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Döbeln Heiße Sache im Döbelner Stadtmuseum
Region Döbeln Heiße Sache im Döbelner Stadtmuseum
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09:01 29.11.2019
Peter Eberhardt und Dagmar Nitzsche-Eberhardt haben die Ausstellung mit historischen Bügeleisen bereits aufgebaut. Quelle: Thomas Sparrer
Döbeln

Wer ungern am Bügelbrett steht, um seine Hemden und Blusen zu glätten, der ist in der diesjährigen Weihnachtsausstellung des Stadtmuseums Döbeln genau richtig. Denn hier kann Mann oder Frau die Erfahrung machen, dass Bügeln heutzutage ein Kinderspiel ist.

Bei den Bügeleisen, die Sammler Peter Eberhardt bis Ende Februar im Stadtmuseum zeigt, kann man die Brandblasen an den Händen der guten Hausfrau förmlich fühlen. Ganz zu schweigen von der Gefahr von Brand-, Ruß- oder Ascheflecken auf der frisch gewaschenen Weißwäsche. Nein, zu Zeiten dieser historischen Bügeleisen aus der Privatsammlung des Otzdorfers war Bügeln ein harter Job in Bügelstuben, in Schneidereien oder im Haushalt.

40-jährige Leidenschaft für Bügeleisen

Mit einem Bügeleisen aus der Biedermeier-Zeit fing vor etwa 40 Jahren die Leidenschaft für Bügeleisen bei dem heute 63-jährigen Fahrzeugschlosser an. Ein guter Freund hatte ihm das rund 200 Jahre alte Pletteisen aus Messing mit Griffen in Delfinform geschenkt. Es war die Grundlage seiner heute 100 Stücke umfassenden Sammlung Neben den häufig verwendeten Wechseleisen oder den im Volksmund bekannten „Ochsenzungen“, gibt es die berühmte „Berliner Kohleplätte“ oder die zierliche Bugolette, ein mit Spiritus betriebenes Reisebügeleisen aus Österreich von 1910. Auch mit Stadtgas beheizte Bügeleisen sind zu sehen. Das älteste Exponat ist ein Bolzeneisen mit Delfinstützen von 1810. Den weitesten Weg in die Sammlung hatte ein seltenes amerikanisches Hutmachereisen von 1870. Ergänzt wird die Ausstellung mit praktischen und auch skurrilen Stücken aus dem ordentlichen Weißwäsche-Schrank der fleißigen Hausfrau um 1900. Zudem steuerte der Chemnitzer Kurzwarensammler Bernd Köhler halbsteife Kragen, Knöpfe und kupferne Schablonen für Wäschestickereien bei.

Adventszeit im Stadtmuseum

Ein Mitmachangebot für Kinder rund um die Ausstellung bietet das Stadtmuseum Döbeln in der Adventszeit unter dem Titel: „Glatt und Fein soll die Wäsche sein“. Für Gruppen werden während der Ausstellung Wäschegeschichte(n) und Basteleien angeboten. Gruppenanmeldungen sind unter Telefon 03431/579 137 oder stadtmuseum@doebeln.de möglich. Auch an den Adventssonntagen 8./15. und 22. 12. unterhaltsame Veranstaltungen.

„Eine Auswahl an spitzenbesetzten Tüchern und liebevoll bestickten Schürzen bis zu Hemdhosen, Unterröcken, Korsetts, Büstenhaltern und den berühmten „Unaussprechlichen“ lädt die Besucher ein zum Staunen und Amüsieren“, sagt dazu Museumsleiterin Katrin Fuchs.

Von Littdorf nach Döbeln

Auf Peter Eberhardt und seine Bügeleisen war sie im vergangenen Jahr zum Tag des offenen Denkmals gestoßen. Er und seine Frau sind Stammgäste des Stadtmuseums. In der Littdorfer Schmiede stellte er seine Sammlung aus. Da wurde de Idee für die „Heiße Sache“ im Rathaus geboren. Vom Heimatverein Niederstriegis, dem Peter Eberhardt angehört, kam noch eine Tischmangel als Leihgabe in die Ausstellung. Aus dem Depot des Stadtmuseums wurde die historische Zapfenwaschmaschine von 1900 hervorgeholt, die bei der Firma August Wohlfahrt in Roßwein hergestellt wurde.

Am Sonntag um 15 Uhr wird die Ausstellung mit einem historischen und unterhaltsamen Advents-Rundgang mit Sammler Peter Eberhardt und einem vergnüglichen Nachmittag mit Plätzchen, Punsch und musikalischer Begleitung am Akkordeon von Gabriel Jagieniak eröffnet. Bis 28. Februar 2020 ist die Schau im Rathaus zu sehen.

Von Thomas Sparrer

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