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Döbeln Hartha: Crosslauf vielleicht wieder im Stadtpark
Region Döbeln Hartha: Crosslauf vielleicht wieder im Stadtpark
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16:16 19.03.2019
So mitgenommen, wie der Harthaer Stadtwald aktuell aussieht, ist fraglich, ob der Frühjahrs-Crosslauf auf Waldboden ausgetragen wird. Quelle: Lisa Schliep
Hartha

Der Frühjahrs-Crosslauf des Jugendvereins „Jugend Aktiv Harthe“ ist schon lange nicht mehr aus dem Kalender der Stadt wegzudenken. Die sportliche Veranstaltung zieht seit einigen Jahren etliche Zuschauer und Teilnehmer an. Austragungsort ab Stunde Null: das Harthaer Stadtwäldchen. Doch schon im letzten Jahr machte den Organisatoren der schlechte Zustand ihrer grünen Lunge zu schaffen. Immer wieder hatte der beliebte Naherholungspunkt mit Stürmen und Orkanböen zu kämpfen. Besonders schwer schlug Sturmtief „Friederike“ im vergangenen Jahr zu. Nur schwerlich erholte sich der Forst, die Räumungsarbeiten zogen sich. Gründe, aus denen der letzte Lauf auf den Stadtpark als Austragungsort ausweichen musste. Dieses Jahr fegten gleich mehrere Stürme in kurzer Zeit über die zwei bis drei Hektar. Noch ist zwar Zeit bis zum Start im Mai, aber das desolate Bild, das der Wald aktuell bietet, lässt zweifeln. In der letzten Stadtratssitzung hakte Ronny Walther, CDU-Stadtrat und Vereinsvorstand, nach, wie es um die Räumung steht. Die Antworten blieben vage.

„Die Sicherheit steht an oberster Stelle“

„Es gibt viele Bürger, die Angst haben, dass das Stadtwäldchen zu einer unschönen Ecke der Stadt verkommt“, gibt Stadtrat Albrecht Günther (CDU) zu bedenken. Er brachte damit ein Thema auf den Tisch, das, seinem Empfinden nach, viele Harthaer beschäftigt. „Inzwischen wird der Wald immer mehr zum Müllplatz“, bedauert er. Walther klinkte sich mit ein und brachte den Crosslauf und dessen Zukunft im Wäldchen auf den Plan. Mehr als Bemühungen, der Situation Herr zu werden und sich zu kümmern, konnte das Bauamt nicht zusichern. „Ich verstehe die Stadt. Die Sicherheit steht an oberster Stelle. Wir müssen hoffen, dass der Forstbetrieb schnell reagiert“, so Walther. Bis Mitte April muss es eine definitive Zu- oder Absage geben, da beginnt nämlich die heiße Planungsphase. „Wir machen es auch wieder im Stadtpark, klar, aber das Wäldchen hat mehr Charme und vor allem keinen Asphalt.“ Der Waldboden sei um einiges angenehmer für die Läufer. Walther hofft, dass eine Lösung gefunden wird, auch damit der Trimm-dich-Pfad endlich wieder genutzt werden kann. Der habe zwar keinen Schaden genommen, trotzdem liege er inmitten des abgesperrten Bereiches. „Über einer Station hängt direkt ein abgeknickter Baum.“ Trainieren ohne Gefahr also nicht möglich. Die Stadt überlegt schon seit längerem den Wald vollständig aufzuforsten, um den Baumbestand wieder zu stabilisieren und ältere Bäume zu schützen.

Von Lisa Schliep

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