im vergangenen Jahr einfach angefangen, die kleinen Blumeninseln in der Mittelstraße in ihre Obhut zu nehmen. Weil dort viel Schotter lag, hat sie mit ihrem Mann zusammen Erde rangeholt, kleine Pflanzen gekauft und eingesetzt. Auch Tulpenzwiebeln hat sie im Herbst dort in die Erde gebracht. „Es war eine Schau, als die geblüht haben.“ Leider fand irgendwer die Blumen wohl so schön, dass er sie für seine Vase haben wollte und „erntete“ sie über Nacht ab.

Bereits einige aktiv

Ilona John, die selbst gar nicht in der Mittelstraße, sondern ein paar Ecken weiter wohnt, ärgert das sehr. Abhalten aber lässt sie sich deshalb nicht von der weiteren Pflege der kleinen Rabatten. Auch für die Hundebesitzer, die offenbar oftmals nicht wussten, wohin mit den Hinterlassenschaften ihrer Schützlinge, weil es in der Straße keinen Mülleimer gibt, hat Ilona John gesorgt. Sie hat einfach einen Eimer mit kleinen Tüten an die Destille, das einsturzgefährdete Haus an der Ecke, gehängt.

Engagement wie das von Ilona John gibt es schon einiges in Roßwein. Veit Linder schätzt, dass es inklusive des Einsatzes in den Ortsteilen etwa 15 Leute sind, die eine Art Patenschaft für einen kleinen Platz übernommen haben.

Von Manuela Engelmann-Bunk

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