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Döbeln Hartnäckigkeit wirkt: Westewitzer mahnt, Gemeinde beseitigt Risiko
Region Döbeln Hartnäckigkeit wirkt: Westewitzer mahnt, Gemeinde beseitigt Risiko
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17:08 11.07.2019
Die Banderole zeigt an, dass diese Laterne in Westewitz nachts aus Kostengründen abgeschaltet wird. Quelle: Sven Bartsch
Großweitzschen

Nachhaken lohnt sich eben doch: Das zeigt das Beispiel von Sven Christ aus Westewitz, der sich seit Dezember 2018 intensiv darum bemühte, dass die Straßenlaternen, die aus Kostengründen nachts ausgeschaltet werden, mit Leuchtbanderolen beklebt werden.

Das ist nun passiert, wie er der DAZ berichtete. „In Westewitz am Bahnhof und auch an verschiedenen Stellen in Großweitzschen sind die Banderolen nun angebracht“, sagte Christ und fügte zufrieden hinzu: „Es ist schön, dass die Gemeinde das endlich geschafft hat.

Gemeinde zahlt im Schadensfall

Ende März hatte der Fahrer einer Abfallentsorgungsgesellschaft, der dadurch viel im Gemeindegebiet herumkommt, in der Gemeinderatssitzung bemängelt, dass die Banderolen noch immer nicht angebracht seien, obwohl in der Straßenverkehrsordnung (StVO) vorgeschrieben.

Hintergrund: Die StVO schreibt vor, dass reflektierende, rot-weiße Banderolen an den Laternen angebracht werden müssen, um Verkehrsteilnehmer nachts zu schützen und auf die dunklen Laternen aufmerksam zu machen. „Die Gemeinde zahlt im Schadensfall. Es ist nur Glück, dass sich bisher keiner verletzt hat, zum Beispiel bei Festen, wenn einer auf dem Heimweg fällt“, meinte Christ damals.

Schaltplan für Lampen fehlte

Ende Juni war er wieder zur Ratssitzung gekommen und hatte nachgefragt, warum noch immer keine Banderolen hingen, nachdem Bauamtsleiter Klaus Bichler bereits drei Monate zuvor erklärt hatte, das Material sei schon da, es werde nur noch auf günstige Witterung gewartet.

So einfach war es dann doch nicht: „Wir haben leider keinen Schaltplan über die Lampen, die nachts ausgehen. Wir haben zwei Freiwillige vom Bauhof gefunden, die sich nachts die Lampen anschauen und diejenigen bekleben, die ausgehen. Wir fangen in Westewitz an und arbeiten uns dann durch die Gemeinde vor“, sagte Bichler.

Kriegerdenkmal wird privat gepflegt

Das ist nun offenbar geschehen. Genau wie der Beschnitt der großen Weide am Teich in Mockritz, der Ende Juni vorgenommen wurde. Christ hatte sich wiederholt beklagt, dass große Büsche und Bäume in der Kommune teils soweit auf die Straßen ragten, dass Äste sein Müllfahrzeug beschädigten.

Außerdem kritisierte er, dass das Kriegerdenkmal in Westewitz nicht von der Gemeinde gepflegt werde. Bürgermeister Jörg Burkert (Freie Wähler) erklärte, dass der Bauhof rundherum mähe, das Denkmal selbst aber nicht zu reinigen schaffe.

Bauhof schafft es nicht

Das übernimmt ein Anwohner privat. „Wir sind froh darum, wir schaffen es leider nicht. Wir haben sechs Bauhof-Mitarbeiter für 24 Ortsteile“, sagte Burkert.

Ratsmitglied Sven Krawczyk (CDU) pflichtete Sven Christ teilweise bei: Wenn man dort den Rasen mäht, kann man auch mal das Unkraut ziehen“, sagte er.

Von Sebastian Fink

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