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Döbeln Im Porträt: Constanze Cyrnik will für die FDP in den Landtag einziehen
Region Döbeln Im Porträt: Constanze Cyrnik will für die FDP in den Landtag einziehen
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10:23 29.08.2019
Constanze Cyrniks Schwerpunkte sind Bildung und Wirtschaft. Sie möchte den Gründergeist fördern. Quelle: Sven Bartsch
Roßwein

Lächelnd kommt sie in die Redaktion, wirkt auf den ersten Blick fast etwas schüchtern. Doch schnell wird klar, dass sie das nicht ist, so leidenschaftlich, wie sie über Themen spricht, die sie bewegen.

Constanze Cyrnik ist gebürtige Döbelnerin, wohnt in Roßwein, ist verheiratet und hat einen Sohn. Sie studierte zunächst Volkswirtschaftslehre und dann Sport, Biologie, später auch Philosophie, um Lehrerin zu werden. Obwohl sie zu jedem Thema etwas zu sagen hat, liegen ihre politischen Schwerpunkte – genau wie ihre beiden Studiengänge – auf Bildung und Wirtschaft. „Ich möchte mit dem Menschen arbeiten und nicht gegen ihn“, stellt sie klar.

Neuling in der Politik

Sie ist ein Neuling in der Politik, Landtagsabgeordnete für die FDP, wäre das erste politische Amt, das die 47-Jährige antreten würde. Einerseits habe sie den Nachteil, dass ihre Netzwerke noch nicht gefestigt seien. „Andererseits geht man als Neue vielleicht optimistischer und offener an die Sache ran“, so Cyrnik.

>> Wie der Wahl-O-Mat: Hier geht’s zum Kandidatencheck für die Direktkandidierenden aus dem Altkreis Döbeln

Den Lehrermangel bekommt sie am eigenen Leib zu spüren. Sie unterrichtet am Johann-Mathesius-Gymnasium in Rochlitz. Drei Lehrer seien an ihrer Schule in Rente gegangen, dafür sei nur ein Referendar von fünf eingestellt worden. Die anderen vier sollen im ersten Durchlauf keine Anstellung in Sachsen bekommen haben. „Lehrermangel bedeutet nicht, dass wir keine ausgebildeten Lehrer haben, wir stellen sie nur nicht ein“, erklärt Cyrnik. Dieses Problem würde sie gern lösen.

Landtagswahl: Was gilt es zu beachten? – Teil 1

Zur Landtagswahl am 1. September in Sachsen gibt das Landratsamt Mittelsachsen Antworten auf wichtige Fragen.

Welche Bürgerinnen und Bürger sind 1. September wahlberechtigt?

Alle Deutschen im Sinne des Art. 116 Grundgesetz sind wahlberechtigt, wenn sie am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet, seit mindestens drei Monaten ihre Hauptwohnung im Freistaat Sachsen haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Insgesamt sind rund 254 000 Mittelsachsen wahlberechtigt.

Wie erfolgt bei der Landtagswahl die Stimmabgabe?

Jeder Wähler hat zwei Stimmen, eine Direktstimme und eine Listenstimme. Mit der Direktstimme kann sich der Wähler für einen Wahlkreisabgeordneten (Direktkandidaten) entscheiden. Mit der Listenstimme wählen die Bürgerinnen und Bürger eine Partei. Für den Einzug ins Parlament sind mindestens fünf Prozent aller abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich.

Was ist beim Wahlgang zu beachten?

Die jeweilige Stimmabgabe ist nur in dem Wahlbezirk möglich, in dem der Betreffende im Wählerverzeichnis eingetragen ist. Es besteht aber in Ausnahmefällen die Möglichkeit, in einem anderen Wahllokal innerhalb des jeweiligen Wahlkreises wählen zu gehen, wenn im Vorfeld ein Wahlschein beantragt wurde. Bei der eigentlichen Stimmabgabe ist es wichtig einen amtlichen Stimmzettel und die Wahlkabine zu benutzen, und den Stimmzettel eindeutig zu kennzeichnen (z.B. Ankreuzen). Außerdem sollte der Stimmzettel, so gefaltet werden, dass die Kennzeichnung nicht sichtbar ist.

Wie viele Stimmen benötigen die Direktkandidaten, um in den Landtag einzuziehen?

Aus jedem Wahlkreis zieht der Direktkandidat bzw. die Direktkandidatin mit den meisten Stimmen in den Landtag ein.

Ein etwas utopischer Wunsch, wie Cyrnik selbst sagt, ist ein bundesweites Abitur. „Dass man vielleicht bundesweit in zwei gleichen Fächern, wie Deutsch und Mathe, geprüft wird und nicht in seinen Leistungskursen“, erklärt sie. So möchte sie Chancengleichheit schaffen. Einige Schüler seien vielleicht geeignet, haben aber schlechtere Noten, als Schüler aus anderen Bundesländern. Diese bekommen eher einen Platz an der Universität. Zusagen sollten nicht vom Notendurchschnitt abhängig gemacht werden. „Das halte ich für gewagt und sehr traurig“, sagt die Lehrerin.

