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Döbeln Harthas Straßen kommen nicht zur Ruhe
Region Döbeln Harthas Straßen kommen nicht zur Ruhe
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15:44 16.02.2018
In der August-Bebel-Straße laufen mit schwerem Gerät die Arbeiten für den neuen Mischwasserkanal. Quelle: Manuel Niemann
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Hartha

Die Arbeiten laufen: An der Ecke zur Rathausstraße entsteht in der August-Bebel-Straße der erste Abschnitt des neuen Mischwasserkanals. Das Bach- und Schmutzwasser im Flemmingener Bach soll mit ihm künftig getrennt werden. Schmutzwasser wird zukünftig ausgebunden. Bis August, so schätzt der Abwasserzweckverband (AVZ) „Untere Zschopau“ werde der Bau und damit die Verkehrseinschränkungen noch andauern. Viele Hausanschlüsse müssen in der Straße neu verlegt werden, das kostet Zeit. Der Bau verzögerte sich ohnehin. Nach einer Neuausschreibung erhielt den Zuschlag Anfang Dezember die Schkeuditzer Baugesellschaft Reif. Der Bau kostet nun etwa 1,4 Millionen Euro und erfolgt in zwei Bauabschnitten.

Flemmingener Straße muss auf Schwarzdecke warten

Während in der Bebel-Straße derzeit die Bagger das Erdreich aufreißen, Sand einbringen und verdichten, indem der Kanal ruht, ist es andernorts ganz still: Die Flemmingener Straße wartet immer noch darauf, abgeschlossen zu werden. Auch diese sollte nach Kanal- und Wasserleitungsarbeiten eine Verjüngungskur erfahren. Nach einer wochenlangen Vollsperrung wurde ein Streckenabschnitt zumindest mit einer provisorischen Decke wieder freigegeben. Seither ist die Straße zum Teil nur mit einer Geschwindigkeit von zehn Stundenkilometern befahrbar. Das, obwohl die Stadt Mitte August überraschend Fördermittel für die Sanierung der Straße zugewiesen wurden. Diese soll rund 336 000 Euro kosten. Wenn die Arbeiten erst einmal anlaufen: Sie verzögern sich, erklärt Bauamtsleiter Ronald Fischer, weil die Untere Wasserbehörde dem Vorhaben noch nicht zugestimmt habe. Ohne Zustimmung aus dem Landratsamt könne das Vorhaben nicht ausgeschrieben werden.

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Parksituation in Annenstraße in Kritik

Kanal- und Straßenbauarbeiten beschäftigen auch die Anwohner in der Annenstraße. Dabei sind auch diese noch gar nicht gestartet: Einher mit der dort ebenfalls geplanten Sanierung der Straße sollen sich die Parkmöglichkeiten ändern. Diese sollen von der rechten Straßenseite auf die linke wandern. Doch dagegen formt sich Widerstand. Anwohner sammelten Unterschriften gegen die Pläne. Rund 40 Unterschriften wurden in der vergangenen Sitzung des Stadtrats Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) übergeben. Linksparken erschwere das Einparken und erhöhe das Unfallrisiko für Beifahrer beim Aussteigen lauten unter anderem ihre Argumente. Bauamtsleiter Ronald Fischer gibt sich auf DAZ-Anfrage gelassen: Die Unterschriftenliste werde im nächsten Technischen Ausschuss besprochen werden. „Das ist noch ganz am Anfang. Da ist noch nichts gewonnen und nichts verloren“, sagte er.

Anwohner sind unterschiedlich betroffen

„Hier wird vieles überbewertet“, sagt ein hingegen ein Anwohner, als sich ein DAZ-Reporter vor Ort umsieht. Er verweist darauf, dass der Verkehr sich in der Straße in Grenzen halte. Er könne sich damit abfinden, links zu parken – zumal es noch den angrenzenden Parkplatz nebenan gebe. Wenn die Straße nicht gerade gereinigt werde, sei der oft frei. Eine Gefahr, so sagt er, sehe er eher an der Kreuzung zur Goethestraße, die schlecht einsehbar sei. Ähnlich gelassen sieht es Margitta Franz: „Wir haben unsere Einfahrt, da berührt uns das nicht“, sagt sie. Zudem befindet sich diese im oberen Straßenabschnitt auf er rechten Seite.

Von Manuel Niemann