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Döbeln Harthaer Pesta und Stadtverwaltung wollen Digitalpaket schnüren
Region Döbeln Harthaer Pesta und Stadtverwaltung wollen Digitalpaket schnüren
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15:02 28.05.2019
Ohne Kreide: Mit den Fingern können Lehrer und Schüler auf der Tafel schreiben. Quelle: Sven Bartsch
Hartha

Trotz des digitalen Zeitalters tolerieren viele Schulen keine digitalen Medien während der Zeit im Klassenzimmer. Dabei nutzen Schüler vor allem das Internet, um sich zu informieren. Wie können also digitale Medien in den Schulalltag sinnvoll integriert werden? Pestalozzi-Oberschulleiterin Kerstin Wilde hat bereits einige Vorstellungen. Zusammen mit der Stadtverwaltung und Kämmerin Barbara Müller soll deshalb nun ein Digitalpaket für die Schule geschnürt werden.

Noch können die beiden Frauen nichts Konkretes sagen. „Der Freistaat erlässt Förderrichtlinien“, erklärt Müller. Danach könne erst entschieden werden, welche Geräte die Schule für den Unterricht erwirbt. „Ich würde mir Digitaltafeln in fast jedem Klassenzimmer wünschen“, sagt Wilde. In einem der frisch sanierten Klassenräume hängt bereits eine interaktive Tafel. Hinter dieser befindet sich ein Computer, so dass es mehr wie ein größerer Computerbildschirm erscheint. Eine grüne Tafel können die Lehrer der Oberschule dennoch erzeugen – mit dem Unterschied, dass sie nun keine Kreide mehr benötigen. So können sie mit ihren Fingern darauf schreiben und die Funktionen anklicken, die sie für ihren Unterricht brauchen.

Tafel in den unteren Klassen selten eingesetzt

Oftmals haben Lehrer noch ein paar Schwierigkeiten mit der Bedienung der Tafel. „Es ist ein Lern-Lern-Prozess zwischen Lehrer und Schüler“, erzählt Wilde, da Schüler und Lehrer sich gegenseitig unterstützen. Dennoch solle es noch eine Einweisung für die Mitarbeiter der Schule geben. „Die Kollegen sind der Tafel gegenüber aufgeschlossen.“

Von Seiten der Eltern habe es Bedenken gegeben, ob das Licht der Tafel nicht schädigend sei und die Kinder nervöser mache. „Natürlich werden wir es in den unteren Klassen nicht so häufig einsetzen.“

Wilde und das Kollegium möchten den Schülern den richtigen und sinnvollen Umgang mit den digitalen Medien vermitteln. Daher gäbe es kein explizites Handyverbot, sondern eine Hausordnung, in der die Nutzung geregelt ist. In der Mittagspause dürften Schüler das Handy anschalten und nutzen, außer beim Essen oder in der Schüleraufsicht.

Schüler bringen Schülerzeitung raus

„Es gibt aber kaum welche, die das Handy rausholen“, sagt Lilian Schubert. „Die meisten laufen eher Runden über den Schulhof oder spielen Fußball“, fügt Max Hausmann hinzu. Die beiden 15-Jährigen sind Schüler der neunten Klasse und nutzen ihr Handy durchschnittlich zwei bis vier Stunden am Tag. Sie spielen Spiele oder sind auf den sozialen Medien unterwegs, wenn sie das Handy in der Hand halten. Schubert und Hausmann sind sogar eher an anderen Medien interessiert. Sie engagieren sich dafür, eine Schülerzeitung auf die Beine zu stellen, die künftig zwei Mal im Halbjahr erscheinen soll. „Klar, wir haben eine Webseite, aber so hätten wir etwas in der Hand. Das könnte ich mal meinen Kindern zeigen“, erzählt Hausmann. Rund zehn Schüler haben sich gemeldet, um zu schreiben, layouten und Fotos zu schießen. „Die Technik gehört heute dazu, aber ich bin stolz, dass die Schüler so etwas realisieren wollen“, sagt Wilde.

Die Schulleiterin ist außerdem der Meinung, dass fokussiertes Lesen zielführender ablaufe, wenn es von einem Blatt Papier geschieht. „Wir brauchen die Mischung“, sagt sie. Die Handschrift sei ein Stück Persönlichkeit, weswegen die Schule nicht nur die digitalen Medien, sondern auch das traditionelle Lernen fördert.

Von Nicole Grziwa

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