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Döbeln Hoftag klärt über Landwirtschaft auf
Region Döbeln Hoftag klärt über Landwirtschaft auf
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20:05 26.05.2019
Landschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) sprach im Landgut Westewitz von den Herausforderungen der Landwirte. Quelle: Sven Bartsch
Großweitzschen

„Chancen und Verantwortung nutzen“: Unter diesem Motto lud das Landgut Westewitz am Sonnabend zum Hoftag. Auch Staats- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt folgte der Einladung.

Mit einem Paukenschlag wurde der Hoftag am Sonnabendvormittag im wahrsten Sinne des Wortes eröffnet. Der Fanfarenzug Westewitz machte nämlich den Anfang, bevor einige Redner zu Wort kamen. Die Bläser und Trommler leiteten das Fest mit Liedern, wie „Samba De Janeiro“ von Bellini ein.

Minister: „Die Wertschätzung ist verloren gegangen“

Unter den Rednern war Staats- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. Er selbst ist gelernter Landwirt und sprach in seiner Rede von den Herausforderungen in der Landwirtschaft. „Den Arbeitszettel bestimmt die Natur. Dies zu zeigen ist wichtig“, erklärte er. Die Anpassung an die wechselnden Jahreszeiten und Wetterextreme, wie die Trockenheit im letzten Jahr, seien Schwierigkeiten, denen sich Landwirte täglich stellen müssten. Und doch gäbe es in unserem Land eine reiche Vielfalt. „Die Wertschätzung dafür ist leider etwas verloren gegangen“, stellte Schmidt fest. Die Tätigkeit der Landwirte werde zudem heutzutage oft an den Pranger gestellt, was viele Politiker ausnützten. „Ich habe großen Respekt davor, dass sich der Betrieb so lange gehalten hat“, so Schmidt.

Das Landgut Westewitz ist bereits seit geraumer Zeit in den Händen der Familie Krawczyk. Es wurde an die nächste Generation, also an die Brüder Torsten und Sven Krawczyk weitergegeben. Sie bauen Pflanzen an, betreiben eine Schlachtstätte und erzeugen Strom in ihrer eigenen Biogasanlage. So wird auch das Krankenhaus mit Strom versorgt. Außerdem lägen sie viel wert auf eine artgerechte Tierhaltung sowie Futtermitteln ohne Gentechnik.

Dorfleben soll gefördert werden

„Wir wollen mit unserem Hoftag mehr Akzeptanz innerhalb der modernen Landwirtschaft im ländlichen Raum bezwecken“, erklärte Torsten Krawczyk. Zudem sei es wichtig das Dorfleben zu fördern und die Landwirtschaft begreifbar zu machen.

Nicht mehr viele Menschen wüssten, wie es in der Landwirtschaft zuginge, erklärte Landrat Matthias Damm. „Ich freue mich immer, wenn Kinder landwirtschaftliche Betriebe besuchen“, so Damm. Von Kleinauf müssten Menschen daher an eines der ältesten Berufe herangeführt werden.

Landwirte können auch feiern

Dafür wollte das Landgut Westewitz am Sonnabend sorgen. Es gab Führungen für die Besucher und zu Anfang ein abwechslungsreiches Programm. Zwischen den Reden traten viele Vereine der Region auf. So konnten die Besucher drei Genereationen von Gardetänzerinnen sehen. Diese tanzten mit aufwendigen Kostümen und zu verschiedener Musik, die Stimmung im Publikum verbreitete. Außerdem baute die Feuerwehr ein Gerüst mit einer Rutsche für Kinder sowie eine Hüpfburg auf. „Nun wissen wir, dass Landwirte feiern können“, scherzte Schmidt.

Es sei wichtig zu zeigen, wie verantwortungsbewusst es in der Landwirtschaft in Sachsen zuginge. Um mehr darauf Aufmerksam zu machen würden regionale Produkte stärker beworben. Regionale Produkte konnten die Besucher auf dem Landgut testen, denn auch diese wurden zum Verkauf angeboten.

Von Nicole Grziwa

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