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Döbeln Im Porträt: Dr. Rudolf Lehle will für die CDU in den Landtag einziehen
Region Döbeln Im Porträt: Dr. Rudolf Lehle will für die CDU in den Landtag einziehen
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10:21 29.08.2019
Dr. Rudolf Lehle will für die CDU in den Landtag einziehen. Quelle: Steffi Robak
Döbeln

Mit Dr. Rudolf Lehle tritt für die CDU ein Kandidat zur Landtagswahl an, der in der Region bereits kommunalpolitisch aktiv ist – zum einen im Kreistag, außerdem seit 2014 im Döbelner Stadtrat. 23 Jahre lang leitete der Facharzt für Psychiatrie und Neurologie und ärztlicher Psychotherapeut das Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie Bethanien in Hochweitzschen. In dieser Zeit entwickelte sich die Einrichtung zum modernen Fachkrankenhaus mit 122 Betten sowie Tageskliniken in Döbeln sowie Freiberg.

Wesentliches Ziel: gespaltene Gesellschaft zusammenführen

Nachdem er im März 2018 in den berufliche Ruhestand ging, will der 61-Jährige nun politisch einen Schritt weiter. Als wesentliches Ziel sieht der CDU-Kandidat, dass sich die zunehmend gespaltene Gesellschaft wieder zusammenfügen lässt. „Dabei müssen wir die regional unterschiedliche Integrationsbereitschaft im Blick haben.“ Letztlich sollten in wesentlichen Fragen die Menschen nicht das Gefühl haben, es werde über ihre Köpfe hinweg entschieden. Dafür sei das Thema Zuwanderung ein Beispiel. „Generell lässt sich gesellschaftlicher Konsens erst herstellen, wenn Bürger zur Akzeptanz staatlichen Handelns bewegt werden können.“ Das funktioniere nicht, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen.

>> Wie der Wahl-O-Mat: Hier geht’s zum Kandidatencheck für die Direktkandidierenden aus dem Altkreis Döbeln

In dem Zusammenhang erwähnt der Mediziner die Defizite bei der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum im Vergleich zur Überversorgung in den Großstädten. Sein Vorschlag: Für die Abrechnung der Arztleistung solle ein regionaler Faktor eingeführt werden, der die gleiche Behandlung auf dem Land etwas höher vergütet, in der Großstadt etwas niedriger. Dieses schnell einführbare Steuerungsinstrument solle es einem Arzt erleichtern, in einem kleineren Nachbarort eine Zweitpraxis zu eröffnen. „Davon hat neben dem Mediziner die Bevölkerung etwas. So entspannt sich ohne Zusatzkosten der Ärztemangel auf dem Land innerhalb weniger Monate“, ist Lehle überzeugt.

Landtagswahl: Was gilt es zu beachten? – Teil 1

Zur Landtagswahl am 1. September in Sachsen gibt das Landratsamt Mittelsachsen Antworten auf wichtige Fragen.

Welche Bürgerinnen und Bürger sind 1. September wahlberechtigt?

Alle Deutschen im Sinne des Art. 116 Grundgesetz sind wahlberechtigt, wenn sie am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet, seit mindestens drei Monaten ihre Hauptwohnung im Freistaat Sachsen haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Insgesamt sind rund 254 000 Mittelsachsen wahlberechtigt.

Wie erfolgt bei der Landtagswahl die Stimmabgabe?

Jeder Wähler hat zwei Stimmen, eine Direktstimme und eine Listenstimme. Mit der Direktstimme kann sich der Wähler für einen Wahlkreisabgeordneten (Direktkandidaten) entscheiden. Mit der Listenstimme wählen die Bürgerinnen und Bürger eine Partei. Für den Einzug ins Parlament sind mindestens fünf Prozent aller abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich.

Was ist beim Wahlgang zu beachten?

Die jeweilige Stimmabgabe ist nur in dem Wahlbezirk möglich, in dem der Betreffende im Wählerverzeichnis eingetragen ist. Es besteht aber in Ausnahmefällen die Möglichkeit, in einem anderen Wahllokal innerhalb des jeweiligen Wahlkreises wählen zu gehen, wenn im Vorfeld ein Wahlschein beantragt wurde. Bei der eigentlichen Stimmabgabe ist es wichtig einen amtlichen Stimmzettel und die Wahlkabine zu benutzen, und den Stimmzettel eindeutig zu kennzeichnen (z.B. Ankreuzen). Außerdem sollte der Stimmzettel, so gefaltet werden, dass die Kennzeichnung nicht sichtbar ist.

Wie viele Stimmen benötigen die Direktkandidaten, um in den Landtag einzuziehen?

Aus jedem Wahlkreis zieht der Direktkandidat bzw. die Direktkandidatin mit den meisten Stimmen in den Landtag ein.