Digitalisierung auf dem Land und an Schulen

Ein weiteres Thema, mit dem sich Cyrnik im Bildungsbereich beschäftigt, ist die Digitalisierung. Der Breitbandausbau sei der Grundstein, um den digitalen Weg an Schulen zu ebnen. „Es müsste bis an die letzte Milchkanne ausgebaut werden“, sagt sie. Jedoch sollte der Unterricht nach ihrer Vorstellung nicht komplett digital ablaufen. „Jeder Lehrer sollte auch den Stift in die Hand nehmen, wenn er das möchte“, so die Kandidatin. Finanzierungsmittel müssten außerdem an Digitalisierungsprojekte gebunden werden. „So landet das Geld auch bei den Schulen.“

Nicht nur in diesem Bereich sei der Breitbandausbau wichtig. „Ich möchte Innovation und Gründergeist fördern“, sagt sie. Dafür müsste das Internet auf dem Land schnell genug sein. Gewerbe auf dem Land zu unterstützen ist ihr ein Anliegen. „Man kann nur das ausgeben, was man einnimmt.“ Damit die Stadt Gewerbesteuern einnehmen könne, um das Geld dann zu verteilen, müsse das Gewerbe in der Region angekurbelt werden.

Landtagswahl: Was gilt es zu beachten? – Teil 2

Wie verhält man sich, wenn man keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat und wie funktioniert die Briefwahl?

Dann sollten sich die Bürgerinnen und Bürger an die Gemeindeverwaltung des Wohnortes wenden. Die Wahllokale im Kreis haben am 1. September von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wem es am 1. September nicht möglich ist, zur Wahl zu gehen, hat die Möglichkeit der Briefwahl. Mit Hilfe der Wahlbenachrichtigungskarte können die Unterlagen bei der Stadt/Gemeinde beantragt werden. Die Wahlbenachrichtigungskarten werden den Wahlberechtigten bis spätestens 11. August übersandt. Die Erteilung eines Wahlscheines kann schriftlich oder mündlich bei der Gemeinde beantragt werden. Die Schriftform gilt auch durch Telegramm, Fernschreiben, Telefax, Email oder sonstige dokumentierbare elektronische Übermittlung als gewahrt. Eine telefonische Antragstellung ist unzulässig. Wer die Briefwahlunterlagen persönlich bei der Stadt/Gemeinde beantragt, hat die Möglichkeit, vor Ort zu wählen. Bezüglich der Barrierefreiheit von Wahllokalen geben die Stadt bzw. Gemeinde den Wählern gern Auskunft.

Muss ich die Karte am 1. September unbedingt dabei haben?

Nein, es ist zwar immer besser die Wahlbenachrichtigung bei sich zu haben, es reicht aber auch, zur Stimmabgabe den Personalausweis oder den Reisepass vorzulegen. Wer die Karte verliert und nicht genau weiß, wo sein Wahllokal ist, kann bei der jeweiligen Kommune nachfragen.

Wie ist der Landkreis für die bevorstehende Wahl aufgestellt?

Im Landkreis Mittelsachsen gibt es fünf Wahlkreise, je zwei in Gebieten der ehemaligen Landkreise Freiberg und Mittweida, einer im Gebiet des ehemaligen Landkreises Döbeln. Diese fünf sind in insgesamt rund 400 Wahlbezirke aufgeteilt, etwa 2500 ehrenamtliche Wahlhelfer sind am 1. September im Einsatz.

Um ihre Ziele durchsetzen zu können, würde Cyrnik systematisch vorgehen. Was lief falsch? Wo wurden Gelder eingesetzt und wo müssten sie neu verteilt werden? „Ich würde eine Bestandsaufnahme machen und zu den Menschen gehen. Von Dresden kann man nicht sehen, was in der Region passiert“, so die Kandidatin.

Seit circa vier oder fünf Jahren fehle ihr in Sachsen ein frischer Wind. „Es ist träge geworden“, so Cyrnik. Ein Anstoß, um sich als Kandidatin aufzustellen.

Die Direktkandidierenden aus dem Wahlkreis 21 im Porträt

Maria-Christin Anderfuhren (Bündnis 90/Die Grünen)

Constanze Cyrnik (FDP)

Henning Homann (SPD)

Lars Kuppi (AfD)

Rudolf Lehle (CDU)

Marika Tändler-Walenta (Die Linke)

Sven Weißflog (Freie Wähler)

Von Nicole Grziwa

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