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Döbeln Grundschule Roßwein: Stadt hat weitere Sanierungs-Ambitionen
Region Döbeln Grundschule Roßwein: Stadt hat weitere Sanierungs-Ambitionen
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17:00 24.08.2018
Bohren für die Verlegung neuer Kabel in der Grundschule am Weinberg. Quelle: Sven Bartsch
Rosswein

Wie lange müssen eigentlich die Roßweiner Grundschüler im Übergangsdomizil an der Döbelner Straße 69 bleiben? Die Bedingungen in den Räumlichkeiten des Mitteldeutschen Fachzentrums Metall (MFM) sind nicht schlecht (DAZ berichtete). Trotzdem würden Eltern und Lehrer gern wissen, wie lange das Provisorium genutzt wird.

Es gibt zwar einen aktuellen Stand, der besagt, dass der Grundschul-Unterricht nach den Winterferien 2019 wieder in der Schule am Weinberg, Straße der Einheit, aufgenommen werden soll. Möglicherweise verschiebt sich das aber auch noch einmal. Denn die Stadt als Schulträger hat weitere Sanierungs-Ambitionen. Nun kommt es darauf an, ob dafür auch Fördermittel fließen.

Neue Elektrik in Arbeit

Zurzeit sind Installateure dabei die Elektrik in dem Plattenbau am Weinberg zu erneuern. „Die Elektroinstallation ist uralt, stammt von 1970, es gibt tausende Kabel und vor allem neue Brandschutzbestimmungen“, sagt Roßweins Bauamtsleiterin Petra Steurer zu den laufenden Arbeiten. Bislang waren die Kabel in den Zwischendecken der Schulflure verlegt. Das ist aus Brandschutzgründen nicht mehr erlaubt, weil die Gänge im Ernstfall als Fluchtweg dienen müssen. Ähnliches gilt für die Garderoben auf den Grundschulfluren. Beides wird in Räumlichkeiten verlegt. Vor allem bei den Kabeln bedeutet das einen ziemlichen Aufwand. Es müssen Löcher durch die Wände und durch Betonelemente gebohrt, die Kabel in Schächten neu verlegt werden. „Im Gebäudeteil der Grundschule sind diese Arbeiten bis Dezember geplant. Dann zieht der am Weinberg verbliebene Hort in die fertigen Klassenzimmer um und die Elektroinstallation kann im dann freien Hortbereich fortgesetzt werden“, erklärt Steurer. Bis zum Beginn des zweiten Schulhalbjahres wäre diese Baumaßnahme abgeschlossen, inklusive der Erneuerung der zweiten Außentreppe des Gebäudes – jener, die zum Horteingang gehört. Reichlich eine halbe Million Euro wären dann verbaut.

Weitere Fördermittel in Aussicht

Fertig saniert ist die Grundschule damit noch lange nicht, weshalb es Überlegungen gibt, mit weiteren Arbeiten gleich nahtlos anzuschließen. Richtig spruchreif ist das noch nicht, wie die Bauamtsleiterin warnt. Doch Fakt ist: Über das Programm Brücken in die Zukunft stünden Roßwein vom Freistaat Sachsen im Bereich der Schulinvestitionsmittel weitere 282 000 Euro plus 25 Prozent Eigenmittel der Stadt zur Verfügung. „Es ist möglich, dieses Fördergeld mit Mitteln aus der allgemeinen Schulbaurichtlinie zu kumulieren, was eine Summe von reichlich 600 000 Euro ergeben würde“, sagt Petra Steurer. Es gibt auch schon konkrete Vorstellungen, was mit der Summe für die Grundschule bewegt werden könnte.

Heizung und Dachentwässerung

Da die innenliegende Dachentwässerung des Schulhauses ihre Macken hat, die sich bei starken Niederschlägen darin äußern, dass Wasser aus undichten Stellen austritt, ist das eine weitere Baustelle. Die neuen Rohre für die Entwässerung würden nicht mehr sichtbar sein, sondern in Kanälen verschwinden. Auch die Sanierung der Notabläufe gehört dazu. Und: das komplette Gebäude bräuchte eine neue Heizung. Am Medium Fernwärme soll sich zwar nichts ändern, doch es müsste eine neue Heizzentrale her, die alten Leitungsstränge müssten gegen neue ausgetauscht werden, ebenso die Heizkörper.

Nochmaliger Umzug keine Alternative

„Wir müssen die Fördermittel dafür bis zum 1. September bei der Sächsischen Aufbaubank beantragen. Das wird uns auch gelingen. Doch keiner weiß derzeit, ob das Geld auch bewilligt wird“, sagt Bauamtsleiterin Steurer. Ende des Jahres gibt es dazu vielleicht die ersten Erkenntnisse. Dann könnten auch die Eltern informiert werden. Eine Grundschullehrerin deutete an, dass sie einen nahtlosen Übergang der Arbeiten und damit eine Verlängerung der Übergangsvariante für sinnvoll hält. Ein späterer nochmaliger Umzug oder Unterricht auf der Baustelle wären keine Alternativen.

Von Olaf Büchel

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