Den Ansatz der Gleichbehandlung von Land- und Großstadtbewohnern sieht der Wahl-Döbelner auch beim Klimaschutz beziehungsweise der heftig diskutierten Kohlendioxid-Steuer: „In Orten wie Mügeln oder Roßwein fährt nun mal keine U-Bahn. Die Menschen sind viel stärker auf das Auto angewiesen, schon beruflich. Man sollte nicht mit einer Steuer Menschen diskriminieren, weil sie nicht in der Großstadt wohnen.“ Macht eine Steuer das Autofahren teuer, spare das kein Gramm Kohlendioxid.

Respekt für Einsatzkräfte wieder herstellen

Gleichzeitig betrachtet Lehle es als Skandal, dass Döbeln bahntechnisch abgeschnitten ist von Dresden. Schnell und direkt von Döbeln-Zentrum bis Dresden-Neustadt zu gelangen, das funktioniere nach bereits vorliegenden Studien in weniger als einer Stunde. „Wer von Mobilität spricht, muss es wagen, alte Verkehrswege neu zu entdecken. Prämisse muss sein, dass auf dieser Strecke 2022 wieder Züge fahren.“ Und welches Entwicklungspotenzial sieht Lehle auf dem Sektor der Sicherheit? „1.000 Polizisten für Sachsen stehen nicht für sich allein, sie gehören zu einem Maßnahmepaket für die bevorstehende Legislaturperiode. Nicht zuletzt enthält es Aufstockungspläne bei Staatsanwälten und Richtern sowie bei der Vorfeldklärung, zum Beispiel bei der Sicherheitswacht.“ Es gelte, den gebührenden Respekt und die Sicherheit für Polizisten, Rettungskräfte sowie Feuerwehr wieder herzustellen, „denn diese Menschen stehen mit ihrem Leben ein, dass uns geholfen wird. Es darf nicht das Unrecht des Stärkeren gelten.“

Landtagswahl: Was gilt es zu beachten? – Teil 2

Wie verhält man sich, wenn man keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat und wie funktioniert die Briefwahl?

Dann sollten sich die Bürgerinnen und Bürger an die Gemeindeverwaltung des Wohnortes wenden. Die Wahllokale im Kreis haben am 1. September von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wem es am 1. September nicht möglich ist, zur Wahl zu gehen, hat die Möglichkeit der Briefwahl. Mit Hilfe der Wahlbenachrichtigungskarte können die Unterlagen bei der Stadt/Gemeinde beantragt werden. Die Wahlbenachrichtigungskarten werden den Wahlberechtigten bis spätestens 11. August übersandt. Die Erteilung eines Wahlscheines kann schriftlich oder mündlich bei der Gemeinde beantragt werden. Die Schriftform gilt auch durch Telegramm, Fernschreiben, Telefax, Email oder sonstige dokumentierbare elektronische Übermittlung als gewahrt. Eine telefonische Antragstellung ist unzulässig. Wer die Briefwahlunterlagen persönlich bei der Stadt/Gemeinde beantragt, hat die Möglichkeit, vor Ort zu wählen. Bezüglich der Barrierefreiheit von Wahllokalen geben die Stadt bzw. Gemeinde den Wählern gern Auskunft.

Muss ich die Karte am 1. September unbedingt dabei haben?

Nein, es ist zwar immer besser die Wahlbenachrichtigung bei sich zu haben, es reicht aber auch, zur Stimmabgabe den Personalausweis oder den Reisepass vorzulegen. Wer die Karte verliert und nicht genau weiß, wo sein Wahllokal ist, kann bei der jeweiligen Kommune nachfragen.

Wie ist der Landkreis für die bevorstehende Wahl aufgestellt?

Im Landkreis Mittelsachsen gibt es fünf Wahlkreise, je zwei in Gebieten der ehemaligen Landkreise Freiberg und Mittweida, einer im Gebiet des ehemaligen Landkreises Döbeln. Diese fünf sind in insgesamt rund 400 Wahlbezirke aufgeteilt, etwa 2500 ehrenamtliche Wahlhelfer sind am 1. September im Einsatz.

Im Bereich Bildung müsse sich der Freistaat ebenfalls stärker aufstellen. „Der Lehrermangel fällt uns Sachsen auf die Füße.“ Die Einstellung von Quereinsteigern könne nur ein erster Behelf sein. Der CDU-Kandidat: „Die Verbeamtung der Lehrkräfte gibt ihnen auch die soziale Sicherheit, die sie hier in Sachsen brauchen, um nicht in andere Bundesländer abzuwandern.“

Die Direktkandidierenden aus dem Wahlkreis 21 im Porträt

Maria-Christin Anderfuhren (Bündnis 90/Die Grünen)

Constanze Cyrnik (FDP)

Henning Homann (SPD)

Lars Kuppi (AfD)

Rudolf Lehle (CDU)

Marika Tändler-Walenta (Die Linke)

Sven Weißflog (Freie Wähler)

Von Steffi Robak

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