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Döbeln Hartha: „Praxisbaustein“ schafft Perspektiven für Menschen mit Behinderung
Region Döbeln Hartha: „Praxisbaustein“ schafft Perspektiven für Menschen mit Behinderung
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18:03 28.11.2019
Zwei Jahre Lernen wird belohnt. Die zwanzig Ausgezeichneten des Projekts „Praxisbaustein“. Quelle: Sven Bartsch
Hartha

Am Mittwoch war es in der Harthaer Zweigstelle der Roßweiner Werkstätten endlich soweit: 20 Teilnehmer des Projektes „Praxisbaustein“ von der Diakonie erhielten ihre Zertifikate für die Teilnahme. Zwei Jahre lang wurden sie intensiv an die Arbeitsbereiche Holz und Montage herangeführt. So gut, dass die Zertifikate sogar von der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer in Chemnitz anerkannt werden.

Berufliche Bildung – auch für Menschen mit Handicap

Für Werkstattleiterin Anne Möbius ist das Projekt Gold wert, denn viele Arbeitgeber sind skeptisch, wenn es um die Ausbildung von Menschen mit Behinderung geht. „Das Projekt bietet uns die Chance, die berufliche Bildung von Menschen mit Behinderungen deutlich zu machen und zu zeigen, sie können was.“

Bereits 2015 gingen die „Praxisbausteine“ an den Start. In Werkstätten für Menschen mit Behinderungen werden diese mit standardisierten Bildungsinhalten unterrichtet. In den Roßweiner Werkstätten und der Außenstelle in Hartha gibt es drei der elf möglichen Praxisfelder: Montage, Holz und Näherei. Die Teilnehmer lernen in Theorie und Praxis die Grundlagen der Berufszweige. Dann folgt eine Leistungsfeststellung. „Am Anfang geht es mit den Grundlagen los, in der Holzverarbeitung ist das zum Beispiel Materialkunde. Wir achten auch immer auf die Möglichkeiten der Teilnehmer“, erklärt Möbius. Die Lehrmethoden werden passend gestaltet. „Es gibt Textbücher mit einigen Bildern, aber auch sehr leicht verständliche Ausbildungsbögen, auf denen sich nur Bilder befinden.“

Viel Aufwand, der sich lohnt

Die Roßweiner Werkstätten zeichneten am Mittwoch ihren ersten Jahrgang aus. Seit Anfang 2018 sind sie dabei. Neben den drei bereits bestehenden Praxisbausteinen überlegt man nun, ob nicht bald Nummer Vier folgt: die Wäscherei. „Das wäre schön, aber unsere Gruppenleiter müssen die Lehrinhalte selber zusammenstellen und das Material erarbeiten, das braucht seine Zeit“, so Möbius. Vermittelt wird das Wissen der Praxisbausteine auch durch Fachpersonal aus den Berufszweigen. In den nun abgeschlossenen Projekten haben ihre Kollegen allerdings hervorragende Arbeit geleistet, betont sie. Es erfordere von logistischen Aufwand und organisatorisches Engagement.

„Am Ende haben unsere Teilnehmer dann wirklich was in der Hand, das schafft auch Selbstbewusstsein“, so Möbius. Im vergangenen Jahr wurde ein Mitarbeiter erfolgreich in eine Gartenbaufirma vermittelt. „Viele schrecken jedoch zunächst vor der, doch längeren, Einarbeitungs- und Betreuungszeit zurück. Hat das aber geklappt, können sich die Betriebe in der Regel immer über einen engagierten, interessierten und treuen Mitarbeiter freuen.“

Von Vanessa Gregor

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